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Berufseinstieg leicht gemacht

Java Script Web-Programmierung
Das duale Studium kann einem dank der Praxiserfahung – beispielsweise durch das Erlernen und Anwenden einer Programmiersprache – den Berufseinstieg erleichtern.
Foto: Helge Gerischer

Softwareentwickler

Berufseinstieg leicht gemacht

Das praxisintegrierende Studium war die ideale Vorbereitung auf seine berufliche Zukunft, davon ist Mateusz Niedzwiedzinski überzeugt. Seit seinem Masterabschluss in Informatik arbeitet der 26-Jährige für ein Software-Engineering-Unternehmen. Dort hatte er bereits den praktischen Teil seines dualen Studiums absolviert.

Mateusz Niedzwiedzinski wollte früh einen umfassenden Einblick in die Arbeitswelt eines Informatikers erhalten. Er war sich sicher, dass ihm dadurch der Einstieg ins Berufsleben besser gelingen würde. Deshalb wählte er 2010 den praxisintegrierenden Bachelorstudiengang „Informatik“ an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München. „Ich entschied mich für ein duales Studium, weil ich spannende Aufgaben übernehmen wollte, die mich fachlich weiterbringen“, sagt der Absolvent. „Ich hätte auch ein rein theoretisches Studium aufnehmen und nebenbei als Werkstudent arbeiten können. Aber dann wird man in manchen Unternehmen als externer Mitarbeiter angesehen, der nur für kurze Zeit bleibt und dem nicht viel Verantwortung übertragen werden kann.“

Da er sehr gute Studienleistungen erbrachte, wurde er für das I.C.S.-Modell (International Co-operative Studies) der Hochschule München ausgesucht. Hierbei vermittelt der Förderverein I.C.S. die besten Studierenden eines Jahrgangs ab ihrem vierten Semester an Partnerunternehmen. Wer nicht ausgewählt wird, erhält von der Hochschule eine Liste mit Kooperationspartnern und muss sich selbst um einen Platz in einer Firma bewerben. Nicht so Mateusz Niedzwiedzinski: „I.C.S. achtet darauf, dass die Unternehmen gut zu den gewünschten Schwerpunkten und Zielen der Studierenden passen“, erläutert er. „So kam ich 2012 zur ARS Computer und Consulting GmbH. Dort wurde mir ein Ansprechpartner zu Seite gestellt, der mich während meiner Praxisphase beraten hat.“

Kundenkontakt meistern

Ein Porträt-Foto von Mateusz Niedzwiedzinski

Mateusz Niedzwiedzinski

Foto: privat

Eigentlich sollte sich der duale Student anfangs als Software-Entwickler um Java-Projekte kümmern. Doch sein Betreuer merkte schnell, dass er sich fachlich bereits sehr gut auskannte und eher im Bereich Kundenbetreuung Nachholbedarf hatte. Also nahm er den angehenden Informatiker regelmäßig zu Kundenbesuchen mit und zeigte ihm, wie er Workshops zu IT-Themen gestaltet. „Während mir an der Hochschule fachliches Wissen wie IT-Systeme, Softwareentwicklung und mathematische Kenntnisse vermittelt wurde, verbesserte ich in der Firma meine Soft Skills“, berichtet Mateusz Niedzwiedzinski. „So lernte ich mit der Zeit, selbstbewusst vor Kunden aufzutreten – das hat mir mehr gebracht, als beispielsweise eine weitere Programmiersprache zu lernen.“

Die Praxisphasen fanden in den Semesterferien statt, sodass er sich während des Semesters voll und ganz auf sein Studium an der Hochschule konzentrieren konnte. „Außerdem war ein Praxissemester vorgesehen, das ich ebenfalls bei ARS verbrachte“, erläutert der Informatiker.
Das Masterstudium, das er im Anschluss an der HS München absolvierte, hat er sich „wie einen Baukasten zusammengestellt. Ich wollte mich auf die Bereiche Software Engineering, Projektleitung und Softwarearchitektur spezialisieren und wählte entsprechende Module.“ Wann er die Praxisphasen absolviert, war im Master nicht vorgegeben. Also arbeitete er in Teilzeit für ARS und studierte dafür ein Jahr länger an der Hochschule. „Im Unternehmen wurden mir Tätigkeiten zugeteilt, die mich im Studium unterstützten und mein Wissen vertieften“, sagt der Absolvent.

Vielseitige Berufsaussichten

Seinen Abschluss machte er Anfang 2017. Seither arbeitet er bei ARS und kümmert sich um fast die gleichen Aufgaben wie schon zur Studienzeit, schildert Mateusz Niedzwiedzinski: „Mit Java-Projekten habe ich angefangen, aber mittlerweile gehört vor allem Continuous Integration zur Steigerung der Softwarequalität zu meinen Schwerpunkten. Das heißt, ich biete unseren Kunden Schulungen im Bereich Softwareentwicklung an, damit sie lernen, bestimmte Technologien und Tools richtig anzuwenden.“ Sein langfristiges Ziel ist, sich mehr in das Themengebiet Softwarearchitektur einzuarbeiten und zukünftig eine führende Rolle im Bereich Softwareentwicklungsprozesse zu übernehmen.

Sein Fazit: „Ein duales Studium würde ich jedem weiterempfehlen – der Übergang vom Studium zum Beruf verlief dadurch reibungslos.“

abi>> 25.09.2017

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