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Immer ein offenes Ohr

Eine junge Frau steht mit einem Fußball in der Hand im Tor
Sportpädagogen unterstützen den Nachwuchs in den Sportleistungszentren dabei, sich einzugewöhnen, und organisieren Kurse.
Foto: Martin Rehm

Sportpädagogin beim 1. FC Nürnberg

Immer ein offenes Ohr

Sportpädagogin Magda Bacik (29) betreut die Nachwuchsspieler des 1. FC Nürnberg und begleitet sie auf ihrem Weg zur Profifußballerkarriere. Dabei geht es vor allem um die Unterstützung der Kinder und Jugendlichen im Alltag, der vollgepackt ist mit Training und Schule.

Sie arbeitet mit den Profis von morgen: Magda Bacik ist für die Betreuung der Nachwuchsspieler beim 1. FC Nürnberg verantwortlich. Als pädagogische Leiterin des Nachwuchsleistungszentrums hat sie immer ein offenes Ohr für die 10- bis 19-Jährigen. „Ich bin ihre Ansprechperson, wenn es um Angelegenheiten in der Schule, im Training oder mit Eltern geht. Viele unserer Internatsschüler ziehen aus anderen Städten hier her. Ich helfe ihnen dabei, sich einzugewöhnen und unterstütze sie im Alltag.“ Dabei steht die 29-Jährige in ständigem Austausch mit der Heimleitung, den Lehrern, Trainern und dem Sportpsychologen des Vereins.

„Ich habe zwar meine festen Sprechzeiten im Büro, trotzdem ist jeder Tag anders. Unter der Woche bin ich regelmäßig in beiden Internaten vor Ort; wenn die Heimleiterin im Urlaub ist, übernachte ich auch mal in der Club Akademie.“ Daneben organisiert sie Präventionskurse, zum Beispiel zum Thema Anti-Doping oder Spielsucht und Spielmanipulation.

Unterstützung und Motivation

Ein Porträt-Foto von Magda Bacik

Magda Bacik

Foto: Privat

Über ihre Arbeit mit den Nachwuchsspielern sagt sie: „Ich möchte den Jugendlichen nichts abnehmen, aber ihnen den Alltag erleichtern.“ Denn dieser ist viel durchgeplanter, als der vieler Gleichaltriger: Die erste Trainingseinheit findet meist morgens vor der Schule statt, nachmittags nach Schulschluss geht es weiter, danach müssen die Hausaufgaben erledigt werden. Da ist es gar nicht so einfach, Motivation und Disziplin permanent aufrechtzuerhalten. „Als Sportpädagogin muss ich Verständnis dafür haben, was Sportler alles leisten müssen und auf jeden individuell eingehen können.“

Ursprünglich hatte sie sich beim Club, der derzeit in der 2. Bundesliga spielt, auf eine Stelle in der Fanbetreuung beworben. Da das Nachwuchszentrum gerade umstrukturiert wurde, bot man ihr jedoch die Stelle als Sportpädagogin an. Überzeugen konnte sie unter anderem mit ihrer Diplomarbeit, in der sie untersucht hat, wie die Eltern von jugendlichen Vereins- und Leistungssportlern ihre Kinder unterstützen. Studiert hat sie in Österreich, wo sie den Bachelorstudiengang „Gesundheits- und Leistungssport“ mit einem Diplomstudiengang in Pädagogik kombinierte.

Sportbegeisterung gehört dazu

Anschließend kehrte sie zurück in ihre Heimatstadt Nürnberg. „Wenn man aus Nürnberg kommt und Sport studiert hat, gibt es, glaube ich, nichts Besseres, als beim 1. FC Nürnberg zu arbeiten“, sagt sie. „Am meisten freue ich mich, wenn die Jungs ausgeglichen, zufrieden, motiviert und gestärkt in ein Spiel gehen – und dann auch noch gewinnen.“ Sie selbst ist in ihrer Freizeit am liebsten mit dem Fahrrad oder auf Skiern unterwegs, außerdem schwimmt sie gerne. Sportbegeisterung gehört zu ihrem Job dazu und erleichtert vieles. Genau wie ihr Alter: „Es ist von Vorteil, dass ich nicht so viel älter bin als die Jugendlichen, die ich betreue. Sie sehen mich eher als eine Art große Schwester, die ihnen Ratschläge gibt. Dabei darf der Respekt natürlich nicht zu kurz kommen.“ Was ihre berufliche Zukunft angeht, fühlt sich Magda Bacik in ihrer heutigen Position sehr wohl und kann sich gut vorstellen, weiter in diesem Bereich tätig zu sein. Nur einen Wunsch hat sie: „Als pädagogische Leiterin mit dem Club wieder in die 1. Bundesliga aufzusteigen.“

abi>> 24.11.2015