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Eine gegenseitige Zusage

Aufnahme eines Schreibtisches, auf dem ein aufgeklappter Ordner, ein Kugelschreiber und ein Notebook liegen.
Bereits während des Studiums eignete sich Fabian Kolossa Wissen über IT-Entwicklung und Projektmanagement an.
Foto: Julien Fertl

Wirtschaftsinformatiker

Eine gegenseitige Zusage

Für sein praxisintegrierendes, duales Studium der Wirtschaftsinformatik verpflichtete sich Fabian Kolossa (25) gegenüber dem kooperierenden Unternehmen, nach seinem Abschluss mindestens zwei Jahre dort weiterzuarbeiten. Der Einstieg ins Berufsleben war ihm dadurch schon früh geebnet.

Die Umstellung von analogen Methoden auf digitale Datenaustauschverfahren und elektronische Akten stellt Unternehmen vor eine große Herausforderung. Für Berufsgenossenschaften entwickelt Fabian Kolossa zusammen mit seinen Teamkollegen hierfür spezielle Lösungen. Als Softwareentwickler und Berater bei der IT.UV Software GmbH in Hamburg arbeitet er im Dokumentenmanagement mit.

„Gemeinsam mit dem Kunden überlege ich, wie man betriebliche Aufgaben und neue gesetzliche Anforderungen am besten bewältigen kann“, erklärt er. „Neben der Beratung arbeite ich auch an der Entwicklung konkreter Projekte mit und betreue einige vorhandene Produkte. Entsprechend breit gefächert sind meine Tätigkeiten – das macht meine Arbeit sehr abwechslungsreich.“

Übernahme direkt nach dem Abschluss

Ein Porträtfoto von Fabian Kolossa

Fabian Kolossa

Foto: privat  

Seine Position konnte er gleich nach dem Bachelorabschluss antreten. Die Firma kannte Fabian Kolossa bereits gut durch die Praxisphasen, die das duale Studium Wirtschaftsinformatik an der privaten, staatlich anerkannten Nordakademie Elmshorn beinhaltet. Zuvor hatte er sich sowohl bei dem Kooperationsunternehmen als auch bei der Hochschule für den Platz beworben. „Während der zehnwöchigen Theoriephasen habe ich verschiedene Module aus den Bereichen Informatik, BWL und dem Schnittstellenbereich Wirtschaftsinformatik belegt“, berichtet er. „Dazwischen habe ich in jeder Praxisphase einen neuen Bereich des Betriebs kennengelernt, sodass ich bis zum Abschluss meines Studiums fast überall Erfahrungen sammeln konnte.“ Insgesamt dauerte das Studium sieben Semester.

Die Studiengebühren übernahm der Arbeitgeber, außerdem erhielt Fabian Kolossa durchgehend eine Ausbildungsvergütung. Zudem sah es sein Ausbildungsvertrag vor, dass er nach dem Bachelorabschluss noch zwei Jahre im Unternehmen bleiben sollte. „Da wir beide, der Arbeitgeber und ich, mit unserer Zusammenarbeit sehr zufrieden waren, lief mein Berufseinstieg sehr einfach ab: Wir haben uns kurz vor dem Abschluss zusammengesetzt und uns überlegt, welcher Bereich mir am besten gefallen hat und wo aktuell Bedarf an neuen Mitarbeitern besteht.“ Alles passte zu den gegenseitigen Vorstellungen, nun brauchten nur noch die Vertragsbedingungen verhandelt werden.

Mehr Verantwortung und Eigenständigkeit

Einiges hat sich für Fabian Kolossa dennoch verändert, seitdem er fest angestellt ist: „Da ich während meiner Praxisphasen immer wieder in neue Unternehmensbereiche gekommen bin, war ich stets der Neuling, ein Teammitglied auf Zeit, und musste mich erst mal einarbeiten, denn nach einigen Monaten ging ich ja wieder an die Hochschule.“ Mit der Festanstellung ist er längerfristig einem Bereich zugeordnet und hat sich im Team einen eigenen Expertenbereich erarbeitet.

Das bringt auch mehr Verantwortung mit sich. „Im Studium war immer ein Kollege mit mir zusammen zuständig, nun schaut mir niemand mehr über die Schulter. Weil ich alle Unternehmensbereiche kennengelernt habe, weiß ich aber, wo ich bei Problemen oder Fragen schnell den richtigen Ansprechpartner finden kann.“

Parallel im Master studieren

Zurzeit absolviert der Softwareentwickler berufsbegleitend das Masterstudium „Wirtschaftsinformatik/IT-Management“, ebenfalls an der Nordakademie. Sein Arbeitgeber unterstützt ihn wieder in seinem Vorhaben. „Neu ist aber, dass es sich nicht mehr um ein duales Studium, sondern um ein berufsbegleitendes Studium handelt. Ich bin also ganz normal angestellt und lerne zusätzlich zum Arbeitsalltag für meine Mastermodule“, erklärt er.

Nach diesem weiteren Abschluss möchte Fabian Kolossa sich erst einmal ganz auf seine Arbeit konzentrieren: „In welche Richtung es dann weitergeht, werde ich sehen. Mit meiner Masterarbeit im Bereich der künstlichen Intelligenz eröffnen sich mir zukünftig spannende neue Themenbereiche.“

abi>> 21.09.2017