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Aufmerksam in Gespräch und Rezeptur

Medikamente
Ein Beruf mit Verantwortung: Die fachkundige Beratung von Kunden gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Pharmazeutisch-technischen Assistenten. Unter anderem müssens sie über die richtige Einnahme und eventuelle Wechselwirkungen von Medikamenten aufklären.
Foto: Martin Rehm

Pharmazeutisch-technische Assistentin

Aufmerksam in Gespräch und Rezeptur

Als Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA) hat Nina Schackmann in einer öffentlichen Apotheke vielfältige Aufgaben und ist Ansprechpartnerin für pharmazeutische und medizinische Fragen ihrer Kundinnen und Kunden. Dabei ist es der 28-Jährigen wichtig, immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

„Ich mag die Vielfältigkeit, man hat jeden Tag andere Aufgaben“, freut sich Nina Schackmann über ihre Tätigkeit als PTA. Sie ist in der „Apotheke im Globus“ in Saarlouis im Saarland angestellt. Zu ihren täglichen Aufgaben gehört die Beratung der Kunden einschließlich des Verkaufs von Medikamenten, Medizinprodukten und Kosmetik. „Ich stelle auch Rezepturen, wie beispielsweise Salben, Cremes, Lösungen und Kapseln her. Fertig-Arzneimittel müssen geprüft werden und auch die Stoffe, die wir für die Rezepturen brauchen.“ Außerdem ist sie zuständig für den Warenbestand der sogenannten Freiwahl: „Das ist all das, wonach die Kunden greifen und sich holen können“, erklärt sie.

Gerade im Bereich der öffentlichen Apotheken muss sie immer einen guten Kontakt zu den Kunden pflegen. „Man muss gut mit Menschen umgehen können, aber mit der Zeit kommt das“, erzählt Nina Schackmann von ihren Erfahrungen.

Lebenslanges Lernen wichtig

Ein Porträt-Foto von Nina Schackmann

Nina Schackmann

Foto: privat

Bei der Herstellung von Rezepturen muss Nina Schackmann sehr konzentriert arbeiten. Auch stetiges Weiterbilden gehört für sie dazu: „Es gibt ständig so viel Neues, seien es Arzneimittel oder auch Kosmetik. Das muss man sich erst einmal in Ruhe anschauen und sich gegebenenfalls einlesen. Wir haben deshalb auch viele Schulungen bei uns in der Apotheke.“ Das kommt der jungen PTA sehr entgegen: „Ich habe den Anspruch an mich, immer up-to-date zu sein, lebenslanges Lernen ist mir sehr wichtig!“

Schon während ihrer Schulzeit hatte Nina Schackmann Interesse an Naturwissenschaften. Um sich einen Überblick über berufliche Möglichkeiten in dem Bereich zu verschaffen, besuchte sie Informationsabende der Bundesagentur für Arbeit. Unter anderem stellte sich dort die gemeinsame Schule für medizinisch-technische Assistenten (MTA) und PTA vor. Ihr Interesse war geweckt. Ein Praktikum in einer Apotheke überzeugte sie schließlich von der Ausbildung.

Viele weitere Einsatzbereiche möglich

Auch nach der Ausbildung hat Nina Schackmann zahlreiche Weiterbildungen besucht, beispielsweise zur zertifizierten Kundenberaterin für pflanzliche Arzneitherapie. Außerdem ist sie Ansprechpartnerin für Diabetikerinnen und Diabetiker. Letztes Jahr hat sie ein berufsbegleitendes Weiterbildungsstudium der Pharmazieökonomie an der Fachhochschule Schmalkalden absolviert. „Das verbindet betriebswirtschaftliche Aspekte mit den ganz speziellen Anforderungen des Apothekenalltags.“

Sie findet, dass dieser Beruf so viel mehr Möglichkeiten bietet, als allgemein bekannt ist. Man könne auch in Krankenhausapotheken, Gesundheitsämtern und der Industrie arbeiten oder in die Forschung gehen, als Journalist für Fachmagazine schreiben oder als Referent selbst Schulungen geben. „Je nachdem, wie engagiert man eben ist und wo die eigenen Schwerpunkte und Interessen liegen.“

abi>> 24.08.2017