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„Mir wird es nie langweilig“

Ampullen am Fließband. Foto: Privat
Bei Gerresheimer rollen nicht nur Ampullen vom Verband, sondern unter anderem auch Inhalatoren und Insulin-Pens.
Foto: Privat

Konstruktionsingenieurin

„Mir wird es nie langweilig“

Von der Entwicklung bis zur Markteinführung: Christine Ertl unterstützt als Konstruktionsingenieurin die Herstellung von medizinischen Kunststoffprodukten wie Inhalatoren oder Insulin-Pens. Seit März 2017 arbeitet die 27-Jährige bei Gerresheimer Medical Systems im oberpfälzischen Wackersdorf.

Der Arbeitsalltag ist für mich sehr spannend“, sagt Christine Ertl. Sie erarbeitet Konzepte für unterschiedliche medizinische Geräte und Produktverpackungen und entwickelt die entsprechenden Bauteile. Hierfür erstellt sie Zeichnungen, formuliert Montagebeschreibungen und Stücklisten. Prototypenteile montiert sie selbst, überprüft diese auf ihre Funktionsfähigkeit und optimiert sie, falls notwendig. In Gesprächen mit Kunden und anderen Abteilungen präsentiert sie Entwicklungsstände und klärt die Anforderungen. Tätigkeiten, die wie für sie gemacht sind: „Mir kommt zugute, dass ich Sorgfalt sehr schätze.“

Entdeckergeist im dualen Studium

Porträtfoto von Christiane Ertl. Foto: Privat

Christiane Ertl

Foto: Privat

Nach einer Ausbildung zur Technischen Zeichnerin besuchte Christine Ertl die Berufsoberschule und entschied sich dann für ein duales Studium. „Da ich die Kombination aus Theorie und Praxis sehr interessant fand, habe ich mich bei verschiedenen Unternehmen für den Studiengang Maschinenbau beworben“, erklärt die 27-Jährige. Bei ihrer Suche stieß sie auf die Stellenausschreibung für ein duales Studium „Kunststofftechnik“ bei Gerresheimer. „Von diesem Studiengang hatte ich noch nie gehört, aber ich wollte ihn entdecken“, sagt sie. „Die Gerresheimer Standorte Pfreimd und Wackersdorf liegen zudem in der Nähe meines Wohnortes und Gerresheimer ist in der Region als guter Arbeitgeber bekannt.“ So begann sie im Juli 2012 ihr ausbildungsintegriertes duales Studium.

Im Rahmen ihrer Ausbildung zur Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik durchlief Christine Ertl im ersten Jahr unterschiedliche Abteilungen und lernte die Produktionsabläufe bei Gerresheimer kennen. Die Vorlesungen besuchte sie an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden. In den Semesterferien arbeitete sie am Standort Wackersdorf und schrieb ihre Bachelorarbeit in einer Abteilung, in der Spritzgießwerkzeuge ausgelegt und qualifiziert werden. Christine Ertl hatte Glück: In dieser Zeit wurde eine Stelle als Design Engineer in der Entwicklungsabteilung in Wackersdorf ausgeschrieben. Sie bewarb sich und erhielt die Zusage.

Feste Arbeitsabläufe, viel Abwechslung

Heute gefällt ihr an ihrem Beruf vor allem die Abwechslung, auch wenn die Arbeitsabläufe bei Gerresheimer definiert und festgelegt sind. „Da jedes Produkt inhaltlich anders ist, wird es nie langweilig und ich muss oft situationsbezogen entscheiden und vorgehen.“ Auch das kollegiale Umfeld ist der 27-Jährigen sehr wichtig, das ihr Arbeitgeber mit verschiedenen Aktionen unterstützt. So gibt es jährlich einen gemeinsamen sozialen Tag der Abteilung. „Meine Kollegen helfen mir bei Fragen immer weiter. Für mich ist das ein wichtiger Bestandteil, um sich in einem Unternehmen langfristig wohl zu fühlen“, erklärt sie.

In den nächsten Jahren möchte Christine Ertl ihr Wissen aus dem Studium und ihren beiden Ausbildungen in ihrem Beruf einsetzen und erweitern: „Ich möchte mehr Praxiserfahrung als Konstrukteurin sammeln“, plant sie.

abi>> 29.06.2018