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Layout für die Platine

Detailaufnahme von einer Platine eines Fernsehers.
Elektroingenieure arbeiten unter anderem an Schaltplänen, die als Basis für den Bau einer Platine dienen.
Foto: Nancy Heusel

Elektroingenieur

Layout für die Platine

Elektroingenieur Alessandro Schirmer (27) beschäftigt sich beim Allgäuer Elektronikunternehmen Tecnotron in Weißensberg unter anderem mit dem Design von Leiterplatten. Die Kunden der Firma kommen unter anderem aus der Luftfahrtindustrie.

„An dem mittelständischen Unternehmen gefällt mir, dass die Aufgaben sehr vielfältig sind“, sagt der 27-Jährige. Tecnotron entwickelt, layoutet und fertigt für Kunden aus der Medizintechnik, der Luftfahrt und der Industrie elektronische Baugruppen, Geräte und Systeme. Alessandro Schirmers erstes Projekt war ein Handheld, also ein tragbares, elektronisches Gerät, das man für die Flugzeugdiagnose nutzen kann, um zum Beispiel Flugdaten aus dem Datenschreiber zu analysieren. „Wir haben vom Kunden die Anforderungen für dieses Gerät bekommen und uns überlegt, wie ein Schaltplan dafür aussehen kann. Anschließend wurde dieser mit einem CAD-Programm für rechnergestütztes Konstruieren gelayoutet. Es wurde also festgelegt, wie die Bauteile einer Platine miteinander verbunden werden“, erklärt der Ingenieur.

Die Kollegen aus der Fertigung bestückten anschließend die Platine mit den Bauteilen, die der Hardware-Entwickler dann umfassend testete. „Zunächst führte ich die Inbetriebnahme der Platine in unserem eigenen Labor durch. Anschließend ging ich damit in externe Labore, die die speziellen Anforderungen für Luftfahrtprodukte testen.“ So prüfte Alessandro Schirmer zum Beispiel, ob die Strahlungen auf dem Flugfeld keinen Schaden am Gerät verursachen und ob es Vibrationen, Druck und extreme Temperaturen aushält. „In der Luftfahrtindustrie gibt es sehr viele Normen, die eingehalten werden müssen“, betont der Elektroingenieur. Stellt er bei den Tests Fehler fest, optimiert er das Produkt, bis es die Normen und Anforderungen erfüllt. Zur praktischen Arbeit im Labor kommen die vielen Dokumentationen, die Alessandro Schirmer erstellen muss, damit jeder seiner Arbeitsschritte nachvollziehbar ist.

Mathe, Englisch und Verständnis für Technik

Ein Porträt-Foto von Alessandro Schirmer

Alessandro Schirmer

Foto: Vanessa Bigell

Weitere Projekte, bei denen Alessandro Schirmer bislang mitgewirkt hat, sind etwa ein Netzteil für die Steuerung von LED-Lampen oder eine Kontrolleinheit, mit dem das Kabinenpersonal die Displays in den Flugzeugsitzen zentral steuern kann. „Jeder Auftrag, den wir bekommen, ist anders. Das macht meine Arbeit so abwechslungsreich“, sagt der Hardware-Entwickler, der für seinen Beruf neben elektrotechnischen Fachkenntnissen auch ein allgemeines Verständnis für verschiedene Technologien für wichtig hält. „Wenn ich etwas für ein Flugzeug entwickle, sollte ich verstehen, wie ein Flugzeug grundsätzlich funktioniert“, findet er. Da die Dokumentationen in Englisch verfasst werden, muss er außerdem in technischem Englisch fit sein. Außerdem kommt ein Elektroingenieur um Mathekenntnisse nicht herum – nicht nur im Studium, sondern auch bei der täglichen Arbeit.

Seinen Bachelor hat Alessandro Schirmer im Fach Elektrotechnik an der Fachhochschule Kempten absolviert. Ob er später noch ein Masterstudium anschließt, hat er noch nicht entschieden. „Eigentlich möchte ich mich aber gar nicht allzu stark spezialisieren. Ich liebe eher die Vielfalt und möchte künftig mehr Verantwortung und größere Projekte übernehmen.“ Und wer weiß: Vielleicht führt ihn sein nächstes Projekt zum Beispiel in die Medizintechnik, wo wieder ganz andere Anforderungen gestellt werden.

abi>> 15.11.2016

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