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Kundenanforderungen verstehen

Großaufnahme von Händen, die Maus und Tastatur bedienen. Foto: Martin Rehm
Wer als Softwareentwickler auch ein Team leiten möchte, braucht nicht nur für die Maus und Tastatur gutes Fingerspitzengefühl ...
Foto: Martin Rehm

Softwareentwickler

Kundenanforderungen verstehen

Im Kontakt mit Firmen ihre genauen Wünsche verstehen: Das ist die Aufgabe von Christopher Röhl. Der 31-Jährige ist stellvertretender Teamleiter der Softwareentwickler bei der SSC-Services GmbH in Böblingen und seit 2012 im Unternehmen beschäftigt.

Seit über 15 Jahren optimiert die SSC-Services GmbH das Datenmanagement zwischen Unternehmen der Automobilindustrie und ihren Partnern – unter anderem durch die Entwicklung individuell passender Software. Damit die Anforderungen der Kunden richtig umgesetzt werden, sind Mitarbeiter in der Abteilung Requirements Engineering gefragt, also in der Anforderungsverwaltung.

Einer von ihnen ist Christopher Röhl: „Wenn der Kunde im übertragenen Sinn wünscht, dass ein Knopf grün und nicht blau ist, muss ich ihn fragen: Welches Grün für welchen Knopf soll es sein und wann soll die Farbe geändert werden?“ Natürlich sind die Anforderungen bei der Softwareentwicklung komplizierter.

Begeisterung für IT

Porträtfoto von Christopher Röhl. Foto: Privat

Christopher Röhl

Foto: Privat

Dabei ging der berufliche Weg des Softwareentwicklers zunächst in eine andere Richtung. Nach der Realschule absolvierte er eine Ausbildung zum Maler und Lackierer und arbeitete als Fahrzeuglackierer. Nachdem er berufsbegleitend seine Fachhochschulreife erlangt hatte, wollte er sich gern weiterbilden. Da er in seinen bisherigen Berufen schon viel mit IT zu tun hatte, entschied er sich dafür, Wirtschaftsinformatik zu studieren. In diesem Fach erwarb er einen Bachelor- und einen Masterabschluss.

Nach dem Studium stieß er in einer Jobbörse auf die Stellenanzeige der SSC-Services GmbH: „Sie ist mir aufgefallen, weil das Unternehmen niemanden mit langer englischer Berufsbezeichnung gesucht hat. Hier war einfach ein Berater gefragt.“ Christopher Röhl bewarb sich und wurde genommen. Er hat es nicht bereut und schätzt die Qualitäten seines mittelständischen Arbeitgebers. „Hier kann ich als Mitarbeiter viel bewegen, mich in meinem Beruf ausleben und meine Ideen einbringen“, fasst er zusammen.

Besondere Arbeitsatmosphäre

Der Arbeitstag von Christopher Röhl beginnt meistens am Schreibtisch, wo er die Anforderungen der Kunden in Spezifikationen für sein Team umwandelt und Terminpläne für die Softwareauslieferung erstellt. Später folgen Abstimmungsmeetings mit Kunden oder Kollegen aus anderen Abteilungen. „Ich bin fachlich gefordert und die Abwechslung im Job macht großen Spaß“, findet er. Dazu trägt auch die Vereinbarkeit von Job und Privatleben bei. So ist Christopher Röhl Leiter eines Arbeitskreises zum Thema Beruf und Familie, der sich damit beschäftigt, wie man Familie, Hobbies und Gesundheitsförderung mit den Arbeitsanforderungen unter einen Hut bekommt. „In einem mittelständischen Unternehmen hat man die Freiheit, auch mal etwas zu machen, was nicht direkt mit der fachlichen Qualifikation zu tun hat“, so der Softwareentwickler.

Ein weiteres Plus ist die lockere Arbeitsatmosphäre. „Es gibt immer Zeit für einen Kaffee zwischendurch“, berichtet Christopher Röhl. Flache Hierarchien und viele Freiheiten tun ihr übriges. Der Softwareentwickler ist mit seinem Job derzeit jedenfalls rundum zufrieden.

abi>> 10.11.2016