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Mission: Spurensuche

Patrick Düwell arbeitet an einer Konstruktionszeichnung, die er an einem Rechner erstellt.
Als Technischer Produktdesigner erstellt Patrick Düwell Konstruktionszeichnungen von Maschinenbauteilen.
Foto: Denis Westheuser/Spilker

Technischer Produktdesigner

Mission: Spurensuche

Gangster jagt Patrick Düwell (26) als Technischer Produktdesigner bei der Spilker GmbH natürlich nicht. Aber wenn er bei den von ihm entworfenen Maschinen in Tests Fehler aufspürt, ist das für den 26-Jährigen so spannend wie ein Thriller.

Zwischen zehn bis fünfzehn Maschinen werden jährlich bei der Spilker GmbH konstruiert und gebaut, schätzt Patrick Düwell. Keine ist wie die andere, denn das Familienunternehmen im nordrhein-westfälischen Leopoldshöhe ist im Sondermaschinenbau tätig: Jede Anlage wird individuell entwickelt und exakt auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmt. 

Porträt von Patrick Düwell

Patrick Düwell

Foto: Denis Westheuser/Spilker

„Seine“ Maschinen kennt Patrick Düwell im Detail: „Vom Entwurf bis zur Abnahme bin ich für alle Prozesse zuständig“, sagt er. Kundengespräche gehören für ihn genauso zum Alltag wie die Konstruktion der einzelnen Bauteile am Computer mit CAD-Software. Jedes einzelne Fertigungsteil behält er dabei bis zur Endmontage genau im Blick. Dazu gehört es auch, die fertige Maschinen auf Mark und Bein zu testen, um selbst den kleinsten Fehler aufzuspüren. „Für mich ist das spannender als ein Krimi,“ sagt er.

Ausbildung mit viel Verantwortung

Das ganzheitliche Arbeiten schätzt Patrick Düwell besonders an seinem Beruf. Sowohl die Ausbildung als auch seinen Ausbildungsbetrieb hat er sich daher gezielt ausgesucht. Im persönlichen Umfeld des mittelständischen Unternehmens mit 220 Mitarbeitern trägt er viel Eigenverantwortung und hat Gestaltungsspielraum in seiner Arbeit – genau das richtige für ihn, sagt er. Die Ausbildung hat den heute 26-Jährigen schrittweise an die verantwortungsvollen Aufgaben herangeführt. In seiner ersten Zeit im Unternehmen unterstützte er erfahrene Konstrukteure und begleitete später Ingenieure bei größeren Projekten. Heute arbeitet er komplett selbstständig und spricht sich nur bei Bedarf mit seinem Abteilungsleiter ab.

Im Rückblick stand die größte Herausforderung für ihn am Beginn der Ausbildung. „Ich wurde bei vielen Aufgaben ins kalte Wasser geworfen“, erinnert er sich. „Dass so viel auf mich zukommt, damit hatte ich nicht gerechnet.“ Doch genau davon profitiert Patrick Düwell heute. „Jetzt muss ich allerdings noch viel mehr planen und Termine im Auge behalten“, sagt er. Zeitmanagement ist ein wichtiger Aspekt in seiner Tätigkeit. Schließlich müssen die Maschinen trotz aller speziellen Anforderungen pünktlich beim Kunden sein, selbst wenn Probleme auftauchen. Auch die Kosten muss der Technische Produktdesigner genau im Auge behalten.

Mit jeder Maschine und Aufgabe Neues lernen

Die Vielfalt seiner Aufgaben genießt er, auch wenn die Arbeit manchmal fordernd ist: „Arbeit am Reißbrett und Routine kenne ich nicht.“ Jede einzelne Maschine neu zu entwickeln, zu prüfen und zu verbessern sei ein ständiger Lernprozess. Irgendwann in den nächsten Jahren will er seine Qualifikation mit einem Maschinenbaustudium oder einer technischen Weiterbildung untermauern.

Bange vor neuen Anforderungen ist ihm nicht, an die anfängliche Scheu vor der geheimnisvollen Welt der Maschinen erinnert er sich dagegen heute noch gut. „Aber irgendwann macht es Klick und man versteht, dass Maschinen zu entwerfen nichts anderes ist als Legopuzzeln“, merkt Patrick Düwell augenzwinkernd an. Diese Einsicht gibt er übrigens schon an die neuen Auszubildenden im Betrieb weiter, die er gerne bei ihren ersten Schritten an die Hand nimmt.

abi>> 17.01.2019