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MECHAnik und ElekTRONIK

Eine Frau arbeitet an einer Bandkernwickelmaschine.
Mögliche Branchen für Mechatronik-Ingenieure sind beispielsweise die Automobilindustrie oder der Maschinen- und Anlagenbau.
Foto: Armin Weigel

Hintergrund

MECHAnik und ElekTRONIK

Die Mechatronik ist ein vergleichsweise junges technisches Fachgebiet, das an der Schnittstelle von Maschinenbau, Elektronik und Informationstechnik angesiedelt ist. Inzwischen gehören mechatronische Systeme fest zu unserem Alltag, egal ob elektrische Fensterheber im Auto oder moderne Roboter in der industriellen Fertigung. Und sie werden immer ausgefeilter.

„Die Mechatronik ist nützlich, weil sie mehrere ingenieurwissenschaftliche Fächer verbindet“, sagt Torsten Bertram, Inhaber des Lehrstuhls für Regelungssystemtechnik an der Technischen Universität Dortmund und Leiter des Fachausschusses Mechanik beim Verein Deutscher Ingenieure (VDI). „In der Mechatronik spielen Elemente des Maschinenbaus, der Elektronik und der Informationstechnik, also der Verarbeitung von Informationen, zusammen“, erläutert er.

Ihren Ursprung hat die Mechatronik in der Feinmechanik. Mit dem Einzug von elektronischen Komponenten in mechanische Produkte wurde fächerübergreifendes Know-how zunehmend wichtiger, wie Torsten Bertram am Beispiel Automobil ausführt: In seiner Urform als Verbrennungsmotor mit Karosserie ist ein Auto eher ein Erzeugnis des Maschinenbaus. „Damit das Auto jedoch autonom einparken kann, erfassen Sensoren mögliche Parklücken, und die Regelung gibt vor, wie das Auto hineinfahren soll. Sogenannte Aktoren setzen diese Anweisungen um und lenken oder bremsen selbsttätig. Das sind alles mechatronische Elemente. Themen wie das autonome Fahren werden uns in Zukunft noch mehr beschäftigen“, ist Torsten Bertram sicher.

Mechatronik studieren

Wer ein Mechatronikstudium aufnehmen möchte, hat derzeit rund 200 Bachelor- und Masterstudiengänge an deutschen Hochschulen zur Auswahl, so das Ergebnis der Suche auf studienwahl.de (Stand: Juni 2015). Neben Studiengängen mit dem Titel „Mechatronik“ gibt es auch Angebote in Feinwerktechnik, Mikrotechnik oder Fahrzeugbau. Die Palette ist jedoch noch breiter. „So kann der Studiengang auch ‚Elektronik‘ heißen, aber mechatronische Elemente beinhalten. Ich rate daher immer, die Studieninhalte genau zu recherchieren, am besten auf der Homepage der entsprechenden Hochschule“, empfiehlt Torsten Bertram.

Er erachtet es als positiv, wenn im Bachelorstudium zunächst die ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen nachhaltig vermittelt werden, zum Beispiel Mathematik oder Technische Mechanik. Das erleichtere einen späteren Wechsel zwischen Maschinenbau, Elektrotechnik und Mechatronik. Wer tiefer in die Materie einsteigen wolle, könne nach dem Bachelor- einen Masterstudiengang anschließen.

Große Bandbreite an Einsatzfeldern

Den Absolventen eröffnet sich eine große Bandbreite an Einsatzfeldern, etwa in der Automatisierungs- und Robotertechnik, der Medizin- und Gerätetechnik, der Mikrosystem- und Messtechnik oder der Sensorik. Alle Unternehmen, in denen mechatronische Produkte entstehen, gewartet oder entsorgt werden, sind potenzielle Arbeitgeber. Mögliche Branchen sind etwa die Automobilindustrie, die Luft- und Raumfahrt, die erneuerbaren Energien oder der Maschinen- und Anlagenbau.

Info

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Suchwort: Mechatronik)
www.berufenet.arbeitsagentur.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Bundesländer in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „Finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen und die Ergebnisse nach deinen Wünschen filtern.
www.studienwahl.de

Hochschulkompass

Studieren und Promovieren in Deutschland. Informationen unter anderem über deutsche Hochschulen, deren Studien- und Promotionsmöglichkeiten.
www.hochschulkompass.de

Verein Deutscher Ingenieure (VDI)

Mit rund 154.000 Mitgliedern die größte Ingenieursvereinigung in Deutschland.
www.vdi.de

abi>> 10.07.2015