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Ein Job, der glücklich macht

Zu sehen ist eine Detailaufnahme von einem Roboter im Labor.
Zukunftsweisend: Sensoren können in Maschinen und Produkte eingebaut werden und dort verschiedene Dinge messen.
Foto: Winfried Rothermel

Entwicklungsingenieurin

Ein Job, der glücklich macht

Yvonne Krieg hat am Ende ihrer Arbeit immer etwas in der Hand, das sie selbst geschaffen hat. Die 26-Jährige ist Entwicklungsingenieurin für optische Sensorsysteme bei der Ferchau Engineering GmbH in Stuttgart. Mit ihrer Tätigkeit hilft sie bei der Automatisierung von Produktionsanlagen.

Sehr präzise muss sie sein. Schließlich können kleinste Ungenauigkeiten das Ergebnis verfälschen. Yvonne Krieg entwickelt optische Sensorsysteme, also Sensoren, die in Maschinen und Produktionsanlagen eingebaut werden und dort unterschiedliche Dinge messen. „Das ist nicht nur eine sehr spannende Arbeit, sondern auch eine zukunftsweisende“, findet die 26-Jährige. „Immerhin spielen Sensoren in immer mehr Bereichen eine wichtige Rolle.“ Ein Beispiel etwa ist das autonome Fahren, bei dem Autos mithilfe von Sensoren Abstand zum Fahrzeug vor ihnen halten.

„Sensorik ist aktuell unheimlich im Wandel, da tut sich jede Menge“, erzählt die Ingenieurin. So habe es in Mobiltelefonen vor zehn Jahren kaum Sensoren gegeben – heute sind es viele. „Auch in zahlreichen anderen Produkten setzt man auf Sensoren“, weiß sie.

Interesse an diesem Fachgebiet hatte Yvonne Krieg schon früh. Nach ihrem Abitur entschied sie sich für ein Bachelorstudium der Mikrotechnologie an der Fachhochschule Zwickau. „Dort ging es um physikalische Effekte im Mikrobereich, wie der Sensorik.“ Anschließend absolvierte sie noch den Masterstudiengang „Photonic Engineering“ an der Universität Stuttgart und vertiefte ihr Wissen in der optischen und der Lasertechnik.

Individuelle Lösungen suchen

Ein Porträt-Foto von Yvonne Krieg

Yvonne Krieg

Foto: privat

Ihren Masterabschluss machte sie Ende 2015 und entdeckte eine Stellenausschreibung bei dem Unternehmen Ferchau in Stuttgart, die genau zu ihr passte. Und tatsächlich: Seit Januar 2018 arbeitet die 26-Jährige dort als Entwicklungsingenieurin im Bereich optische Systeme.

Doch was messen die Sensoren, für die Yvonne Krieg zuständig ist, eigentlich genau? Das hängt vom einzelnen Kunden ab. Die Entwicklungsingenieurin bespricht mit jedem Auftraggeber, was er sich vom Sensorsystem erhofft und welche Anforderungen dieses erfüllen muss. Dann plant sie die Systeme ganz individuell, mithilfe von Zeichnungen und im Labor.

Die optischen Systeme bestehen dabei stets aus einem Strahlengang und Kameras, die die Strahlen erfassen. „Ist eine Komponente verschmutzt oder steht in einem falschen Winkel, kann das die Messung verändern“, erklärt Yvonne Krieg. Deswegen prüft die 26-Jährige jeden Schritt und kann mit einem Computerprogramm Strahlengänge simulieren, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen.

Viel Eigenverantwortung

Yvonne Kriegs Job ist dabei durchaus vielfältig. Und: „Ich habe sehr viel Eigenverantwortung.“ Sie kommuniziert für ihre Bauteile direkt mit Lieferanten und spricht sich mit den Informatikern ab, die für die Softwareentwicklung der Sensorsysteme zuständig sind.

Überhaupt ist Kommunikation ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit. „Bei jedem Projekt arbeiten immer verschiedene Spezialisten zusammen, da muss man sich austauschen und die anderen über die eigenen Fortschritte oder Probleme informieren“, erklärt sie. Vieles davon läuft über E-Mails, die Yvonne Krieg morgens gleich als erstes liest und beantwortet. Außerdem bereitet sie regelmäßig Präsentationen vor, um Kunden und Kollegen im Unternehmen über den Stand ihrer Arbeit zu informieren.

„Mir macht es enorm viel Spaß, an diesen Projekten zu arbeiten, denn am Ende habe ich etwas in der Hand, das ich selbst geschaffen habe. Das macht mich glücklich.“ Deswegen möchte die 26-Jährige auf alle Fälle im Bereich Sensorik weiterarbeiten. „Ich kann hier noch viel lernen, vor allem was die fächerübergreifende Arbeit betrifft“, führt sie aus.

Eines ist ihr zudem bereits früh klar geworden: „Am wichtigsten ist in diesem Job, wie man mit Problemen umgeht“, sagt sie. „Man darf nicht frustriert sein, wenn etwas nicht klappt, sondern muss weiterdenken und eine Lösung finden. Oft hilft dabei Kreativität.“

abi>> 02.10.2018

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