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Mehr als Design

Waschmaschinen
Technische Produktdesigner sorgen dafür, dass Waschmaschinen, Haartrockner oder Fahrzeuge nicht nur funktionieren, sondern auch gut aussehen.
Foto: Martin Rehm

Technische Produktdesigner

Mehr als Design

Ob Möbel, Flugzeuge oder Autos – überall, wo Produkte hergestellt oder Maschinen gefertigt werden, geht es ums Detail – und Technische Produktdesigner sind mittendrin: als Konstrukteure von Bauteilen. Entscheidend ist hier neben dem gelungenen Design vor allem präzises Arbeiten am Bildschirm.

Die Arbeitsfelder von technischen Produktdesignern variieren je nach Fachrichtung. „Bei der Produktgestaltung und -konstruktion steht die Entwicklung technischer Produkte und das Design von Gebrauchsgegenständen im Vordergrund. Die Spezialisten erstellen dreidimensionale Datenmodelle und technische Dokumentationen für Bauteile und Baugruppen“, erklärt Paul Ebsen, Pressesprecher der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, der zuvor in der Berufs- und Arbeitsberatung tätig war. Die Konstruktion am Computer mit sogenannten CAD-Programmen bietet dabei viel Freiraum für kreative Köpfe, denn die Produktpalette ist je nach Firmenzweig lang: Brillen, Smartphones, Waschmaschinen oder Haartrockner – in enger Zusammenarbeit mit Ingenieuren lassen sich Ideen erst entwerfen und später materialisieren.

Bei der Maschinen- und Anlagenkonstruktion sind Produktdesigner dafür mitverantwortlich, dass überhaupt erst passgenaue Produkte produziert werden können. „Im Fokus steht hier die Entwicklung von Anlagen, Maschinen und Fahrzeugen“, weiß Paul Ebsen. Technische Produktdesigner sichern hier mit ihrem Know-how den reibungslosen Produktionsablauf, indem sie Bauteile für Maschinen entwerfen und optimieren. Dazu analysieren sie Fehlerberichte und reagieren auch auf die Weiterentwicklung der Produkte und Änderungswünsche von Kunden.

Technisches und mathematisches Verständnis

Ein Porträt-Foto von Paul Ebsen

Paul Ebsen

Foto: Privat

Egal, welche Fachrichtung: Voraussetzung bei beiden ist eine dreieinhalbjährige Ausbildung, die dual angelegt ist. Das theoretische Wissen aus den Unterrichtseinheiten der Berufsschule kann so unmittelbar in die praktische Tätigkeit im Ausbildungsbetrieb einfließen. „Neben einem Abschluss mit mittlerer Schulbildung oder Hochschulreife zählen zudem Fähigkeiten wie abstraktes und räumliches Vorstellungsvermögen, technisches und mathematisches Verständnis sowie zeichnerische Befähigung als Anforderungen für einen Ausbildungsplatz“, erläutert Paul Ebsen. Je nach Ausbildungsbetrieb können Bewerber diese Fähigkeiten auch in Einstellungstests unter Beweis stellen.

Vom Fahrzeugbau bis hin zur Verpackungsindustrie

Die Beschäftigungsmöglichkeiten sind nach bestandener Ausbildung so vielfältig wie die Fachrichtungen selbst: Absolventen aus dem Bereich Produktgestaltung und -konstruktion sind zum Beispiel in Unternehmen des Fahrzeug- und Flugzeugbaus sowie der Medizintechnik und Konsumgüterindustrie tätig. Fachkräfte der Maschinen- und Anlagenkonstruktion findet man im Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau ebenso wie in der Verpackungsindustrie.

„Mit Zusatzqualifikationen lassen sich die Berufschancen während der Ausbildung noch verbessern, zum Beispiel mit der Weiterbildung zum Assistenten für Energie und Ressourcen im Handwerk oder im Bereich Technisches Zeichnen. Eine Hochschulzugangsberechtigung befähigt wiederum zum Bachelorstudium, beispielsweise im Fach Produkt- und Industriedesign“, sagt Paul Ebsen.

Weitere Informationen

BERUFENET

Infoportal der Bundesagentur für Arbeit mit mehr als 3.000 Berufsbeschreibungen (Suchwörter: Technischer Produktdesigner/in, Produkt-, Industriedesign).
www.berufenet.arbeitsagentur.de

KURSNET

Datenbank zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Bundesagentur für Arbeit.
www.kursnet.arbeitsagentur.de

Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Kompetenzzentrum für Erforschung und Weiterentwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Deutschland.
www.bibb.de/de/index.php

abi>> 18.05.2016