Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Den Menschen im Blick

Eine Physiotherapeutin betreut eine Patientin beim Training am Gerät.
Medizinische Fitness stärkt den Körper und kann so Schmerzen oder Beschwerden vorbeugen.
Foto: Axel Jusseit

Physiotherapeutin

Den Menschen im Blick

Als Physiotherapeutin wird es Hannah Krappmann nicht langweilig: Jeden Tag trifft sie auf neue Menschen und Krankheitsbilder, für die sie stets ganz individuelle Therapiepläne erstellt. Neben diesen speziellen Einzelbehandlungen bietet die 23-Jährige auch Gruppentrainings im Bereich Medizinische Fitness an.

Seit Februar 2017 arbeitet Hannah Krappmann als festangestellte Physiotherapeutin im Gesundheitszentrum PhysioMed Hecker in Wiesloch. Jeder Arbeitstag bringt neue Herausforderungen mit sich, auf die sie sich immer wieder einstellen muss: „Neue Patienten, neue Krankheitsbilder, neue Therapieideen – aber genau das macht meinen Beruf so interessant“, beschreibt Hannah Krappmann. „Mein Alltag besteht vorwiegend aus Einzelbehandlungen, die über die Krankenkassen abgerechnet werden. In diesem Fall kommen zum Beispiel Patienten mit Rückenschmerzen direkt vom Arzt oder nach einer Operation zu mir. Mit diesen Menschen erstelle ich dann einen individuellen Therapieplan und gebe ihnen auch Übungen für zu Hause mit.“

In ihrem Beruf, ergänzt die Physiotherapeutin, solle man auch Spaß am „Detektivspiel“ haben: Schließlich muss sie herausfinden, woher der Schmerz kommt und warum er da ist. „Und man sollte Spaß daran haben, immer wieder neue Behandlungsmethoden auszuprobieren.“ Ein weiterer wichtiger Punkt sei Stressresistenz: „Mein Berufsalltag ist relativ streng getaktet, da zwischen den Behandlungen kaum Pausen liegen“, erklärt sie.

Verschiedene Patienten, unterschiedliche Behandlungsmethoden

Ein Porträt-Foto von Hannah Krappmann

Hannah Krappmann

Foto: Lena Heiler

Oftmals arbeitet Hannah Krappmann mit Menschen, deren Schmerzen oder Beschwerden sich zwar stabilisiert haben, die aber bestimmte Körperbereiche präventiv stärken sollten. Für diese Patienten bietet die 23-Jährige Krankengymnastik an Übungsgeräten an. „Hier trainiere ich mit einer Gruppe von maximal drei Patienten. Jeder absolviert ein spezielles Programm, das vorher von mir erstellt wurde.“ Darüber hinaus bietet ihr Arbeitgeber auch Medizinische Fitness an: „Das kann man sich wie ein Fitnessstudio vorstellen, in dem die Patienten ihr Training außerhalb der Physiotherapie machen können“, erklärt sie.

Die Arbeit mit und für ihre Patienten bereichert Hannah Krappmann sehr. Zu ihren schönsten Erfahrungen gehört der Fall einer Patientin, die mit akutem Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule zu ihr kam: „Die Frau klagte über starke Schmerzen und konnte nachts nicht mehr schlafen. Anstelle einer empfohlenen Operation wollte sie es zuerst mit Physiotherapie versuchen. Dank einer konsequenten Therapie war sie nach vier Wochen komplett schmerzfrei.“

Dass sie mit ihrer Arbeit anderen Menschen helfen kann und so wieder etwas mehr Freude in deren Alltag bringt, macht die junge Physiotherapeutin glücklich. Dafür braucht Hannah Krappmann auch die besondere Fähigkeit, andere Menschen motivieren zu können: „Nur wenn die Patienten konsequent trainieren und ihre Übungen selbstständig ausführen, kann sich ihr Zustand langfristig verbessern.“

Von Weiterbildungen profitieren

Die Physiotherapie lernte Hannah Krappmann bereits während ihrer Schulzeit kennen. Damals trainierte sie in einem Handballverein und war des Öfteren selbst in Behandlung. „In dieser Zeit festigte sich mein Wunsch, später einmal selbst als Physiotherapeutin zu arbeiten und so anderen Menschen zu helfen.“ Nach dem Abitur und einem längeren Aufenthalt in Australien entschied sie sich für eine dreijährige Ausbildung am Universitätsklinikum in Mannheim.

Mit ihrem Abschluss in der Tasche, absolvierte sie außerdem eine einmonatige Fortbildung im Bereich Lymphdrainage. Seit knapp einem Jahr lässt sie sich nun zur Manualtherapeutin ausbilden. Die Weiterbildung dauert insgesamt zwei Jahre und findet berufsbegleitend, vor allem am Wochenende, statt. „Die Theorie und Praxis der Grundausbildung wird dabei noch einmal deutlich vertieft. Außerdem profitiere ich sofort nach jedem Unterrichtsmodul von der Weiterbildung und kann meine Patienten noch besser behandeln.“

abi>> 22.11.2017