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Verbundenheit mit der Natur

Blüte neben einem Fläschen mit homöopathischen Pillen. Foto: Martin Rehm
Aufblühen im Job? Weleda bietet Karrieremöglichkeiten rund um Naturkosmetik und anthroposophische Arzneimittel.
Foto: Martin Rehm

Weleda AG

Verbundenheit mit der Natur

Mehr als 100 verschiedene Naturkosmetikprodukte und rund 1.000 anthroposophische Arzneimittel – dieses umfangreiche Sortiment produziert die schweizerische Weleda AG mit deutschem Sitz in Schwäbisch Gmünd in der Nähe von Stuttgart.

Die fast 100-jährige Unternehmensgeschichte beginnt nach dem Ersten Weltkrieg im Jahr 1921. „In der damals unsicheren Nachkriegszeit begründete Rudolf Steiner unter anderem die anthroposophische Medizin mit ihrer ganzheitlichen Betrachtungsweise des Menschen“, erklärt Tobias Jakob, Communications Manager bei Weleda. „Unser Unternehmen entstand schließlich aus einem schweizerischen und einem deutschen Vorgänger, die beide Laboratorien im anthroposophischen Sinne betrieben. Seit 1928 heißt es Weleda und ist heute eine schweizerische Aktiengesellschaft mit weltweit über 2.000 Mitarbeitern – davon rund 750 in Schwäbisch Gmünd.“

Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben

Weleda richtet sich noch immer nach anthroposophischen Werten. „Dazu gehört zum einen ein hohes Qualitätsbewusstsein, wenn es beispielsweise um die biologisch-dynamisch angebauten Heilpflanzen geht. Zudem versteht sich das Unternehmen als Ort der gemeinsamen menschlichen Weiterentwicklung. Daher ist es Weleda unter anderem wichtig, eine gute Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben zu ermöglichen“, erläutert Tobias Jakob.

Heilpflanzen aus aller Welt

Portraitfoto von Tobias Jakob. Foto: Privat

Tobias Jakob

Foto: privat

Weleda verarbeitet jährlich über 100 Tonnen Tinkturen – wässrige oder alkoholische Auszüge aus 450 verschiedenen vor allem pflanzlichen sowie tierischen Ausgangsstoffen. Im 23 Hektar großen Heilpflanzengarten am größten Produktionsstandort in Schwäbisch Gmünd baut das Unternehmen 260 Heilpflanzenarten an, die von Hand geerntet werden. „Darüber hinaus arbeiten wir zum Beispiel mit landwirtschaftlichen Kooperativen auf der ganzen Welt zusammen – darunter ein Zusammenschluss aus 120 marokkanischen Bauern, die Rosenöl in Bio-Qualität für Weleda erzeugen. Wir prüfen unsere Zulieferer beispielsweise hinsichtlich ihrer Produktionsmethoden“, erklärt Tobias Jakob.

Produktion nach rechtlichen Vorgaben

Bei Weleda durchlaufen diese Rohstoffe aufwendige Qualitätsprüfungen mit modernen Analysemethoden, bevor daraus Arzneimittel oder Kosmetikprodukte entstehen. „Für Arzneimittel gelten strenge rechtliche Anforderungen, die sich von Land zu Land unterscheiden. Dazu arbeiten wir nach präzisen Herstellanweisungen. Ein sogenanntes Supply-Chain-Management-System unterstützt die Steuerung der komplexen Produktionsplanung und -prozesse“, sagt Tobias Jakob. Bei den weniger stark regulierten Naturkosmetika produziert Weleda freiwillig nach zertifizierten Qualitätsrichtlinien. Die in Deutschland, Frankreich und der Schweiz hergestellten Produkte gehen in die ganze Welt. „Die Weleda-Gruppe ist in 18 weiteren Ländern mit eigenen Gesellschaften präsent und hat darüber hinaus zahlreiche Vertriebspartner weltweit“, ergänzt der Unternehmenssprecher. „Deshalb können unsere dual Studierenden auch einige Zeit in einer Auslandsniederlassung verbringen.“

Für neue Produktideen greift Weleda unter anderem aktuelle Kundenbedarfe auf: „Zum Beispiel haben heutzutage immer mehr Säuglinge eine sehr empfindliche Haut. Für deren Bedürfnisse entwickelten wir eine Spezialpflegeserie mit Malven“, begründet der Communications Manager eine der jüngsten Produkteinführungen.

Im Einklang mit den Unternehmenswerten

Die anthroposophischen Werte bestimmen auch weitere Initiativen von Weleda. „Für unsere pflanzlichen Ausgangsstoffe sind wir auf eine intakte Biodiversität angewiesen, also die gesamte biologische Vielfalt. Daher unterstützen wir entsprechende Schutzprojekte. So fördern wir in den rumänischen Karpaten die schonende Wildsammlung von Arnika und verhindern dadurch, dass die Wiesen verbuschen und die Arnikapflanze verschwindet“, nennt Tobias Jakob ein Beispiel. In Schwäbisch Gmünd zeigt sich das Engagement im Sinne eines ganzheitlichen Lebensverständnisses unter anderem in flexiblen Arbeitszeitregelungen für die Mitarbeiter.

Für die Zukunft wünscht sich Tobias Jakob: „Wir würden uns freuen, wenn Weleda dazu beiträgt, dass sich die wahrnehmbare Nachhaltigkeitskultur stärker und dauerhaft in der Gesellschaft etablieren würde.“

Zum Überblick: Weleda AG von A bis Z >>
Zum Branchenkontext >>

abi>> 22.03.2017