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Nachforschen, wo es klemmt

Schrauben, montieren, löten – technisches und handwerkliches Interesse ist für die Ausbildung zum Elektroniker wichtig.
Foto: Katharina Kemme

Elektroniker für Geräte und Systeme – Hintergrund

Nachforschen, wo es klemmt

Von der Fotokamera bis hin zur Waschmaschine – Elektronik gehört zu unserem modernen Leben dazu: Wir nutzen elektronische Geräte bei der Arbeit und in der Freizeit. Dafür, dass all diese Maschinen und Instrumente funktionieren, sorgen Elektroniker für Geräte und Systeme.

Was haben ein Elektronenmikroskop, ein Barometer und eine Dialysemaschine gemeinsam? Sie herzustellen, zu warten und zu reparieren gehört zu den Aufgaben eines Elektronikers für Geräte und Systeme. „Elektroniker dieser Fachrichtung fertigen vor allem elektronische Geräte für die Informations- und Telekommunikationstechnik, die Medizin- oder die Mess- und Steuertechnik“, erklärt Günter Jertz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen. Außerdem ist es Teil des Berufsbildes, IT-Systeme zu entwerfen und zu installieren oder Kunden zu beraten und zu betreuen.

Auf dem neuesten Stand

Ein Porträt-Foto von Günter Jertz

Günter Jertz

Foto: Kristina Schäfer, IHK für Rheinhessen

Die duale Ausbildung dauert in der Regel dreieinhalb Jahre. Bewerber sollten gute Noten in den MINT-Fächern haben – vor allem in Mathe und Physik. „Es ist empfehlenswert, dass man analytisch und abstrakt denken kann, Spaß und Interesse an einem technischen Beruf hat und bereit ist, sich ständig über neue Technologien zu informieren und, wenn nötig, weiterzubilden“, betont der Experte und ergänzt: „Um in diesem Beruf erfolgreich zu sein, braucht man technisches Verständnis, handwerkliches Geschick und oft auch einen gewissen Spürsinn.“ Denn ein Gerät zu reparieren, kann ein echtes Geduldsspiel sein: „Ein guter Elektroniker forscht dann solange nach, bis er herausgefunden hat, wo es hakt, und das Problem behoben hat“.

Gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt

„Elektroniker für Geräte und Systeme arbeiten vor allem in mittleren und größeren Industriebetrieben, die elektronische Systeme, Geräte oder Komponenten herstellen, montieren und warten“, meint der Experte. Viele Elektroniker sind bei Betrieben der Fahrzeugelektronik, Medizintechnik, im Maschinen- und Anlagenbau, in der Rundfunk- und Fernsehtechnik oder in der Mess- und Steuerungstechnik tätig. Auch Firmen, die in der Kommunikations- und Sicherheitstechnik angesiedelt sind, bieten Arbeitsplätze. „Grundsätzlich haben Bewerber sehr gute Chancen auf eine Ausbildungsstelle in diesem Beruf. Fertig ausgebildete Elektroniker für Geräte und Systeme sind auf dem Stellenmarkt ebenso gefragt“, ist sich der Experte sicher.

Nach der Ausbildung haben die Absolventen die Möglichkeit, sich weiterzubilden. Damit sind sie noch vielseitiger einsetzbar. Man kann zum Beispiel einen Technikerabschluss machen, Elektrotechnik oder ein verwandtes Fach studieren. Alternativen sind eine IHK-Fachwirtausbildung oder eine Weiterbildung zum technischen Betriebswirt.

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Suchwort: Elektroniker/in für Geräte und Systeme)
www.berufenet.arbeitsagentur.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Die Berufsbildung der Facharbeiter, Fachangestellten, Gesellen und Meister steht im Mittelpunkt der Forschungs- und Dienstleistungsarbeit des BIBB.
www.bibb.de

VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.)

Branchenverband für Berufe der Elektro- und Informationstechnik. Speziell für den Nachwuchs ist VDE YoungNet zuständig.
www.vde.com

abi>> 01.06.2017