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Im Kontakt mit Mensch und Naturwissenschaft

Eine Kundin wird in der Apotheke am Schalter bedient.
Nah am Kunden: In der Apotheke haben Pharmazeutisch-technische Assistenten viel mit Menschen zu tun.
Foto: Martin Rehm

Pharmazeutisch-technischer Assistent – Hintergrund

Im Kontakt mit Mensch und Naturwissenschaft

Wer den Kontakt mit Menschen liebt und sich für Naturwissenschaften interessiert, ist im Beruf des Pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) bestens aufgehoben. Welche Möglichkeiten eine Ausbildung zum PTA bietet, berichtet Bettina Schwarz, Geschäftsführerin des Bundesverbandes der pharmazeutisch-technischen Assistenten BVPTA e.V.

„Vor allem kommunikativ sollte man sein und die Bereitschaft haben, sich ständig fortzubilden“, sieht Bettina Schwarz als wesentliche Fähigkeiten, die man für diesen Gesundheitsberuf mitbringen sollte. Wer PTA werden will, muss außerdem mindestens einen Realschul- oder gleichwertigen Abschluss vorweisen. Die Ausbildung dauert zweieinhalb Jahre. Im Gegensatz zu vielen anderen Berufen verläuft die Ausbildung nicht dual: Die ersten beiden Jahre erfolgen an einer der etwa 85 PTA-Schulen oder privaten Einrichtungen, wie der BVPTA informiert. An staatlichen Berufsfachschulen ist die Ausbildung in der Regel schulgeldfrei, an privaten Einrichtungen kostet sie monatlich zwischen 300 und 500 Euro.

Arzneimittel- und Drogenkunde (Laborarbeit, Rezepturen), Botanik, Chemie, Diätetik oder Körperpflegekunde heißen die Fächer im theoretischen und praktischen Unterricht. In dieser Zeit sind auch vier Wochen Praktikum in einer Apotheke vorgesehen. Nach den zwei Jahren folgen schriftliche, mündliche und praktische Prüfungen. Die letzten sechs Monate der Ausbildung sammeln die Auszubildenden Praxiserfahrung in einer öffentlichen oder einer Krankenhaus-Apotheke. In dieser Zeit bekommen sie auch ein Gehalt. „Die im Juni 2017 neu geregelte tarifliche Ausbildungsvergütung ist auf 687 Euro angehoben worden“, berichtet Bettina Schwarz. Mit der letzten mündlichen Prüfung, dem staatlichen Examen, wird die Ausbildung abgeschlossen.

„Ein abwechslungsreicher Beruf“

Ein Porträt-Foto von Bettina Schwarz

Bettina Schwarz

Foto: privat

Doch das Lernen hört nicht auf: „Es gibt ständig neue Erkenntnisse über Arzneimittel – da muss man auf dem Laufenden sein“, betont Bettina Schwarz. Durch den intensiven Kundenkontakt benötigen PTA viele Kenntnisse und kommunikative Fähigkeiten für Beratung und Verkauf. Auch im Labor sollte man gerne arbeiten, wenn Patienten beispielsweise mit einem Rezept der Augenärztin für eine besondere Salbe kämen. Immer wieder müssten individuelle Arzneimittel hergestellt werden. Kenntnisse in Naturheilkunde oder Homöopathie seien ebenfalls nötig. Da es um die Gesundheit von Menschen geht, sind auch Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt unabdingbar.

Die meisten PTA arbeiten in öffentlichen Apotheken. Aber je nach individuellen Fähigkeiten und Interessen sind sie zusätzlich in Kliniken, in der Gesundheitsverwaltung, als Lehr-PTA an Schulen oder selbstständige Referenten im Bereich Pharmazie gefragt. Möglich sei auch eine Fortbildung als Industriemeister der Fachrichtung Pharmazie oder ein Pharmazie-Studium. Bettina Schwarz ist sich sicher: „PTA werden auch in Zukunft gesucht und der Beruf ist sehr abwechslungsreich.“

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Suchwort: Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in)
www.berufenet.arbeitsagentur.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

KURSNET

Portal für Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du insbesondere nach schulischen Berufsausbildungen suchen. (Suchwort: Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in)
www.kursnet.arbeitsagentur.de

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Die Berufsbildung der Facharbeiter, Fachangestellten, Gesellen und Meister steht im Mittelpunkt der Forschungs- und Dienstleistungsarbeit des BIBB.
www.bibb.de

Bundesverband PTA

Berufsverband und Interessenvertretung für PTA
www.bvpta.de

abi>> 24.08.2017