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Arbeiten in einem europäischen Team

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Arne Malcharowitz arbeitet als Trainee bei der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) und ist für Flugverkehrskontrollen zuständig.
Foto: Martina Striegl

Ingenieur Verkehrswesen

Arbeiten in einem europäischen Team

Als Trainee bei der Europäischen Agentur für Flugsicherheit in Köln arbeitet Arne Malcharowitz (29) mit Kollegen aus vielen verschiedenen Ländern zusammen. Der Ingenieur für Verkehrswesen möchte danach gerne an der Zulassung von neuen Fluggeräten mitwirken.

Welchen Einfluss hat Technologie auf unsere Gesellschaft? Wie verändert sie die Art, wie wir leben und arbeiten? Wie kann technischer Fortschritt gestaltet werden, um möglichst vielen Menschen von Nutzen zu sein und möglichst wenigen Menschen zu schaden? Mit solchen Fragestellungen in Bezug auf die Luftfahrt beschäftigt sich die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) in Köln. „Die Vorstellung, daran mitzuwirken, dass die heutige und auch die zukünftige Luftfahrt in Europa sicher bleibt, hat mich sehr gereizt“, erzählt Arne Malcharowitz, der bei der EASA ein Traineeprogramm und damit verschiedene Abteilungen durchläuft.

Zur Verbesserung der Flugsicherheit beitragen

Ein Porträt-Foto von Arne Malcharowitz.

Arne Malcharowitz

Foto: privat

„Eine meiner ersten Aufgaben war die Aufarbeitung eines Flugunfalls“, berichtet der 29-Jährige. „Ich habe gemeinsam mit dem Hersteller die Frage untersucht, welche technischen Maßnahmen zu einer Verbesserung der Flugsicherheit beitragen können, um solch einen Unfall in Zukunft zu verhindern.“ Im weiteren Verlauf des Traineeprogramms organisierte Arne Malcharowitz Expertentreffen und Workshops und bereitete sie nach. Er las und beurteilte technische Berichte, verfasste Zwischenberichte, koordinierte die Abteilungen und behielt dabei immer die Projektdeadlines im Auge.

„Aktuell arbeite ich in einer Abteilung, die sich mit der Aufsicht von Unternehmen der Flugverkehrskontrolle und des Flugverkehrsmanagement beschäftigt“, erklärt der Ingenieur. In regelmäßigen Prüfungen wird sichergestellt, dass sich die Betriebe an die EU-Vorschriften halten und den Flugzeugen in der Luft einen sicheren Service anbieten. „Ich unterstütze die Vor- und Nachbereitung dieser Prüfungen“, sagt Arne Malcharowitz.

Kollegen aus acht verschiedenen europäischen Ländern

Der 29-Jährige ist einer von insgesamt elf Teilnehmern des auf zwei Jahre ausgelegten Junior Qualification Programms (JQP), einem Traineeprogramms der EASA für Hochschulabsolventen. Die Teilnehmer kommen aus neun europäischen Ländern und haben zunächst Arbeitsverträge, die auf fünf Jahre befristet sind. Sie erhalten Mentoren, spezielle Trainings und werden in verschiedenen Projekten eingesetzt. Arne Malcharowitz hat bereits das erste Jahr des JQP absolviert. Nach dem zweiten wird er einer Abteilung fest zugeteilt. „Perspektivisch würde ich gerne in der Zulassung von neuartigen Fluggeräten involviert sein“, sagt Arne Malcharowitzs. „Momentane Entwicklungen wie Multicopter, Solarluftschiffe oder Flugzeuge mit elektrischem Antrieb stellen uns vor große technische und operationelle Herausforderungen. Diesen Herausforderungen würde ich mich mit Freude stellen.“

Für seine tägliche Arbeit braucht der 29-Jährige viel technisches Wissen, aber auch Kenntnisse der europäischen Zulassungsrichtlinien und der Bauvorschriften für Fluggeräte. Koordinations- und Kommunikationsfähigkeiten spielen ebenso eine wichtige Rolle. Die Grundlagen für seine Tätigkeit erwarb Arne Malcharowitz in seinem Bachelorstudium des Verkehrswesens an der Technischen Universität Berlin und im anschließenden Master in Luft- und Raumfahrttechnik.

abi>> 09.04.2018