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Für Jugendliche den passenden beruflichen Deckel finden

Junger Mann informiert eine junge Frau über verschiedene Berufe.
Die Hochschule der Bundesagentur für Arbeit bietet unter anderem das duale Studium "Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung" an.
Foto: Julien Fertl

Berufsberaterin

Für Jugendliche den passenden beruflichen Deckel finden

Was soll ich nach der Schule bloß machen? Welcher Beruf passt zu mir? Als Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven hilft Saskia Pooch Jugendlichen dabei, Antworten auf diese Fragen zu finden. Für diese Tätigkeit qualifiziert hat sich die 24-Jährige durch ein Studium an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA).

Wenn man Saskia Pooch fragt, warum sie sich nach dem Abitur entschieden hat, Berufsberaterin zu werden, fällt ihr sofort ein Familienmitglied ein: „Ich wusste damals, dass ich auf jeden Fall mit Jugendlichen zusammenarbeiten möchte. Mein Onkel, der bei der Bundesagentur für Arbeit tätig ist, brachte mich auf die Idee, die Stellenbeschreibung mal anzuschauen.“ Was sie dort las, gefiel ihr. Seit zwei Monaten arbeitet die 24-Jährige nun als Berufsberaterin U25 in der Agentur für Arbeit Bremen-Bremerhaven.

Junge Menschen an die Hand nehmen

Ein Porträt-Foto von Saskia Pooch.

Saskia Pooch

Foto: Jörg Nowag

Saskia Poochs Hauptaufgabe ist es, junge Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren, also überwiegend Schüler, rund um die Studien- und Berufswahl zu beraten. Welche Möglichkeiten der Ausbildung gibt es nach der Schule? Welche Ausbildung kommt infrage? Wie komme ich an einen Ausbildungs- oder Studienplatz? Darauf sucht die Berufsberaterin gemeinsam mit den Jugendlichen Antworten – sei es in Form von Einzelgesprächen, an Schulen im Rahmen von Orientierungsveranstaltungen oder auf Messen. „Zu meinen Aufgaben gehört daher auch das Organisieren und Durchführen von Veranstaltungen“, erklärt Saskia Pooch, die vor ihrem jetzigen Job als Arbeitsvermittlerin in einem Jobcenter tätig war.

Studium an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit

Sie selbst brauchte bei der Wahl ihres Studiengangs keine Hilfe: „Das Studium an der HdBA bot sich förmlich an“, erzählt sie. „Zudem hatte ich ohnehin keine Lust auf ein rein theoretisch angelegtes Studium.“ Im Jahr 2013 ging es für sie nach Mannheim, wo sie den Bachelor-Studiengang „Beschäftigungsorientierte Beratung und Fall-Management“ absolvierte. Heute heißt der Studiengang „Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung“ und wird nicht nur in Mannheim, sondern auch am zweiten Standort der HdBA in Schwerin angeboten. Es handelt sich um ein duales dreijähriges Studium, bei dem die Studierenden im Wechsel von je vier Monaten auf dem Campus lernen und dann in einer Geschäftsstelle vor Ort in die Praxis eintauchen. „Wir haben zum Beispiel gelernt, wie man ein Gespräch führt und wie eine Beratung aufgebaut ist. In der Praxis konnte man die Theorie direkt anwenden und schauen, wie das Ganze gelebt wird.“ Das sei, insbesondere wenn es um die Zusammenarbeit mit Menschen ginge, ein wichtiger Aspekt.

Bestens gewappnet für den Job

„Mich hat das Studium super auf den Job vorbereitet, nicht nur aufgrund des hohen Praxisanteils, sondern auch wegen des breit angelegten Fächerangebots“, schwärmt Saskia Pooch. Auf dem Stundenplan stehen unter anderem Module aus den Bereichen Rechtswissenschaften, BWL, Psychologie und Pädagogik. Warum Rechtswissenschaften? Ganz einfach: Berufsberater arbeiten nach dem Sozialgesetzbuch (SGB). Daher ist es Voraussetzung, Gesetze verstehen und richtig anwenden zu können. Und was braucht es für Soft Skills? „Man sollte definitiv kommunikativ sein und strukturiert arbeiten können.“ Außerdem sei Wissbegierde wichtig, da sich Ausbildungssysteme oder einzelne Berufsprofile oft ändern. „Die größte Herausforderung besteht darin, sich immer wieder neu auf den einzelnen Jugendlichen einzustellen“, meint Saskia Pooch. Aber das mache den Job auf der anderen Seite auch so interessant.

abi>> 21.05.2018