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Von Zahlen und Sprachen

Taschenrechner und diverse typische Schreibtischutensilien liegen nebeneinander.
Eurokaufleute müssen nicht nur Fremdsprachen gut beherrschen, sondern auch mit Zahlen und Exceltabellen umgehen können.
Foto: Martin Rehm

Eurokaufmann

Von Zahlen und Sprachen

Dass Eurokaufleute überall dort tätig sein können, wo Fremdsprachenkenntnisse nötig sind, zeigt das Beispiel von Bernhard Zimmermann (28). Er arbeitet als Personalreferent bei einem international agierenden Verpackungshersteller am Standort Weiden.

Die Constantia Flexibles GmbH, für die Bernhard Zimmermann tätig ist, unterhält Produktionsstandorte in 18 Ländern. Der 28-Jährige betreut am Standort im bayerischen Weiden mehrere deutsche Gesellschaften in Personalangelegenheiten. Regelmäßig erstellt er Gehaltsabrechnungen und ist Ansprechpartner für die Mitarbeiter, beispielsweise bei Fragen zu Arbeits- und Urlaubszeiten. Der Umgang mit Zahlen und umfangreichen Excel-Tabellen gehört zu seinem Berufsalltag. Jeden Monat fertigt er für die Konzernzentrale ein sogenanntes Reporting an, also umfangreiche statistische Auswertungen zu Mitarbeiterzahlen, geleisteten Überstunden und zum Krankheitsstand. Die Berichte werden in englischer Sprache an die Konzernzentrale in Wien verschickt. Für die Abrechnungen und das Zeitmanagement der Mitarbeiter nutzt er ein spezielles Softwareprogramm, das in einem laufenden Prozess angepasst werden muss. „Immer, wenn sich die gesetzlichen und tariflichen Regelungen ändern, müssen in dem Programm neue Einstellungen vorgenommen werden. Daher arbeite ich eng mit den Kollegen aus dem IT-Bereich zusammen“, erklärt der gelernte Eurokaufmann, der sich inzwischen mittels Fernstudium zum Diplomkaufmann (FH) weiterqualifiziert hat. Aktuell betreut seine Abteilung die Einführung der SAP-Software bei einem spanischen Unternehmen, das jüngst in den Konzern aufgenommen wurde.

Arbeiten im internationalen Umfeld

Ein Porträt-Foto von Bernhard Zimmermann

Bernhard Zimmermann

Foto: Privat

Während der Oberstufe hatte der junge Mann aus Bayern, für den ein Studium erstmal nicht in Frage kam, gezielt nach speziellen Ausbildungsberufen für Abiturienten gesucht. „Besonders gereizt hat mich der Fremdsprachenanteil in diesem Beruf, aber auch die Möglichkeit, in einem international agierenden Konzern tätig zu werden“, erläutert er. Neben der Berufsausbildung zum Industriekaufmann bei der Constantia Flexibles in Weiden hat er eine IHK-Prüfung als Fremdsprachenkorrespondent in den Sprachen Englisch und Französisch abgelegt. Im Rahmen des schulischen IHK-Unterrichts konnte Bernhard Zimmermann auch an Sonderkursen zu Projektmanagement, Informatik und Rhetorik teilnehmen, die in den Blockunterricht von zwei mal zehn Wochen pro Ausbildungsjahr integriert waren. In seinem heutigen Berufsalltag profitiert er von diesen Zusatzqualifikationen. „Meine Französischkenntnisse konnte ich einbringen, als ich zeitweise eine französische Gesellschaft betreut habe. Derzeit kommt in meinem Berufsalltag hauptsächlich die Konzernsprache Englisch zum Einsatz, aber das kann sich jederzeit wieder ändern.“

abi>> 15.07.2015