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Gemeinsam eine Lösung finden

Frau bespricht sich mit Mann am Tisch.
Als Karrierecoach sollte man kommunikationsstark sein, Freude am Umgang mit Menschen haben und analytisch denken können.
Foto: Sonja Brüggemann

Resilienz-Beraterin

Gemeinsam eine Lösung finden

Wenn Führungskräfte an kniffligen Fragen zu scheitern drohen oder die eigene Karriere ins Stocken gerät, dann kann Simone Gölz helfen. Die 35-Jährige ist als Coach und Karriereberaterin in Hamburg tätig.

Simone Gölz arbeitet bei der Personal- und Unternehmensberatung 2coach in Hamburg. Ihre Haupttätigkeit ist das „Fragen und Zuhören“, also das Gespräch. Manche Coachings finden als Einzelberatung statt, andere in der Gruppe. Letzteres ist vor allem dann der Fall, wenn es um Team-, Personal- und Führungskräfteentwicklung geht. Die 35-Jährige betreut etwa Abteilungen, die zusammengelegt werden: Wenn die Rangordnung neu festgelegt werden muss, kommt es oftmals zu Auseinandersetzungen zwischen Kollegen. Ihr Fachwissen ist auch dann gefragt, wenn jemand aus einem Team zum Vorgesetzten aufsteigt. Dann nimmt Simone Gölz die Verhaltensweisen in der Abteilung unter die Lupe und unterstützt alle Beteiligten dabei, sich mit der neuen Situation zu arrangieren. „Und wenn es zum Beispiel um Karriereberatung geht, nehme ich auch den aktuellen Jobmarkt unter die Lupe und schaue, welche Stellen oder neue Studiengänge es gibt“, ergänzt sie.

Simone Gölz bespricht mit den Klienten deren Anliegen, um anschließend gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten, die optimal auf deren Bedürfnisse abgestimmt ist. „Ein Coach gibt keine Lösungen vor. Daher ist es eine Herausforderung und zugleich Selbstverständlichkeit in meinem Job, mich immer wieder zurückzunehmen, selbst wenn ich bereits eine Lösung für den Klienten im Kopf habe. Die Wertschätzung eines jeden Kunden und Offenheit sind das A und O.“

Interesse an der Beratung

Ein Porträt-Foto von Simone Gölz

Simone Gölz

Foto: Privat

Simone Gölz absolvierte zunächst ein Bachelorstudium in Journalismus, Pädagogik und Kulturwissenschaften in Karlsruhe und anschließend ein Diplomstudium der Pädagogik und Psychologie in Hamburg. Dabei kristallisierte sich ihr Interesse an der Beratung heraus. „Insbesondere das Studium in Hamburg ermöglichte es mir, durch praxisnahe Seminare – etwa im Bereich kollegiale Beratung oder Supervision – Beraterluft zu schnuppern“, erzählt sie. „Restlos überzeugt war ich, als ich nach dem Studium ein Praktikum in einer Personal- und Unternehmensberatung absolvierte und reale Beratungssituationen erleben konnte.“ Bei diesem Unternehmen stieg sie nach ihrem Studienabschluss als Beraterin ein.

Durch Weiterbildung zum Traumberuf

Doch gleich als Coach durchstarten konnte Simone Gölz nicht, dafür war eine Spezialisierung nötig. Um ihr Wissen zu vertiefen, absolvierte sie mehrere berufsbegleitende Fortbildungen, unter anderem eine Coaching- und Trainerausbildung sowie eine Schulung im Bereich Outplacement, also in der Beratung ausscheidender Mitarbeiter. Zuletzt besuchte sie eine Weiterbildung in systemischer Beratung und Therapie am Institut für systemische Studien e. V. in Hamburg.

In den Weiterbildungen beschäftigte sich Simone Gölz unter anderem mit dem sicheren, professionellen Umgang mit Beratungsklienten, mit verschiedenen Werkzeugen und Methoden wie Potenzialanalyse oder Persönlichkeitstestverfahren sowie mit Frage- und Konfrontationstechniken.

Viele Möglichkeiten der Spezialisierung

Die Freude an der Arbeit mit Menschen, Kommunikationsstärke, Diskretion sowie die Fähigkeit zum analytischen Denken gehören für Simone Gölz zu den Grundvoraussetzungen in ihrem Job. „Ich rate Interessierten, schon während des Studiums über entsprechende Praktika in den Berateralltag einzutauchen. Was in der Theorie spannend klingt, kann sich in praktischen Beratungssituationen für den einen oder anderen doch als unpassend herausstellen.“ Da es auf dem Aus- und Weiterbildungsmarkt sehr viele Möglichkeiten der Spezialisierung gibt, lasse sich so auch der individuell passende Schwerpunkt frühzeitig herausfinden. „Mit meiner Spezialisierung auf Veränderungs- und Berufsfindungsprozesse bin ich sehr glücklich. Ich kann mir aber gut vorstellen, mich in Zukunft weiter fortzubilden, um noch tiefer etwa in die Bereiche Transaktionsanalyse oder Burn-out-Beratung einzusteigen.“

abi>> 29.06.2016