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Studien dokumentieren und organisieren

Junge Krankenpflegerin bereitet eine Patientin für eine Infusion vor.
Bei der Arbeit für Medien- und Informationsdienste unterstützt man die Ärzte bei diversen Studien. Doch auch Patientenkontakt gehört zu den Aufgaben.
Foto: Julien Fertl

Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste – Medizinische Dokumentation

Studien dokumentieren und organisieren

Als Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste ist Annika Göcke Expertin für die Erfassung von Patientendaten. Die 28-Jährige hat unter anderem schon in einer Kinderarztpraxis gearbeitet und war in der Krebsregister-Dokumentation tätig. Derzeit ist sie in der Uniklinik Münster für klinische Studien zuständig.

Ich unterstütze vor allem die Ärzte bei ihrer Arbeit an diesen Studien, die dabei helfen sollen, die beste Therapie für den Patienten zu finden“, erklärt Annika Göcke ihre Aufgaben im Knochenmarktransplantationszentrum der Uniklinik Münster. Ihre duale Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung Medizinische Dokumentation hat sie ebenfalls an der Uniklinik Münster absolviert und ist nun, nach mehreren Zwischenstationen, wieder hierher zurückgekehrt.

Ein Porträt-Foto von Annika Göcke

Annika Göcke

Foto: Janik Krietenbirk

„Ich sitze bei meiner Arbeit größtenteils vor dem Computer, aber ich habe auch Patientenkontakt und tausche mich häufig mit den Ärzten aus – diese Mischung gefällt mir gut“, betont Annika Göcke, die schon immer gern in der Medizin arbeiten wollte, aber nicht als Ärztin oder Krankenschwester. „Der Beruf der Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste Fachrichtung Medizinische Dokumentation ist da genau das Richtige“, sagt sie.

Vorbereitung der Studien

Zu ihren Aufgaben gehört es, zusammen mit den Ärzten die Kriterien für eine Teilnahme an den Studien zu definieren. Außerdem koordiniert sie die anschließenden Visitentermine und notwendigen Untersuchungen und dokumentiert, welche Medikamente die Studienteilnehmer bekommen. „Manchmal wissen wir selbst nicht, ob die Patienten ein echtes Medikament oder ein Placebo erhalten – das ist dann nur verschlüsselt in der Dokumentation hinterlegt“, erläutert die Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste. Sie organisiert für die Ärzte auch die Ausgabe der Medikamente, überwacht die richtigen Lagerungsbedingungen und vernichtet die Packungen zusammen mit der Klinikapotheke, wenn dies in der Studie so vorgesehen ist.

Bei ihrer Arbeit muss sie besonders sorgfältig und zuverlässig sein. Unerwünschte, vor allem lebensbedrohliche Ereignisse muss sie innerhalb von 24 Stunden dem Safety Desk melden. „Es geht dabei schließlich um die Gesundheit der Menschen“, erklärt sie und betont, dass die Fehlerfreiheit von Studien auch von anderen Stellen feinmaschig überprüft und überwacht wird.

Gute Planung und Hygiene

Die größte Herausforderung in ihrer Arbeit sieht sie derzeit darin, die vielbeschäftigten Ärzte zu erreichen, wenn es dringende Dinge zu besprechen gibt. Zudem muss sie sich regelmäßig mit anderen Dokumentaren abstimmen. „Teamfähigkeit ist bei unserer Arbeit sehr wichtig. Bei uns laufen nicht nur alle Fäden zusammen, teamintern müssen wir bei Vertretungen häufig auch die Tätigkeiten der Kollegen übernehmen. Manchmal habe ich sehr viel auf dem Tisch und muss deshalb gut koordinieren und organisieren können.“ Aber auch der Alltag im Knochenmarktransplantationszentrum birgt seine Hürden: Aus hygienischen Gründen ist es immer notwendig, sich vor dem Betreten der Station umzuziehen. „Aber zum Wohle der Patienten muss das sein – dafür arbeite ich ja in einem Krankenhaus.“

abi>> 31.12.2018