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Vom Krankenpfleger zur Pflegedienstleitung

Ein Mann misst den Blutdruck eines Patienten.
Wer misst wann den Blutdruck? Auch das haben Pflegedienstleiter im Blick.
Foto: Julien Fertl

Pflegedienstleiter bei der Diakonie

Vom Krankenpfleger zur Pflegedienstleitung

Sascha Höhnow (35) arbeitet als Leiter des Bereichs „Ambulante Pflege und Service“ bei der Stephanus gGmbH in Bad Freienwalde, einem Mitglied im Dachverband Diakonie Deutschland. abi», verrät er, wie er zu dieser verantwortungsvollen Position gekommen und warum sein Berufsalltag bei der evangelisch-diakonischen Einrichtung so abwechslungsreich ist.

Dass Sascha Höhnow einmal im Gesundheitswesen beruflich Fuß fassen würde, zeigte sich bereits kurz nach dem Abitur. Damals leistete der gebürtige Berliner seine Wehrpflicht beim Sanitätsdienst der Bundeswehr ab. „Während dieser Arbeit merkte ich, dass Menschen helfen mir sehr viel gibt. Es wurde eine Art Herzensangelegenheit, die ich auch beruflich ausleben wollte“, erinnert er sich.

Vielseitiges Aufgabenfeld mit großer Verantwortung

Ein Porträt-Foto von Sascha Höhnow

Sascha Höhnow

Foto: privat

Inzwischen ist er seit fast zwei Jahren der Leiter von „Stephanus Mobil“, einer ambulanten Pflegeeinrichtung in Bad Freienwalde. Die Stephanus-Stiftung ist ein diakonisches Dienstleistungsunternehmen mit mehr als 90 Einrichtungen in Berlin und Brandenburg. Doch warum gerade dieser Bereich? „Im Vergleich zur stationären Pflege agiert die ambulante Pflegedienstleitung autarker. Hierarchisch habe ich keinen Vorgesetzten, sondern bin allein für meine Einrichtung und mein Team zuständig. Es besteht aus 20 Mitarbeitern, die knapp über 90 Kunden betreuen“, erklärt Sascha Höhnow.

Zu den Aufgaben der Pflegedienstleitung gehören zahlreiche organisatorische und verwaltende Aufgaben: Von der Personalführung und Diensteinteilung über die Kostenkontrolle und Überprüfung der Einhaltung von Standards bis zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität sowie Kundenakquise und Beschwerdemanagement. 70 Prozent seiner Arbeitszeit verbringt Sascha Höhnow im Büro, die restliche Zeit ist für Pflegevisiten bei Patienten oder Erstgespräche reserviert. „Die Mischung aus Verantwortung, vielen verschiedenen Aufgaben und die Abwechslung von Schreibtisch und dem Kundenkontakt vor Ort zeichnen meinen Job aus.“

Studium im Bereich Gesundheits- und Pflegemanagement

Angefangen hatte die berufliche Laufbahn des 35-jährigen aber noch in einem anderen Bereich. Einer Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger an der Charité Berlin folgten sieben Jahre als Pfleger auf der dortigen Intensivstation. Ein Job, der ihm Spaß bereitete, aber auch sehr kräftezehrend und belastend sein konnte. Sascha Höhnow begann umzudenken: „Eine ganz andere Richtung einzuschlagen kam für mich nicht infrage. Daher entschied ich mich dazu, meinen Job auf Teilzeit zu reduzieren, um parallel Gesundheits- und Pflegemanagement an der Alice Salomon Hochschule in Berlin zu studieren.“ Drei Jahre lang pendelte der Student zwischen Intensivstation und Schulbank hin und her, um durch den Bachelor einen Zugang in andere Tätigkeitsfelder im Bereich Pflege zu haben.

Im Rahmen der Abschlussarbeit seines anschließenden Masterstudiums kam Sascha Höhnow dann schließlich mit seinem heutigen Arbeitgeber in Kontakt und schaffte wenig später als Trainee den Einstieg ins Unternehmen. „Hier hatte ich die Möglichkeit, die fehlenden praktischen Erfahrungen in der Alten- und Behindertenpflege nachzuholen und zu intensivieren“, blickt der ehemalige Krankenpfleger auf die letzte Station seiner Ausbildung zurück.

abi>> 30.01.2019