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Eine Stadt mitgestalten

arbeiten am Computer im Buero
Mitarbeiter im Bauamt übernehmen Verwaltungsaufgaben und entwickeln virtuelle Pläne von Projekten zur Umgestaltung der Stadt.
Foto: Alex Becker

Beamter im höheren bautechnischen Dienst

Eine Stadt mitgestalten

Als Bauamtsleiter der niedersächsischen Stadt Einbeck sitzt Frithjof Look (30) an der Schnittstelle zwischen Politik, Bürgerwünschen und Verwaltung. Das Beste an seinem Job: Er kann die städtebauliche Zukunft seiner Region entscheidend mitprägen.

Einbeck ist mit seinen Fachwerkhäusern und seiner Brautradition ein charmanter Ausflugsort. Die Stadt in Südniedersachsen hat knapp über 27.000 Einwohner. Hier ist Frithjof Look Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Bauen, kurz: Bauamtsleiter. Sein Büro befindet sich im Rathaus, das – wie in vielen anderen Städten auch – ein geschichtsträchtiges Gebäude im Zentrum der Stadt ist.

„Ich habe mit konkreten Bauprojekten zu tun, kann das Stadtbild mitgestalten und habe zudem einen engen Draht zu den Bürgern, die – wo möglich – in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden“, umreißt er sein Aufgabengebiet. Seit einiger Zeit kümmert er sich auch um die Wirtschaftsförderung und das Gebäudemanagement. Zudem trägt er Personalverantwortung.

Referendariat für den höheren Dienst

Ein Porträt-Foto von Frithjof Look

Frithjof Look

Foto: privat

Dass er mit seinen gerade mal 30 Jahren bereits Bauamtsleiter ist, hat Frithjof Look seiner Zielstrebigkeit zu verdanken: „Ich wusste bereits im Studium, dass ich an der Schnittstelle zwischen Politik und Verwaltung tätig sein möchte.“

Sowohl sein Bachelor- als auch sein Masterstudium der Stadtplanung hat er an der HafenCity Universität Hamburg abgeschlossen. Gleich im Anschluss absolvierte er im Regierungspräsidium Darmstadt ein technisches Verwaltungsreferendariat, um eine Laufbahn in den höheren bautechnischen Dienst einzuschlagen. „Ich hätte mit dem Abschluss sicherlich auch anderen interessanten Tätigkeiten nachgehen können“, erklärt er. „Meine Priorität lag aber auf dem Verwaltungsreferendariat, weil mich sowohl die Inhalte als auch die Option, Führungsaufgaben zu übernehmen, gereizt haben.“

Kein Nine-to-five-Job

Nach dem zweijährigen Referendariat bewarb sich Frithjof Look in Einbeck – und bekam die Stelle. In seiner Funktion als Bauamtsleiter betreut er ganz unterschiedliche Projekte: Mal geht es um die Umgestaltung der innerstädtischen Straßen und Plätze, mal um den Erhalt historischer Fachwerkhäuser oder um den Bau von Parkanlagen.

Dazu werden in der Verwaltung Leitlinien, Pläne und Entwürfe ausgearbeitet, die dann in diversen Ausschüssen und Stadtratsversammlungen als Arbeitsgrundlage eingebracht werden. „Wir nehmen Ideen, Anregungen und Wünsche auf und entwickeln daraus eine umsetzbare Form“, schildert der junge Mann den interaktiven Prozess. Da Sitzungen auch gerne mal in die Abendstunden fallen, ist es kein Nine-to-five-Job.

Vorgaben, Grenzen – und Spielräume

Frithjof Look betont, dass eine Verwaltung anders funktioniert als ein freies Planungsbüro: „Wir haben sehr viele rechtliche Vorgaben und auch der Haushalt der Kommune setzt Grenzen.“ Zudem gilt es, die unterschiedlichen Interessen diverser Akteure wie Politiker, Stadträte und Bürger zu berücksichtigen. „Die kleinen Spielräume zu nutzen, um das Beste rauszuholen, kann aber auch sehr spannend sein“, sagt der 30-Jährige über die Herausforderung.

Verwaltungsjuristische Themen stehen zwar im Vordergrund, ohne sein städtebauliches Fachwissen könnte er jedoch keine fundierten Entscheidungen treffen. Und diese stehen regelmäßig an, etwa wenn er als Juror Wettbewerbsentwürfe beurteilen muss. Auch wenn er dabei von seinem Team unterstützt wird, liegt die Verantwortung letzten Endes bei ihm.

abi>> 16.10.2017