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Die Allrounderin

Bunte Bowlingkugeln liegen neben einer Bowlingbahn.
Bowling mit den Kollegen? Das macht nicht nur Spaß, sondern fördert auch eine positive Firmenkultur.
Foto: Hans-Martin Issler

Feelgood-Managerin

Die Allrounderin

„Welches T-Shirt würden Sie am ersten Tag bei Spreadshirt tragen?“ Bei dieser Frage im Vorstellungsgespräch musste Stefanie Frenking (31) kurz überlegen. Ihre Antwort hat trotzdem überzeugt: Eines mit der Aufschrift „Kulturbeauftragte“ – denn als Feelgood-Managerin trage sie wesentlich dazu bei, dass eine positive Firmenkultur gelebt werde.

Auf dem Weg zum Meeting stößt Stefanie Frenking fast mit einer Kollegin aus der Personalabteilung zusammen. „Was meinst du, Steffi, können wir noch eine andere Sorte Tee kaufen?“ Eine weitere Kollegin ruft ihr im Vorbeigehen zu: „In welchem Raum findet noch mal die Einführung der neuen Mitarbeiter statt?“ Kaum um die nächste Ecke des Flures gebogen, trifft sie auf einen Kollegen vom Kundenservice. „Gut, dass ich dich treffe! Ich hätte da noch eine Idee für das Sommerfest.“ Ein kurzer Blick auf die Uhr – das Meeting ist seit zehn Minuten in Gang. Ein ganz normaler Morgen im Leben einer Feelgood-Managerin.

Kreative Teamarbeit

Porträt von Stefanie Frenking

Stefanie Frenking

Foto: privat

Seit Oktober 2011 ist Stefanie Frenking bei dem E-Commerce-Unternehmen Spreadshirt in Leipzig tätig, das sich auf den On-Demand-Druck von Kleidung und Accessoires spezialisiert hat. Die Aufgabe der 31-Jährigen ist es, für eine lockere und motivierende Unternehmensatmosphäre zu sorgen. Damit das gelingt, arbeitet sie im engen Austausch mit der Personal- und Kommunikationsabteilung – vorzugsweise auf dem gemütlichen Office-Sofa oder am eigenen Schreibtisch. Auch das Recruiting und ein dreiköpfiges Team verantwortet sie mittlerweile.

Das gemeinsame Ziel: Spaß an der Arbeit und ein freundschaftliches Miteinander sollen trotz höchster Professionalität immer eine wichtige Rolle spielen. „Das klingt erst mal banal – ist es aber bei weitem nicht“, so die Feelgood-Managerin. „Viele kleinteilige Themen müssen dafür koordiniert werden. Natürlich kann man bei über 500 Mitarbeitern weltweit nicht alle Wünsche erfüllen.“ Welche Ideen am Ende umgesetzt werden, entscheidet sie auf Grundlage von Erfahrungswerten, gemischt mit einer guten Portion Experimentierfreudigkeit.

Abwechslungsreiche Aufgaben

Als Abiturientin hatte sich Stefanie Frenking dafür entschieden, eine Ausbildung zur Assistentin für Hotelmanagement zu machen. Anschließend war sie bei einem Sprachreiseveranstalter in Spanien tätig. In Leipzig arbeitete sie schließlich zunächst im Stadtmarketing und dann als Teamassistenz bei der Energiebörse. Als sie die Stellenausschreibung von Spreadshirt sah, war ihr das Berufsbild der Feelgood-Managerin völlig neu. Doch sie fand das Aufgabengebiet spannend und bewarb sich. Sie durchlief zwei Bewerbungsgespräche und sollte sich dabei unter anderem drei Firmenevents überlegen und diese in einem Blogpost ankündigen. Bald darauf kam die Zusage.

An ihrem Beruf gefällt der Feelgood-Managerin besonders gut, dass sich dabei alles um Kommunikation, Events und Personalarbeit dreht. „Die Mischung aus Organisation und Kreativität macht meinen Job zu einer abwechslungsreichen Aufgabe. Es wird nie langweilig, allerdings tanzt man manchmal gefühlt auf vielen Hochzeiten gleichzeitig“, betont sie. „Struktur und Priorisierung gehören daher zu meinem Arbeitsalltag.“

Schaukeln zur Entspannung

Wichtige Eigenschaften für ihre Tätigkeit sind Organisationstalent, Fremdsprachenkenntnisse, Spaß am Netzwerken und Empathie. „Und eine gewisse Hands-on-Mentalität: Neben strategischen Aufgaben muss man auch mal nach einer Party mit aufräumen. Dafür sollte man sich nicht zu schade sein.“ Dafür ist Stefanie Frenking relativ frei in ihrer Arbeitsgestaltung: „Home Office und flexible Arbeitszeiten sind bei uns kein Problem – natürlich immer in Absprache mit dem Team.“

Für die nächsten Jahre hat sie sich vorgenommen, das Feelgood-Management bei Spreadshirt weiter auszubauen – mit einem wachsenden Team, das die Leidenschaft für die Aufgaben teilt. Nach kurzem Nachdenken fügt sie hinzu: „Ich hätte auch gern eine große Schaukel bei uns im Hauptquartier – für entspannte Teammeetings.“

abi>> 09.03.2017