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Der Kunde steht im Mittelpunkt

Ein junger Mitarbeiter einer Bank stempelt ein Formular.
Der Kunde steht für Bankkaufleute im Mittelpunkt. Sie helfen ihnen bei Fragen, beraten zu Finanzprodukten und betreuen gewissenhaft deren Bankgeschäfte - ein Beruf mit viel Verantwortung.
Foto: Kemme

Bankkaufleute – Hintergrund

Der Kunde steht im Mittelpunkt

Bankkaufleute müssen gut mit Zahlen umgehen können – doch ebenso wichtig ist, dass sie gerne kommunizieren, beraten und Freude daran haben, mit Menschen zu arbeiten.

Ein anständiges Gehalt, gute Übernahmechancen und viele Karrieremöglichkeiten – die Ausbildung zum/r Bankkaufmann/-frau ist nach wie vor sehr beliebt. Vor allem bei Abiturienten. „2016 wurden in Deutschland 9.288 Ausbildungsverträge für Bankkaufleute abgeschlossen – 73 Prozent davon hatten die Hoch- oder Fachhochschulreife“, sagt Manja Welzer, Beraterin für akademische Berufe bei der Agentur für Arbeit Heidelberg. „Das heißt nicht, dass man mit einem Realschulabschluss keine Chance hat, aber Bewerber mit Abitur haben es doch deutlich leichter.“

Abiturienten, die sich für die Branche interessieren, stehen drei Wege offen: ein Studium der Betriebswirtschaftslehre, etwa mit dem Schwerpunkt Banking and Finance oder Finanzdienstleistungen, ein duales Studium oder eine duale Berufsausbildung. „Vor allem für Jugendliche, die gerne praxisorientiert arbeiten und so schnell wie möglich in den Beruf einsteigen wollen, ist eine Ausbildung ein guter Weg“, weiß die Expertin. Abiturienten können die dreijährige Ausbildung in der Regel auf zwei oder zweieinhalb Jahre verkürzen.

Zusatzqualifikation während der Ausbildung

„Zudem haben sie die Möglichkeit, schon während der Ausbildung eine zusätzliche Qualifikation zu erwerben“, betont Manja Welzer. Eine solche „doppelt qualifizierende Erstausbildung“ ist die zum Finanzassistenten. „Dabei werden die Bereiche Allfinanz und Steuerrecht weiter vertieft“, ergänzt die Expertin. Am Ende haben die Abiturienten dann zwei Abschlüsse in der Tasche: Sie sind Bankkaufmann/-frau und Finanzassistent/in. Ebenfalls schon während der Ausbildung können Abiturienten die Zusatzqualifikation „Fremdsprache für kaufmännische Auszubildende“ erwerben – zum Beispiel in Wirtschaftsenglisch.

„Bei Bankkaufleuten dreht sich alles rund ums Geld“, erklärt die Berufsberaterin. „Es werden Generalisten ausgebildet, die in allen Geschäftsbereichen der Kreditinstitute tätig sind.“ Sie beraten Kunden bei der Kontoführung, bei Finanzierungs- und Versicherungsfragen, verkaufen Bankdienstleistungen, informieren über Geldanlagen oder vermitteln Bausparverträge. Auszubildende lernen zwar auch das Rechnungswesen innerhalb der Bank kennen, doch ihre Hauptaufgabe ist die Betreuung von Kunden.

Beruf mit Verantwortung

Bankkaufleute haben einen Beruf mit viel Verantwortung, bei dem mehr gefragt ist als ein guter Umgang mit Zahlen. Bei der Auswahl ihrer Azubis schauen die Unternehmen auch auf die Deutschnote. „Der Kunde steht im Mittelpunkt. Bankkaufleute müssen sich gut ausdrücken können, kommunikativ sein und komplexe finanzielle Sachverhalte verständlich erklären können“, sagt die Expertin. Zudem müssen sie offen sein und ein freundliches Auftreten haben. „Dazu gehört auch ein gepflegtes Äußeres.“ Angehende Bankkaufleute sollten zudem Freude am Verkauf haben und gute Teamplayer sein.

„Was in den vergangenen Jahren immer wichtiger wurde ist die Medienaffinität, eine Aufgeschlossenheit für digitale Themen“, betont Manja Welzer. Denn die Branche steckt mitten in einem Wandel. Immer mehr Menschen erledigen ihre Bankgeschäfte online, Filialen schließen. 446.956 Bankkaufleute waren 2017 sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Die Zahl sinkt seit Jahren. Dennoch hält Manja Welzer die Ausbildung nicht für überholt. „Es ist eine fundierte Ausbildung, die in den Unternehmen sehr gut geregelt ist“, sagt sie. „Bankkaufleute sind auch in anderen Branchen gefragt, zudem gibt es gute Weiterbildungsmöglichkeiten wie den Bankfachwirt oder ein berufsbegleitendes Studium.“ Wer leistungsbereit und flexibel ist, dem stehen nach der Ausbildung viele Türen offen.

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild (Suchworte z.B. Bankkaufmann/-frau)

www.berufenet.arbeitsagentur.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

KURSNET

Das Portal für Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit

www.kursnet-finden.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Stiftung für Hochschulzulassung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Über den „finder“ kannst du gezielt nach ausbildungsintegrierenden Studiengängen suchen.

www.studienwahl.de

Bundesinstitut für Berufsbildung

www.bibb.de

AusbildungPlus

Die Plattform des Bundesinstituts für Berufsbildung bietet einen Überblick über duale Studiengänge und Ausbildungsangebote mit Zusatzqualifikation.

www.ausbildungplus.de

Portal für Bankazubis, Studierende und Banker

www.bankkaufmann.com

abi>> 07.02.2018