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Die inneren Werte

Junge Frau überprüft den Zustand eines neues Autos
Beim Kauf eines Autos gehört das Design zu den wichtigsten Entscheidungskriterien.
Foto: Martin Rehm

Technische Produktdesignerin

Die inneren Werte

Längst bestimmen hochkomplexe Elektronik und Computertechnik die Autos von heute. Janine Kubsch (25) ist Teil dieser Entwicklung. Sie arbeitet als Technische Produktdesignerin mit Schwerpunkt Produktgestaltung und -konstruktion bei der Daimler AG im Mercedes-Benz Werk in Sindelfingen.

Wie in anderen Unternehmen der Automobilindustrie liegen auch bei der Daimler AG viele Arbeitsschritte in der Verantwortung technischer Produktdesigner: von der Idee über die Gestaltung und Entwicklung eines Bauteils bis hin zur Konstruktion der Hardware.

„In meiner Abteilung gestalte ich zum Beispiel Rahmen für Autobatterien oder die Laderaummulde im Kofferraum“, erläutert Janine Kubsch. Dazu entwickelt sie das Bauteil mit Hilfe eines sogenannten CAD-Programms zunächst am Rechner. Gemeinsam mit den Kollegen aus Produktion und Werkstatt bespricht sie anschließend, ob die von ihr konstruierten Bauteile auch montiert werden können. „Der Austausch mit den Kollegen aus der Produktion ist sehr wichtig, denn die Teile müssen später perfekt sitzen. Dabei kommt es auf jedes Detail an“, betont sie.

Ist ein Bauteil erst einmal konstruiert und bereit für den Einbau in die Fahrzeuge, kümmert sich Janine Kubsch auch um die präzise Dokumentation im System. „Das ist besonders für die Logistiker wichtig. Denn so können sie später sehen, welche Bauteile zur Verfügung stehen und wo sie diese ordern können“, erklärt die 25-Jährige.

Positives Ergebnis im Einstellungstest

Ein Porträt-Foto von Janine Kubsch

Janine Kubsch

Foto: Privat

Auf den Beruf der Technischen Produktdesignerin stieß Janine Kubsch an einem Berufsinformationstag der Daimler AG. „Ich interessierte mich schon damals für Autos und deren Design“, erzählt sie. „Als ich dann auf den Beruf des Technischen Produktdesigners aufmerksam geworden bin, war ich direkt begeistert. Er vereinte meinen Wunsch des theoretischen Unterrichts in einer Berufsschule mit der praktischen Arbeit in einem Betrieb – und gezeichnet habe ich schon immer gern“. Dass sie als Technische Produktdesignerin unter anderem auch mathematische Fähigkeiten und abstraktes Denken unter Beweis stellen muss, war ihr klar – bestätigen konnte sie ihr Können letztlich beim Einstellungstest. „Die Aufgaben und natürlich auch das positive Ergebnis haben mich dann endgültig überzeugt.“

Ihre Ausbildung begann Janine Kubsch im September 2007. Nach erfolgreich verkürzter dreijähriger Ausbildungszeit wurde sie direkt im Anschluss in die Abteilung für Entwicklung von Rohbau- und Montageteilen für Pkw übernommen. Hier kann sie ihr Wissen und ihre praktischen Kompetenzen an der Arbeit mit Wagen der C- und E-Klasse anwenden.

Mehr Kenntnisse durch Qualifikationen

Auch wenn Janine Kubsch während ihrer Ausbildung umfassend auf den Beruf vorbereitet wurde, waren für sie Weiterbildungsmöglichkeiten schon zu Beginn ihrer Anstellung wichtig. „Nach der Ausbildung habe ich mich für zwei Jahre freistellen lassen, um in dieser Zeit eine Ausbildung zur Technikerin an der Gottlieb-Daimler-Schule in Sindelfingen anzuschließen. So konnte ich meine Kenntnisse mit einem tieferen Verständnis für die technischen Prozesse bereichern und direkt wieder einsteigen“, erklärt sie.

Damit sind ihre Pläne noch nicht abgeschlossen: „Mein Job ist abwechslungsreich und spannend. Aber ich kann mir schon vorstellen, noch ein Studium draufzusetzen. Das Angebot hier ist vielfältig, da findet sich definitiv etwas.“

abi>> 18.05.2016

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