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Das Auto von übermorgen

Ein Mann liest mit einem Laptop Daten aus dem Steuergerät eines Elektrofahrzeugs aus.
Das Auto optimal für den Straßenverkehr programmieren: Viele der großen Automobilhersteller arbeiten bereits am Projekt "pilotiertes Fahren".
Foto: Hans-Martin Issler

Ingenieur für Elektro- und Informationstechnik

Das Auto von übermorgen

Pionierarbeit in Sachen Auto: Daniel Profendiner (34) befasst sich in der Elektronik- und Softwareentwicklung bei Audi in Ingolstadt mit den Technologien von morgen.

Seit vier Jahren ist Daniel Profendiner nun in der Audi Electronics Venture tätig. „Wir überlegen uns schon heute, welche Funktionen ein Fahrzeug in zehn oder mehr Jahren haben sollte“, erklärt der Diplom-Ingenieur. Seine Kollegen und er beschäftigen sich zum Beispiel mit künstlicher Intelligenz, pilotiertem Fahren oder Mobilfunkfunktionen im Auto. „Viele Ideen entstehen auf dem Papier, ohne dass es einen akuten Bedarf dafür gibt“, sagt der 34-Jährige. Da eine einzelne Idee für eine Fahrzeugfunktion selten isoliert umgesetzt werden kann, arbeiten die Kollegen im Team zusammen. Jeder hat dabei sein Feld, in dem er sich besonders gut auskennt. Daniel Profendiner ist der Experte für pilotiertes Fahren, also dem automatisierten Fahren, bei dem das Auto viele Funktionen selbständig übernimmt.

Grüne Welle 2.0

Ein Porträt-Foto von Daniel Profendiner

Daniel Profendiner

Foto: privat

Die meiste Zeit verbringt der Ingenieur am Computer. „Es ist wichtig, Ideen zunächst mit einer Software zu simulieren.“ Projekte, die weiter fortgeschritten sind, testet er auch mal auf dem Prüfgelände. Ziel ist, die Idee in eine der künftigen Modellgenerationen einzubauen und auf die Straße zu bringen. „Ampel Info Online“ ist ein Beispiel dafür: Das ist eine Applikation, die dem Fahrer zeigt, wie schnell oder langsam er fahren sollte, um die nächste Ampel bei Grün zu erreichen.

„Unsere Arbeit braucht Zeit. Außerdem will ich zunächst mit meinen guten Ideen überzeugen, bevor es damit in die Umsetzung geht“, erklärt Daniel Profendiner. Der Vorentwickler muss sich daher nicht nur gut mit Technik auskennen, sondern auch schlüssig argumentieren können. Darüber hinaus müssen Ingenieure in der Vorentwicklung eines Automobilherstellers „unvoreingenommen sein und unkonventionell denken können“, sagt der 34-Jährige. „Meine Zukunftsideen sollen den künftigen Kunden schließlich nutzen.“

Umbruch in der Automobilbranche

Dass er heute in der Automobilbranche arbeitet, überrascht nicht: In seinem Studium der Elektro- und Informationstechnik an der Technischen Hochschule Regensburg wählte Daniel Profendiner die Fachrichtung Automobilelektronik. „Ich habe schon zu Studienzeiten bemerkt, dass in der Automobilbranche gerade ein Umbruch stattfindet, an dem ich gerne mitwirken möchte“, sagt er. Seine Diplomarbeit hat er deshalb bei Audi in der Vorentwicklung geschrieben. Nach seinem Studienabschluss arbeitete er zunächst bei einem Zulieferer für Fahrerassistenzsysteme, bevor er sich auf eine offene Stelle bei Audi in Ingolstadt bewarb.

Sein Studium hat den Ingenieur vor allem gut auf den Informatik-Teil seiner Arbeit vorbereitet. „Informatik ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für jedes Kfz-Modell“, macht er klar. Die Automobilinhalte des Studiums empfand er gut für den Einstieg, „aber das Meiste habe ich dann natürlich in der Praxis gelernt“. Daniel Profendiner findet an seiner Arbeit besonders spannend, dass sich die Inhalte fortwährend ändern, weil immer neue Technologien entwickelt werden, die auf seine Arbeit Einfluss nehmen. „Ich finde es faszinierend, hier an vorderster Front dabei zu sein und Pionierarbeit zu leisten.“

abi>> 09.10.2017

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