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Konstruktion im Kundenauftrag

Ein Machinenbauingenieur am 3D-Laserdrucker misst ein neu entstandenes Bauteil aus
Passgenauigkeit ist das A und O, wenn Maschinen perfekt arbeiten sollen. Grundlage dafür ist eine saubere Konstruktion.
Foto: Frank Pieth

Maschinenbauingenieur in einem Ingenieurbüro

Konstruktion im Kundenauftrag

Im Augsburger Konstruktionsbüro des Ingenieurdienstleisters Roschiwal + Partner Ingenieur GmbH entwickelt und konstruiert Maschinenbauingenieur Andreas Petzuch (25) Maschinen für Kunden aus verschiedenen Bereichen.

Ich arbeite in zahlreichen sehr unterschiedlichen Projekten. Unser Kundenspektrum reicht vom Werkzeugmaschinenbau über die Automatisierung- und Medizintechnik bis zu Herstellern von Anlagen für alternative Energien“, beschreibt der Ingenieur für Konstruktion und Entwicklung sein vielfältiges Arbeitsgebiet. Je nach Anforderung der Auftraggeber konstruiert er Bauteile und -gruppen und findet Lösungen für technische Fragen: „Dazu setze ich verschiedene Software-Programme ein – darunter CAD-Systeme (Computer-Aided Design = rechnerunterstütztes Konstruieren) und so genannte FEM-Tools. Das sind Berechnungsprogramme auf Basis der numerischen Finite-Element-Methode.“ Oder einfacher formuliert: Programme für die rechnerische Simulationen mit Hilfe von Differentialgleichungen.

Projektarbeit mit viel Kundenkontakt

Ein Porträt-Foto von Andreas Petzuch

Andreas Petzuch

Foto: privat

Neben seiner Konstruktionsarbeit am Schreibtisch steht er im ständigen Austausch mit den Kunden. „Meine Ansprechpartner kommen dort aus Unternehmensbereichen wie der Konstruktion und Fertigung oder aus dem Vertrieb. Es ist wichtig, dass ich mich regelmäßig telefonisch oder persönlich mit ihnen und weiteren Zulieferern sowie innerhalb meines Teams abstimme“, erklärt der Maschinenbauingenieur. Dazu erstellt er beispielsweise Präsentationen, um Besprechungen und Arbeitstreffen vorzubereiten. Sein Team variiert projektabhängig und nach bestehender Erfahrung: „Derzeit sind wir zu dritt – mein Projektleiter, ein technischer Konstrukteur und ich. In anderen Projekten übernehme ich mitunter Führungsaufgaben für bestimmte Teilbereiche.“

Von Industrie 4.0 bis zum 3D-Druck

Zwei Beispiele zeigen die große Bandbreite seiner Konstruktionsaufgaben: „Einmal ging es um ein neues und sehr kompaktes Maschinenkonzept für die automatisierte Verkettung von Werkzeugmaschinen im Zusammenhang mit Industrie 4.0, also über das Internet. Bei einem anderen Auftrag aus der Automobilbranche habe ich Teile einer Baureihe für Designfräsmaschinen konstruiert.“ Neben seinen kundenbezogenen Aufgaben ist Andreas Petzuch intern für das 3D-Druck-Management zuständig. Außerdem betreut er gelegentlich Werkstudierende.

Projektvielfalt und Flexibilität

Ihm gefällt die Vielfalt der Kundenprojekte und die Zusammenarbeit in wechselnden Teams: „Ich setze mich jeden Tag mit neuen Anwendungsbereichen auseinander und freue mich, wenn ich zusammen mit meinem Team nach längerem Tüfteln und Überlegen innovative und kreative Lösungen finde. Außerdem lerne ich zahlreiche Kundenunternehmen kennen und baue mir ein Netzwerk zu vielen Herstellern auf.“ Teamfähigkeit, Flexibilität für sich ändernde Kundenanforderungen und eine rasche Auffassungsgabe sind daher wichtige Voraussetzungen für seine Arbeit. Dazu kommt ein hohes Maß an analytischen Fähigkeiten und technischem Verständnis für die Konstruktion. „Bei den immer kürzeren Projektlaufzeiten ist Zeitmanagement und eine gewisse Belastungsfähigkeit entscheidend – gerade, wenn es um verantwortungsvolle Aufgaben geht“, ergänzt der Ingenieur.

Praxisnahes Studium

Andreas Petzuch arbeitet seit 2016 bei Roschiwal + Partner. „Ich wollte schon immer im Entwicklungsbereich und in einem mittelständischen Unternehmen mit einem abwechslungsreichen Aufgabenspektrum arbeiten. Meine aktuelle Firma habe ich während eines Praxissemesters kennengelernt und mich dort auf eine konkrete Stellenausschreibung beworben.“ Vorher studierte er an der Hochschule Augsburg Maschinenbau mit Schwerpunkt Werkzeugmaschinenbau und schloss sein Studium mit einem Bachelor of Engineering ab. „Bereits in meiner Schulzeit hat mich Technik begeistert und so habe ich mich bewusst für ein Maschinenbaustudium an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften mit ihrem engen Praxisbezug entschieden.“ In Zukunft möchte er sich unternehmensintern weiterentwickeln, um im nächsten Schritt Projektleiter zu werden.

abi>> 19.02.2019

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