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Eintauchen in den American Way of Life

Manhatten-Bridge
New York ist mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten ein absoluter Besuchermagnet. In solch einer Stadt und in den USA zu leben und zu arbeiten, ist für viele ein Traum.
Foto: Martin Rehm

Arbeiten in den USA – Hintergrund

Eintauchen in den American Way of Life

Vom Tellerwäscher zum Millionär: Solche Erfolgsgeschichten locken zahlreiche Menschen, die in den USA ihr Glück versuchen wollen. Aber auch für diejenigen, die nur eine begrenzte Zeit im Ausland leben und arbeiten wollen, sind die Vereinigten Staaten ein beliebtes Ziel.

Von einer deutschen Firma zum amerikanischen Standort oder der Tochterfirma entsendet werden, sich selbstständig einen Job suchen oder bei einer internationalen Organisation arbeiten: Die Möglichkeiten, die amerikanische Arbeitswelt kennenzulernen, sind vielfältig.

„Wenn man im Beruf international tätig sein möchte, bringt ein Aufenthalt in den USA viele Vorteile“, erläutert Cindy Klarwasser von der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer in New York. „Man verbessert seine Englischkenntnisse und lernt die amerikanische Geschäftswelt kennen. Dabei trifft man immer wieder auf kulturelle Unterschiede: Amerikaner ticken einfach anders als Deutsche. Diese Erfahrungen können im späteren Berufsleben hilfreich sein.“

Job finden, Visa beantragen

En Porträt-Foto von Cindy Klarwasser

Cindy Klarwasser

Foto: privat

Fachkräfte sind in vielen Bereichen gefragt: „Besonders in der Automobilindustrie, bei Banken, in der Pharmaindustrie und der Medizintechnikbranche gibt es Bedarf“, weiß Cindy Klarwasser. „Zwar kommen hauptsächlich Akademiker in die USA, um zu arbeiten, aber auch mit Ausbildung gibt es einige Möglichkeiten.“

Für die Jobsuche bieten die Deutsch-Amerikanischen Handelskammern eine Stellenbörse und eine Bewerberdatenbank, in der man sein Profil hochladen kann. „Das größte soziale Netzwerk in der amerikanischen Arbeitswelt, nicht nur zur Stellensuche, ist LinkedIn“, erklärt die Expertin aus New York. Dabei gilt zu beachten: „In den USA sehen die Bewerbungsunterlagen anders aus als in Deutschland. Der Lebenslauf ist maximal ein bis zwei Seiten lang und startet mit dem Hochschul- oder Ausbildungsabschluss. Aufgrund des Antidiskriminierungsgesetzes dürfen kein Alter, keine Nationalität, kein Foto oder private Infos auftauchen –allerdings schauen sich die Unternehmen dann oft die LinkedIn Profile an, quasi als verlängerten Lebenslauf.“

Wer einen Job gefunden hat, muss sich um ein Visum kümmern und das richtige für die eigene Lebenssituation beantragen, erklärt Cindy Klarwasser: „Einwandern in die USA kann man nur mit einer Green Card. Dann verlegt man aber seinen Lebensmittelpunkt für immer in die USA. Wer sich nur vorübergehend zum Arbeiten in den Vereinigten Staaten aufhalten will, braucht ein temporäres Visum. Hier gibt es für einen Arbeitsaufenthalt je nach Qualifikation und Tätigkeit verschiedene Kategorien. Arbeiten ohne Visum ist nicht möglich und auch eine sogenannte ESTA-Reisegenehmigung für Touristen reicht nicht aus.“

Short Term und Small Talk

Ist diese Hürde genommen, muss man den Rahmen organisieren. Ob man eine Auslandskrankenversicherung braucht, hängt vom Arbeitsvertrag ab, mit dem man in den USA beschäftigt wird: „Bei amerikanischen Arbeitsverträgen gibt es als Benefit die Kranken-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung“, sagt Cindy Klarwasser.

Um eine Wohnung zu finden, sollte man am besten vor Ort suchen: „Amerikaner planen nicht so lange im Voraus wie Deutsche. Alles ist schnelllebiger. Hier kann man innerhalb von ein paar Wochen eine Wohnung finden, in die man nächste Woche einziehen kann“, weiß die Expertin.
Auch die Kommunikation läuft in den USA anders als in Deutschland: „Hier ist Small Talk gefragt. Bevor man geschäftlich zur Sache kommt, fragt man, auch in Mails, beispielsweise erst einmal, wie das Wochenende war. Beliebte Themen sind Urlaub, Autos, Sport oder das Wetter. Der Umgang ist hier insgesamt lockerer. Daran gewöhnt man sich aber sehr schnell.“

Weitere Informationen

Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (ZAV)

Die ZAV berät dich zum Thema Arbeiten im Ausland und hilft dir bei der Jobsuche.
www.zav.de

Deutsch-Amerikanische Handelskammern

Bei den German American Chambers of Commerce mit Sitz in Atlanta, Chicago und New York gibt es eine Stellenbörse und eine Bewerberdatenbank zur Jobvermittlung sowie Informationen zum Visum.
www.ahk-usa.com

Germany Trade & Invest

Die Außenwirtschaftsagentur der Bundesrepublik Deutschland bietet dir Infos zu internationalen Märkten und Länderseiten.
www.gtai.de

US-Botschaft in Deutschland

Hier gibt es alle Informationen zum Thema Visum für die USA.
www.usembassy.gov

Auswärtiges Amt

Auf den Länderseiten findest du Infos zu Einreisebestimmungen, Sicherheitshinweisen, deutschen Vertretungen in den USA und vieles mehr.
www.auswaertiges-amt.de

abi>> 26.10.2018