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Universelle und vielseitige Ausbildung

Fachinformatikerin baut einen PC zusammen.
Ohne PC geht heute nichts mehr - umso gefragter sind Fachinformatiker auf dem Arbeitsmarkt.
Foto: Ria Kipfmüller

Fachinformatiker/-in

Universelle und vielseitige Ausbildung

Das IT-Systemhaus ist der IT-Dienstleister der Bundesagentur für Arbeit. Mit 160.000 PC-Arbeitsplätzen und 120 eigenen IT-Verfahren unterhält es eine der größten IT-Landschaften in Deutschland. Dementsprechend ist fachkundiges Personal gefragt.

Ohne PC geht heute nichts mehr – das gilt natürlich auch für die Arbeitsagenturen und Jobcenter, die über die ganze Bundesrepublik verteilt sind. Zu den 160.000 PC-Arbeitsplätzen kommen noch einmal 9.500 Selbstinformations-Arbeitsplätze, die von den Besuchern von Berufsinformationszentren (BiZ) genutzt werden können. Um eine so große IT-Infrastruktur zu verwalten, braucht es viele Fachleute: Knapp 2.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten im IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg, das für die Informationstechnik aller Dienststellen der BA zuständig ist.

„Wir kümmern uns um die IT-Systeme der BA und entwickeln eigene maßgeschneiderte Softwareprodukte für die Mitarbeiter in den Jobcentern und der Verwaltung“, erklärt IT-Fachausbilder Marko Lemmen. Dazu zählen spezielle Programme wie etwa eine Software zur Berechnung von Kinder- oder Arbeitslosengeld. Jeden Tag fließen enorm große Datenmengen durch die Netze der BA, darunter viele Personendaten. Zum Schutz dieser Daten ist das IT-Systemhaus nicht nur mit Hochsicherheitsrechenzentren ausgestattet, sondern unterhält auch zahlreiche Sicherheitssysteme.

Zwei Fachrichtungen zur Auswahl

Ein Porträt-Foto von Marko Lemmen

Marko Lemmen

Foto: Sabine Bernhard

Derzeit werden im IT-Systemhaus der BA 140 Mitarbeiter zu Fachinformatikern ausgebildet. Zu Beginn der Ausbildung entscheiden sie sich jeweils für eine von zwei Fachrichtungen: Anwendungsentwicklung oder Systemintegration. „Während der Anwendungsentwickler vor allem Software plant, testet und entwickelt, übernimmt der Systemintegrator die Betreuung von Servern, Anwendungen und Datenbanken. Außerdem ist er für die Vernetzung und die IT-Sicherheit zuständig“, erläutert Marko Lemmen.

Wer sich insbesondere fürs Programmieren interessiert, ist in der Anwendungsentwicklung richtig. „Hier braucht man vor allem logisches Denken, aber auch Teamkompetenz. Bei uns arbeiten die Programmierer nicht alleine vor sich hin, sondern finden sich in Projektteams von bis zu 100 Mitarbeitern wieder.“ Informatikkenntnisse oder gar Programmiererfahrung sind aber keine Voraussetzung für die Ausbildung. „Bei uns lernen die Auszubildenden unsere Softwareprodukte von Grund auf kennen.“

Auch wenn der Systemintegrator einen größeren Bezug zur Computerhardware hat als der Anwendungsentwickler, das Schrauben oder Löten gehört nicht zu seinen Aufgaben. „Viel mehr kümmert er sich um die Virtualisierung, Rechner und Server oder unterstützt beispielsweise die Mitarbeiter, wenn sie ein Problem mit ihrem Rechner haben.“

Zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten

Um sich beim IT-Systemhaus auf eine Ausbildung zum Fachinformatiker zu bewerben, ist Abitur oder mindestens eine gute mittlere Reife Voraussetzung. Bei überdurchschnittlichen Leistungen in der Ausbildung kann diese von drei Jahren auf zweieinhalb Jahre verkürzt werden. Studienabbrecher können außerdem an einem gesonderten Programm teilnehmen, in dem sie in zwei Jahren zum Fachinformatiker ausgebildet werden. Bewerben kann man sich schriftlich, am besten per E-Mail. Die Ausbildungen starten in der Regel zum 1. September. Zum Auswahlverfahren gehört ein Eignungstest beim berufspsychologischen Dienst, der in der örtlichen Arbeitsagentur absolviert werden kann. Das anschließende Vorstellungsgespräch findet in Nürnberg statt. Dort bildet das IT-Systemhaus auch Fachinformatiker für die 19 dezentralen Rechenzentren der Bundesagentur für Arbeit aus, die sich zum Beispiel in Erfurt, Kiel oder Potsdam befinden.

Im ersten Jahr liegt die Ausbildungsvergütung bei 953 Euro brutto monatlich, im dritten Jahr bei 1.049 Euro. Wer nach der Ausbildung weiter im IT-Systemhaus arbeiten will, wird für mindestens zwei Jahre übernommen. „Egal, wofür man sich in der IT interessiert, man findet es bei uns“, sagt Marko Lemmen. Die universelle und vielseitige Ausbildung macht die Absolventen auch für andere Firmen interessant. Daneben bietet die BA ihren Mitarbeitern zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Aufstiegschancen bestehen sowohl auf Fach- als auch auf Führungskräfteebene, etwa zum Projektleiter.

Weitere Informationen

IT-Systemhaus

Das IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit im Web. Hier finden sich auch freie Ausbildungsplätze und Stellenangebote.
www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/service/Ueberuns/
WeitereDienststellen/ITSystemhaus/index.htm

BERUFENET

Informationen rund um die Ausbildung finden sich unter BERUFENET, Suchwort Fachinformatiker.
www.berufenet.arbeitsagentur.de

KURSNET

Portal für Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Bundesagentur für Arbeit, Suchwort Fachinformatiker.
http://kursnet-finden.arbeitsagentur.de

JOBBÖRSE

In der Online-Stellenbörse der Bundesagentur für Arbeit finden sich Jobs und Ausbildungsplätze für Fachinformatiker.
https://jobboerse.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Informationen zu Ausbildungswegen für Abiturienten im Bereich „Computer, Informatik, IT“ findest du unter: www.studienwahl.de/de/berufsausbildung/berufsfelder-ausbildungen/informations-und-kommunikationstechnik-informatik0349.htm
Informationen zu Studiengängen:
www.studienwahl.de/de/chstudieren/studienfelder/mathematik-naturwissenschaften/informatik/informatik0152.htm

Gesellschaft für Informatik

Der Berufsverband für Informatiker informiert über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Informatik.
www.gi.de

Informatik studieren

Für alle, die nach der Ausbildung noch nicht genug haben: Infoportal zum Informatikstudium.
www.informatik-studieren.de

 

abi>> 22.01.2016