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Hautnah am Menschen

Frau führt eine Gesichtsbehandlung bei einer Kundin durch.
Gesichtsbehandlungen werden genau auf die Haut der Kunden abgestimmt.
Foto: Axel Jusseit

Fachwirtin für Ganzheitskosmetik und Wellness

Hautnah am Menschen

Lisa Schäfer (22) schätzt den Kontakt zu anderen Menschen. Als Fachwirtin für Ganzheitskosmetik und Wellness übernimmt sie in einem Bonner Kosmetik-Institut die kosmetische Haut- und Fußpflege ihrer Kunden und verschafft diesen ganz nebenbei auch Ruhe und Entspannung.

Eigentlich, so erzählt Lisa Schäfer, habe sie noch nie zu den Mädchen gehört, die sich gerne schminken: „Im Gegenteil: Mit Kosmetik und Make-up hatte ich eher wenig zu tun.“ Warum dann der berufliche Weg in die Kosmetikbranche? „Nach dem Erwerb der Hochschulreife und einer Ausbildung zur Bürokauffrau war ich auf der Suche nach einem Beruf mit mehr Kundenkontakt.“ Die Kosmetikbranche erschien ihr dafür geradezu ideal. Trotzdem ging sie mit einem etwas skeptischen Gefühl zum Tag der offenen Tür der Berufsfachschule für Kosmetologie in Bonn. „Dort wurde mir allerdings schnell klar, dass die Arbeit in der Kosmetikbranche weit über Schminken hinausgeht. Fachwissen in Bereichen wie Dermatologie, Anatomie oder Chemie gehören ebenso dazu wie das Erlernen von diversen Massagetechniken“, sagt die 22-Jährige.

Sie entschied sich für die Ausbildung zur Fachwirtin für Ganzheitskosmetik und Wellness und arbeitet heute in einem Bonner Kosmetikinstitut. Dieser von den Handwerkskammern geprüfte Berufsabschluss wird überwiegend in Vollzeit an staatlichen Berufsfachschulen angeboten.

Abwechslungsreiches Arbeiten

Ein Porträt-Foto von Lisa Schäfer

Lisa Schäfer

Foto: Privat

„Mir bereitet es viel Freude, meinen Kunden zu Entspannung und Wohlbefinden zu verhelfen“, berichtet Lisa Schäfer. „Die meisten Menschen sind durch Beruf und Alltag gestresst und freuen sich daher umso mehr auf eine Behandlung oder Massage bei ihrer Kosmetikerin. Das kann zum Beispiel auch bedeuten, dass sie während der Fußpflege einfach in Ruhe eine Tasse Kaffee genießen.“ Ihre Aufgaben reichen von der kosmetischen Gesichtsbehandlung über Haarentfernung und Massagen bis hin zu medizinischer Fußpflege oder Fruchtsäurebehandlungen.

Ein typischer Arbeitstag ließe sich am besten so beschreiben: „Hat sich ein Kunde zur medizinischen Fußpflege angemeldet, folgt zunächst ein ausgiebiges Fußbad; die Füße werden gereinigt und desinfiziert. Anschließend kürze und poliere ich die Nägel, entferne Nagel- und Hornhaut. Zusätzlich gehe ich auf individuelle Probleme ein, wie etwa eingewachsene Nägel, Nagelpilzbefall oder ein schmerzendes Hühnerauge“, erläutert Lisa Schäfer. Hat sie diesen Kunden versorgt und verabschiedet, begrüßt sie beispielsweise eine Kundin zur klassischen Gesichtsbehandlung. Nach einer detaillierten Vorbesprechung, in der sie Allergien oder Krankheiten abklärt, macht die Fachwirtin zunächst eine Hautanalyse und wählt passende Produkte für ihre Kundin aus. „Dann verwöhne ich sie mit einem Peeling, entferne Hautunreinheiten und färbe schließlich – falls gewünscht – Wimpern oder Augenbrauen. Eine Massage rundet die Behandlung ab.“

Viel von anderen lernen

Viele Fachwirte für Ganzheitskosmetik und Wellness arbeiten nach der Ausbildung selbstständig. Lisa Schäfer hat sich jedoch bewusst für eine Festanstellung entschieden: „Ich möchte erst einmal Erfahrungen sammeln. Gerade zu Beginn der Berufspraxis kann man noch viel von anderen lernen.“ Sie kann sich aber durchaus vorstellen, sich später zusätzlich weiterzubilden, zum Beispiel im Bereich Permanent Make-up oder in bestimmten Massagetechniken. Am wichtigsten ist ihr jedoch, dass ihre Arbeit abwechslungsreich bleibt und der persönliche Kontakt zu ihren Kunden und Kollegen harmonisch verläuft.

abi>> 14.12.2015