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Sichere Windenergie

Kontrolle der Instrumente innerhalb der Windenergieanlage
Entwicklungsingenieure prüfen beispielsweise die Funktionstüchtigkeit von Schutzmechanismen bei Windenergieanlagen.
Foto: Thorsten Mischke

Ingenieur für erneuerbare Energien

Sichere Windenergie

Während seines Studiums der Elektrotechnik kam Pascal Hoppe (26) mit dem Bereich der erneuerbaren Energien in Berührung. Als Entwicklungsingenieur beim Windenergieanlagenhersteller Enercon übernimmt er heute verantwortungsvolle Aufgaben.

Jede Windenergieanlage hat einen Schutzmechanismus, der die Anlage in bestimmten Situationen vom Netz trennen muss – etwa wenn sich die Frequenz oder Amplitude der Netzspannung stark verändern. Wann genau das geschehen soll, gibt der jeweilige Netzbetreiber vor. Dass die Schutzeinrichtung zuverlässig funktioniert, muss wiederum der Hersteller der Windenergieanlage sicherstellen.

Bei Enercon gehört das zu den Aufgaben der Abteilung „Verifizierung der Netzeigenschaften“, in der Pascal Hoppe arbeitet. „Wenn zum Beispiel eine neue Anlage entwickelt wird, muss deren gesamtes elektrisches Verhalten vermessen und zertifiziert werden“, erklärt er. „Ich überprüfe etwa das bisherige Schutzsystem und führe diverse Tests im Labor sowie im Freifeld durch. Darüber hinaus treibe ich die offizielle Vermessung durch ein unabhängiges Messinstitut und die anschließende Zertifizierung voran.“ Nicht zuletzt entwickelt der Ingenieur neue Systeme und unterstützt die Servicemonteure bei der Durchführung notwendiger Schutzprüfungen.

Auch an Forschungsprojekten ist der 26-Jährige beteiligt. „Bei unserem derzeitigen Forschungsprojekt ‚NetzHarmonie‘ beispielsweise werden neue Verfahren und Darstellungsvarianten entwickelt, die dabei helfen sollen, die Netzeinspeisung besser interpretieren zu können.“

Breites Wissensspektrum

Ein Porträt-Foto von Pascal Hoppe

Pascal Hoppe

Foto: Studioline Fotostudio

Pascal Hoppe erwarb an der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven seinen Bachelor- und Masterabschluss in Elektrotechnik. „Die theoretischen Grundlagen helfen sehr, die Zusammenhänge zu verstehen – sie schaffen eine gute Basis für den Beruf“, betont er und ergänzt: „Man hat aber auch sehr viel im Arbeitsalltag zu erlernen, da es hier sehr viel spezifischer und detaillierter zugeht.“

Wegweisend war sein Faible für die Schulfächer Mathe und Physik. „Nach einem Schulpraktikum bei den Norddeutschen Seekabelwerken und einem freiwilligen Praktikum bei Enercon war ich mir sicher, dass ich im Bereich Elektrotechnik und dabei besonders gern in der Branche rund um erneuerbare Energien arbeiten möchte.“ In eine andere Branche zu wechseln, wäre bei seinem Werdegang grundsätzlich auch denkbar. „Gerade durch mein Studium habe ich ein breites Wissensspektrum, auf das ich zurückgreifen kann. Da auch in anderen Branchen spezifische Eigenschaften entwickelt, überprüft und vermessen werden müssen, wäre hier sicherlich ein Wechsel möglich.“

Einsätze im Ausland

Solche Pläne stehen für Pascal Hoppe indes vorerst nicht an, er fühlt sich wohl bei seinem derzeitigen Arbeitgeber und beschäftigt sich gern mit dem Thema Windkraftanlagen. „Ich möchte mich in den nächsten Jahren fachlich weiterentwickeln und mein Fachwissen vertiefen. Darüber hinaus stehe ich Auslandseinsätzen offen gegenüber. Bisher konnte ich meine Kollegen in Kanada und Brasilien unterstützen. Langfristig gesehen wäre es sicherlich schön, irgendwann auch ein kleines Team zu leiten. Die Möglichkeit bestünde hier grundsätzlich.“

abi>> 04.09.2017

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