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Zwischen Weinkeller und Fachkonferenz

Weinflaschen
Qualitätskontrolle und Überwachung der Abfüllung: Die Arbeit im Weinkeller ist ein zentraler Bestandteil beim Qualitätsmanagement eines Weinguts.
Foto: Daniel Karmann

Ingenieur Weinbau

Zwischen Weinkeller und Fachkonferenz

Theorie und Praxis, Tradition und Innovation verbindet Fabian Mengel in seinem Beruf als Weinbau-Ingenieur. Auf dem elterlichen Weingut verantwortet der 28-Jährige das Qualitätsmanagement und das Marketing, arbeitet gleichzeitig aber auch als Berater für andere Weinbaubetriebe.

„Dass ich im Weinbau arbeiten wollte, war mir schon früh klar. Zu Schulzeiten habe ich auf dem Weingut meiner Eltern geholfen, zum Beispiel bei der Weinlese“, erinnert sich Fabian Mengel. Nach dem Abitur entschied er sich für den Bachelorstudiengang Weinbau und Oenologie an der Hochschule Geisenheim University. Der Studiengang vermittelt Kenntnisse aus dem Weinbau in den Bereichen Pflanzenbau, Anbautechnik, Bodenkunde und Phytomedizin – der Wissenschaft von den Krankheiten und Beschädigungen der Pflanzen. In der Oenologie stehen die Bereiche Technologie, Verfahrenstechnik und Sensorik auf dem Stundenplan. Zudem werden die Studierenden auf betriebswirtschaftliche Aufgaben vorbereitet. Bereits vor dem Studium machte Fabian Mengel Praktika auf unterschiedlich großen Weingütern, um verschiedene Betriebsstrukturen kennenzulernen.

Neue Wege im Marketing

Ein Porträt-Foto von Fabian Mengel

Fabian Mengel

Foto: privat

Nach seinem Bachelorabschluss 2010 stieg er in den elterlichen Betrieb ein, wo er sich bis heute vor allem um das Qualitätsmanagement und die Vermarktung kümmert. „Zum Qualitätsmanagement gehört zum Beispiel, dass ich die Arbeit unserer Saisonarbeitskräfte koordiniere und überwache. So müssen zum Beispiel die Trauben teilweise ausgedünnt werden, um eine bessere Ernte zu bringen. Im Keller überwache ich die Gärung, probiere Jungweine und bereite die Abfüllung vor“, erläutert der 28-Jährige.

Im Bereich Vermarktung und Marketing hat er neue und andere Wege als seine Eltern beschritten. Er setzte nicht nur eine neue Website und Imagebroschüre auf, sondern nahm statt einer ausschließlichen Vermarktung an Endkunden zusätzlich den Fachhandel und die Gastronomie in den Kundenstamm auf. Um neue Kunden zu gewinnen, ist er viel unterwegs und besucht Messen. „Ich recherchiere außerdem, in welches Restaurant oder in welchen Weinladen unsere Weine passen würden und spreche die Unternehmen an.“ Oft knüpft er Kontakte bei Weinproben, die er auf dem Hof, bei Veranstaltungen oder potenziellen Kunden abhält.

Innovationen im Pflanzenschutz vorantreiben

Während er auf dem Weingut Zimmer-Mengel im rheinland-pfälzischen Engelstadt mitten in der Praxis ist, befasst er sich im Zuge seiner zweiten Tätigkeit im Weinbaudezernat des Regierungspräsidiums Darmstadt viel mit der Theorie und deren Umsetzung in anderen Betrieben. „Ich betreue ein Projekt, im Rahmen dessen Winzer zu umweltschonendem und ökonomischem Pflanzenschutz beraten werden. Wir arbeiten dabei mit einigen vorbildlichen Demonstrationsbetrieben zusammen und versuchen, Innovationen im Pflanzenschutz voranzutreiben“, erklärt Fabian Mengel. Zu seinen Aufgaben gehört es darüber hinaus, Vorträge zu halten. „Ich muss bei dieser Thematik stets auf dem aktuellsten Stand sein, das heißt mich einlesen oder Fachveranstaltungen besuchen.“ Die gewonnenen Erkenntnisse nimmt er auch mit in den elterlichen Betrieb. Gerade die Verbindung von Theorie und Praxis zu verschiedenen Aufgabengebieten des Weinbaus in seinem Arbeitsleben reizt ihn sehr.

abi>> 31.10.2016

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