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Arbeit und Vergnügen

Park mit zahlreichen amerikanischen Flaggen New York City
Im Rahmen seines Trainees bei adidas war Wilko Reinholz vier Monate lang in Portland.
Foto: Martin Rehm

Arbeiten in den USA

Arbeit und Vergnügen

Bei adidas fühlt sich Wilko Reinholz genau am richtigen Platz: Als Trainee hat der 27-Jährige vier Monate lang im amerikanischen Portland gearbeitet. Auslandsaufenthalte sind bei dem Unternehmen gewünscht und werden gefördert – ganz nach dem Motto „Die Welt ist unser Spielfeld“.

In den Vereinigten Staaten war Wilko Reinholz schon während seines dualen Bachelorstudiums der Betriebswirtschaft. Damals lebte der gebürtige Ostfriese für seinen Arbeitgeber – ein Kreditinstitut – drei Monate lang in New York. Nach dem Studium arbeitete er ein halbes Jahr für adidas und bereiste Südostasien, bevor er den Master „Marktorientierte Unternehmensführung“ an der Technischen Hochschule Köln anschloss.

Im Februar 2014 stieg er als Trainee wieder bei dem Sportartikelhersteller ein und lernte zunächst verschiedene Abteilungen kennen. Auch ein Auslandsaufenthalt gehört regulär zum Trainee-Programm und so hat Wilko Reinholz vier Monate, von April bis August 2015, an der Westküste in Portland, Oregon verbracht. Das Unternehmen hat eine eigene Visumabteilung, die ihn bei der Beantragung des J1-Visums unterstützte und nicht zuletzt die Kosten übernahm.

Vom Arbeitsalltag und Sprachkenntnissen

Ein Porträt-Foto von Wilko Reinholz

Wilko Reinholz

Foto: Colleague @ work

Der Berufsalltag bei adidas North America gestaltete sich ähnlich wie der in Deutschland. Wie auch Zuhause hat Wilko Reinholz an verschiedenen Aufgaben und Projekten mitgearbeitet. Probleme mit der Sprache hatte er nicht, denn Englisch ist bei adidas „Corporate Language“; die sprachliche Gewandtheit der Mitarbeiter wird schon im Assessment-Center oder beim Vorstellungsgespräch geprüft. Die Standards bei der Arbeit in den USA empfand er als ähnlich, anders als in Deutschland wird jedoch selten Kritik – auch konstruktive – geübt. „Alles war awesome oder amazing – ich wusste manchmal nicht, was dahinter steckt“, schildert er. „Andererseits ist die Atmosphäre sehr positiv, die Amerikaner sind sehr selbstbewusst und hilfsbereit“, findet er. Sein Einkommen lief unverändert weiter, die Wohnung wurde gestellt und ein Auto brauchte er nicht, weil er mit dem Fahrrad ins Büro fahren konnte. „Das war gut“, erzählt der 27-Jährige, denn „das Leben in Portland ist teurer als bei uns, insbesondere Lebensmittel und Ausgehen.“

Der Trainee hat sich in den USA schnell akklimatisiert. „Das fiel mir nicht sonderlich schwer, da ich bereits relativ viel Auslandserfahrung habe und das Leben in den USA und Deutschland recht ähnlich ist.“ Das Team in Portland war bunt gemischt, die Mitarbeiter kommen aus vielen verschiedenen Nationen. Einige amerikanische Kollegen kannte Wilko Reinholz bereits aus dem Hauptsitz des Unternehmens in Herzogenaurach bei Nürnberg.

In zwei Stunden in den Bergen oder am Pazifik

Anders als in Deutschland sind Arbeit und Privatleben in den USA etwas strikter getrennt. Doch Wilko Reinholz, der selbst Sportler ist und offen auf Menschen zugeht, fand schnell Anschluss und Freunde, mit denen er etwas unternehmen konnte.

Portland ist die größte Stadt in Oregon und als Regenhauptstadt verschrien. „Als ich da war, hat’s jedoch kaum geregnet“, erzählt er. So konnte er sich an den Wochenenden gut umschauen: zwei Stunden brauchte er bis in die Berge, zwei Stunden bis zum Strand am Pazifik. Zwischendurch besuchte er Freunde in San Francisco und Los Angeles.

Ob er sich vorstellen kann, irgendwann einmal für längere Zeit in den USA zu arbeiten? Für Wilko Reinholz keine Frage: Als Basketballer hat er sich schon immer für die NBA und natürlich die Lebensweise der Amerikaner interessiert, außerdem ist Nordamerika der größte Sportartikelmarkt der Welt. In den vergangenen Monaten übrigens ist er schon zweimal beruflich wieder in Portland gewesen. Aber manchmal ist sein Beruf auch reines Vergnügen, etwa wenn er NBA-Spieler wie Andrew Wiggins von den Minnesota Timberwolves trifft, der 2015 zum „Rookie of the year“ gewählt wurde und mit erst 21 Jahren ein kommender Star am Basketball-Himmel ist.

 

Hier geht's zum Steckbrief der USA>>

abi>> 01.04.2016