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Wenn Mathe voll dein Ding ist

Kevin Pöllinger beim Programmieren in der Werkstatt
Die Azubis bei Continental lernen praktische Grundkenntnisse und werden schnell ans Programmieren herangeführt.
Foto: Continental

Softwareentwickler bei Continental

Wenn Mathe voll dein Ding ist

Kevin Pöllinger (24) ist sich sicher, dass er den richtigen Arbeitgeber gefunden hat. Nach Abbruch seines Studiums hat er sich für die Ausbildung zum Automotive Softwareentwickler bei Continental entschieden – und bereut diesen Weg bis heute nicht.

Ein Porträt-Foto von Kevin Pöllinger

Kevin Pöllinger

Foto: Continental

Ich wollte studieren, wusste nur nicht genau was“, erzählt Kevin Pöllinger. Nach dem Abitur 2012 begann er an der FH Regensburg im Fach Wirtschaftsingenieurwesen. Nach vier Semestern merkte er, dass das technische Studium zu theoretisch ist. „Zum Glück war ich schon als Werkstudent bei Continental, hatte dort erste Kontakte geknüpft und der Betrieb gefiel mir gut.“

Er war fasziniert von den Abteilungen Fertigungsplanung und Vorentwicklung, der guten Atmosphäre und dem jungen Team. Also erkundigte er sich nach Möglichkeiten – und stieg in die dreijährige Ausbildung zum Automotive Softwareentwickler ein. Das neue Programm mit IHK-Abschluss richtet sich explizit an Abiturienten. Studienabbrecher sind willkommen, denn sie bringen erste Erfahrungen mit. „Die Inhalte werden auf einem anspruchsvollen Niveau vermittelt, daher ist es von Vorteil, wenn man gute Mathekenntnisse mitbringt“, rät der 24-Jährige. „Mathe ist genau dein Ding“ – an diese Anforderung in der Jobbeschreibung erinnert er sich noch gut. „Tatsächlich sind 70 Prozent Mathe und der Rest ist Programmieren“, sagt der Azubi.

Alles andere als Beschäftigungstherapie

Die Ausbildung beginnt in der Lehrwerkstatt, hier erhalten die Azubis praktische Grundkenntnisse, lernen Tools kennen, befassen sich mit Elektrotechnik. „Wir erfahren viel über Hardware und werden schnell an das Programmieren herangeführt – über praktische Projekte und anwendungsbezogene Themen.“ Kevin Pöllinger bekam erste Aufgaben, an denen er sich versuchte. „Ein halbes Jahr lang entwickelte ich eine Datenbank für Mitarbeiter. Diese wird jetzt tatsächlich eingesetzt – es war also keine Beschäftigungstherapie.“ Dank seines Tools sehen die Mitarbeiter in der Fertigung, wann welche Bauteile wohin geschickt werden müssen. So hat er einen wertvollen Beitrag geleistet, um Prozesse bei Continental übersichtlicher zu gestalten und Systeme zu optimieren. „Das macht mich sehr glücklich.“

Hoher Praxisbezug und angenehmes Team

Inzwischen ist Kevin Pöllinger im zweiten Lehrjahr angelangt und beschäftigt sich mit Motorsteuerung. „Das passt super zu mir, denn ich identifiziere mich stark mit dem Thema Automotive. Ich fahre seit Jahren Renn-Kart und habe an einem Projekt für Elektro-Karts mitgearbeitet.“ Schon als Kind war er motorsportbegeistert – sein Vater prägte ihn diesbezüglich stark. Dass er als angehender technisch-mathematischer Softwareentwickler mit Automotive-Schwerpunkt abteilungsübergreifend und markenübergreifend arbeiten kann, gefällt ihm. „Wir programmieren nah an der Realität und probieren das Ergebnis an der Steuerung gleich aus. Anstatt nur vor dem PC zu sitzen, kommt alles direkt zum Einsatz.“

Für diesen Weg würde sich Kevin Pöllinger immer wieder entscheiden: „Nach der Exmatrikulation und seit dem Ausbildungsstart merke ich, dass ich immer glücklicher werde.“ Seine Affinität für Mathematik kommt ihm hier genauso zugute wie sein technisches Verständnis. „Diese zukunftsorientierte Ausbildung ist für jeden geeignet, der sich in der IT-Welt gut zurechtfindet, logisch denken kann und engagiert mit anpackt. Wer Begeisterung und Interesse mitbringt, kann in die Aufgaben hineinwachsen.“ Nach der Ausbildung will er noch ein berufsbegleitendes Studium machen. Worauf er aber nie mehr verzichten will ist der Praxisbezug.

abi>> 15.05.2019