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Das Innere von Geräten erforschen

Fluggeräte im Cockpit
Technische Geräte werden immer komplexer. Elektroniker müssen sich daher ständig auf den neuesten Stand bringen.
Foto: Uhrmeyer

Elektroniker für Geräte und Systeme

Das Innere von Geräten erforschen

Flugdatenschreiber, Sprachrekorder und Klimasysteme: Als Elektroniker für Geräte und Systeme hält Sascha Kujer bei der Lufthansa Technik AG Instrumente für Flugzeuge instand. Da die Geräte ständig komplexer werden, muss der 28-Jährige oft lange tüfteln, bis er die Fehlerquelle findet.

Das Lufthansa-Tochterunternehmen wartet die Geräte verschiedener Fluggesellschaften und hält sie instand. In der Werkstatt landen zum Beispiel Flugdatenschreiber, Sprachrekorder, Autopilot-Eingabegeräte und Klimaanlagensteuerungen. Die Aufgabe von Sascha Kujer ist es, die Flugzeugkomponenten zu warten, zu pflegen, zu modernisieren, zu reparieren und zu testen. Die älteren Geräte muss er dabei häufig an die aktuellen technischen Standards anpassen. Besonders komplex wird die Fehlersuche, wenn bei einem neueren Gerät ein Defekt auftritt. „Ich muss dann versuchen, den Fehler einzukreisen. Dafür schreiben meine Kollegen und ich sogar Programme, mit denen wir das Problem aufspüren. Die gesamte Werkstattcrew teilt ihr Wissen untereinander. So sind immer alle auf dem neuesten Stand“, erzählt der Elektroniker.

Fehler finden und beheben

Ein Porträt-Foto von Sascha Kujer

Sascha Kujer

Foto: privat

Sascha Kujer absolvierte bereits seine Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme in den Werkstätten der Lufthansa Technik AG. „Nach meinem Abitur im Jahr 2008 wollte ich etwas Praktisches machen“, erinnert er sich. „In meiner Freizeit habe ich schon immer gerne an Computern gebastelt. Dabei interessierte mich jedoch das Innenleben mehr als die Programmierung.“ Bei der Ausbildungsstellenbörse der Hamburger Handwerkskammer fand er ein Angebot, das ihn ansprach: Das Innere von Geräten erforschen, Fehler finden und beheben – all das stand in der Ausbildungsbeschreibung der Lufthansa Technik AG.

„Einen Teil der Ausbildung absolvierte ich in der Werkstatt für Navigation und Kommunikation, den anderen Teil in der Werkstatt für Übertragungseinheiten und Steuergeräte“, erklärt er. In dieser Abteilung ist er nun als ausgelernter Elektroniker tätig.

Höchste Sicherheitsansprüche

Sascha Kujer schätzt die Abwechslung an seiner Arbeit, ist sich aber auch bewusst, dass er und seine Kollegen eine hohe Verantwortung tragen. „Mir gefällt es, dass ich etwas Greifbares bewirken kann“, fügt er hinzu. Denn alles, was mit Fliegen zu tun hat, muss höchsten Sicherheitsansprüchen genügen. „Wenn wir ein Gerät freigeben, haften wir persönlich, falls etwas schiefgeht“, sagt der Elektroniker. Um die Geräte nach der Prüfung freigeben zu dürfen, hat Sascha Kujer eine interne Schulung absolviert. Außerdem erwarb er nach einer dreijährigen Weiterbildung den Abschluss zum staatlich geprüften Techniker.

Demnächst möchte er sich auf eine entsprechende Position in der Firma bewerben. Dann wäre er als Spezialist für ein bestimmtes Fachgebiet zentraler Ansprechpartner für die Kollegen. „Ich weiß natürlich, dass mein bisheriger Weg auch eine gute Basis für ein Elektrotechnik-Studium wäre. Doch momentan ist das für mich keine Alternative.“

 

abi>> 01.06.2017

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