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Mikrochips Leben einhauchen

Mikrotechnologe bei der Arbeit
Da die Mikrochips hochempfindlich sind, arbeiten Mikrotechnologen im sogenannten Reinraum, der eine sterile Umgebung bietet.
Foto: Axel Jusseit

Mikrotechnologen – Hintergrund

Mikrochips Leben einhauchen

Sie sind überall, in Smartphones, im Computer, im Tablet, in der Geldkarte und dem Auto. Man sieht sie nicht, aber ohne sie würde nahezu kein technisches Gerät funktionieren: Mikrochips. Für die Existenz dieser kleinen Wunderwerke der Technik sind Mikrotechnologen verantwortlich.

Mikrotechnologen arbeiten an der Herstellung, Bearbeitung, Reinigung und Überprüfung von Chips und Sensoren sowie ihrer Komponenten. „Sie arbeiten bei Herstellern elektronischer Bauteile oder elektronischer Ausrüstungen, bei Herstellern von Halbleitern, in der Mikrochipindustrie sowie in Forschungsorganisationen und Entwicklungslaboren“, sagt Berufsberaterin Monika Körfer von der Agentur für Arbeit in Köln.

„Angehende Mikrotechnologen sollten eine gute handwerkliche Feinmotorik und ein gutes Sehvermögen besitzen sowie eine hohe Konzentrationsfähigkeit und Geduld mitbringen. Da man mit moderner Computertechnik hochempfindliche Produkte bearbeitet oder auch herstellt, müssen sie zudem sehr präzise und sauber arbeiten können“, sagt Monika Körfer. Bereits kleinste Staubpartikel können einen enormen Schaden an den hochempfindlichen Chips anrichten und diese unbrauchbar machen. Mikrotechnologen arbeiten daher in staubfreier Umgebung und müssen penibel auf die Reinheits- und Qualitätsanforderungen achten.

„Wichtig sind außerdem gute Kenntnisse in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie und Englisch sowie ein Interesse an technischen Entwicklungen in der High-Tech-Branche und die Bereitschaft zur Fortbildung auf diesem Gebiet“, ergänzt Monika Körfer.

Gute Übernahmechancen

„Die duale Ausbildung zum Mikrotechnologen mit den Schwerpunkten Halbleitertechnik und Mikrosystemtechnik dauert drei Jahre“, erklärt die Berufsberaterin. Da sie im Bundesgebiet nicht flächendeckend angeboten wird, werden häufig länderübergreifende Fachklassen eingerichtet, wenn es in manchen Bundesländern nur wenige Auszubildende gibt: „Darum sollten angehende Mikrotechnologen eine gewisse örtliche Flexibilität mitbringen.“

Die beruflichen Perspektiven für Absolventen schätzt Monika Körfer als gut ein: „Laut Berufsbildungsstatistik gab es zum Ende des Jahres 2015 insgesamt 345 Auszubildende bundesweit. Die entsprechenden Arbeitgeber bilden in der Regel für den eigenen Bedarf aus, so dass die Übernahmechancen gut sind.“

Ausgebildete Mikrotechnologen haben verschiedene Möglichkeiten, sich weiterzubilden. „Dazu gehören etwa Weiterbildungen zum Techniker oder zur Prozessmanagerin aber auch Studiengänge der Mikrotechnologie, Mikrosystem- und Nanotechnologie und Mechatronik/Feinwerktechnik“, führt die Berufsberaterin auf.

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Suchwort: Mikrotechnologe)
www.berufenet.arbeitsagentur.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Die Berufsbildung der Facharbeiter, Fachangestellten, Gesellen und Meister steht im Mittelpunkt der Forschungs- und Dienstleistungsarbeit des BIBB.
www.bibb.de

IVAM Fachverband für Mikrotechnik

Internationaler Fachverband für Unternehmen und Institute der Mikrotechnik
www.ivam.de

abi>> 04.05.2017