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„Wir tragen große Verantwortung“

Junger Mann fertigt mikroelektronische Schaltungen
Um die winzigen Mikrochips fertigen zu können, benötigen Mikrotechnologen viel Fingerspitzengefühl.
Foto: Ria Kipfmüller

Mikrotechnologe

„Wir tragen große Verantwortung“

Oguz Bektas arbeitet als Mikrotechnologe bei Bosch in Reutlingen. Dort überwacht der 27-Jährige die Herstellung von Mikrochips und Sensoren. Immer dabei: Sein Schutzanzug.

Oguz Bektas ist Mikrotechnologe bei Bosch und als dieser für den reibungslosen Ablauf und die Qualitätskontrolle in der Produktion des Unternehmens zuständig. Dort werden täglich mehr als vier Millionen Sensoren gefertigt, die in technischen Geräten wie Handys und Tablet-PCs oder in Autos zum Einsatz kommen.

„Meine Kollegen und ich müssen jedes einzelne Glied in der Fertigung genau überwachen. Wenn das System Alarm schlägt und einen Fehler meldet, ist es unsere Aufgabe, die entsprechende Maschine sofort zu untersuchen.“ Bevor der 27-Jährige zu diesem Zweck die Fertigung betreten darf, muss er allerdings zuerst seine private Kleidung gegen einen Schutzanzug tauschen, der am Ende nur noch die Augen frei lässt – so verlangen es die Vorschriften von allen Mitarbeitern: „Der kleinste Hautpartikel kann einen Kurzschluss im Produkt verursachen, so dass es nicht mehr verwendet werden kann“, erklärt er und ergänzt: „Wir achten auf absolute Sauberkeit.“

Hochsensible Produkte

Ein Porträt-Foto von Oguz Bektas

Oguz Bektas

Foto: Claudia Essig

Als Mikrotechnologe hat Oguz Bektas zudem viel Verantwortung: „Wir haben mit hochsensiblen und teuren Produkten zu tun, die in Bereichen eingesetzt werden, in denen die Sicherheit an höchster Stelle steht, wie etwa bei der Herstellung von Sensoren, die dafür sorgen, dass sich der Airbag auslöst. Dementsprechend vorsichtig und sorgfältig müssen wir bei unserer Arbeit vorgehen.“

Dass Oguz Bektas heute so begeistert von seinem Beruf als Mikrotechnologe spricht, verdankt er dem Zufall – und seiner eigenen Unentschlossenheit: „Nach meinem Abitur im Jahr 2010 wusste ich noch nicht, was ich machen wollte. Deshalb beschloss ich, zunächst eine Ausbildung zu machen, um etwas Handfestes zu haben – etwas worauf ich beruflich aufbauen kann. Den Beruf des Mikrotechnologen fand ich interessant, da er so vielfältig ist.“

Als Bastlertyp entpuppt

Er bewarb sich um einen Ausbildungsplatz bei Bosch in seiner Heimatstadt Reutlingen – und wurde genommen. Rückblickend ein Glückstreffer: „Ich hatte im Vorfeld nicht gedacht, dass ich mich so für das Thema Technik begeistern würde. Ich habe mich als Bastlertyp entpuppt und finde es faszinierend, wie genau und präzise wir arbeiten müssen.“

Im Juli 2013 hatte Oguz Bektas seine Ausbildung abgeschlossen und wurde direkt übernommen. Nun steht sein nächstes Projekt an: Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Reutlingen studieren. In dieser Zeit bleibt er seinem Arbeitgeber als Werkstudent treu.

abi>> 04.05.2017