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Köpfe jagen – was steckt dahinter?

Eine junge Frau und ein junger Mann führen eine Besprechung
Ein Gespür für Menschen und sehr gute Kommunikationsfähigkeit sind in der Unternehmensberatung unverzichtbar.
Foto: Nicole Schwab

Headhunter/in – Hintergrund

Köpfe jagen – was steckt dahinter?

Für jeden Topf gibt es den richtigen Deckel – das gilt auch im Berufsleben. Menschen zu finden, die perfekt auf eine vakante Position in einem Unternehmen passen, ist die Aufgabe von Headhuntern.

Früher ging es beim Headhunting ausschließlich um die Besetzung von Führungspositionen, meist in großen Unternehmen. Dieses Geschäft teilte sich eine kleine Zahl von Personaldienstleistern. Heute ist die Branche gewachsen und breit aufgestellt. Unternehmen besetzen immer häufiger Stellen mit Hilfe von Personaldienstleistern. Das Prinzip heißt: gezielt vorgehen statt auf gut Glück mit einer Stellenanzeige suchen. Viele Beratungsunternehmen haben sich daher spezialisiert und kümmern sich um bestimmte Branchen oder um internationale Märkte. Andere arbeiten als Generalisten mit regionalen Niederlassungen.

Gezielter Berufswunsch oder Quereinstieg?

Headhunting klingt nach Abenteuer – aber dieser Beruf erfordert eine solide Ausbildung. Grundsätzlich gibt es zwei Einstiegsmöglichkeiten. Ein Studium in Psychologie oder Personalmanagement ist eine gute fachliche Basis und eine Visitenkarte beim Start ins Berufsleben. Psychologische Kenntnisse können vor allem bei Auswahlverfahren hilfreich sein. Wer Personalwesen studiert, weiß über Personalentwicklung in Unternehmen Bescheid. Das Branchenwissen, das bei Kundenaufträgen gefragt ist, eignet man sich dann im Laufe der Zeit an.

Aber auch ein Quereinstieg nach einem Fachstudium ist möglich. Wer beispielweise ein Studium im Ingenieurwesen absolviert hat und im Studium oder Beruf sein Talent für Kommunikation und den Umgang mit Menschen entdeckt, kann im Headhunting ebenso erfolgreich sein.

Menschenkenntnis ist gefragt

Welche Eigenschaften sollte man unabhängig vom fachlichen Hintergrund mitbringen? Gespür für Menschen und sehr gute Kommunikationsfähigkeit sind unverzichtbar. Schon beim Briefing durch den Kunden geht es darum, die genauen Anforderungen im Dialog auszuloten. Ein grundlegendes Talent muss vorhanden sein, alles weitere kommt mit der Erfahrung: „Der Berater reift beim Kunden“, beschreibt Reinhard Kolvenbach, erfahrener Headhunter und Managing Partner bei DHR International Neumann. Im Recruiting spielen zudem zunehmend Digitalisierung und Künstliche Intelligenz eine Rolle, etwa um Bewerberprofile auszuwerten. Wer heute seine Karriere als Headhunter plant, muss dafür offen sein.

Wie jeder Unternehmensberater muss auch ein Headhunter viel Zeit und Energie darauf verwenden, Kunden zu gewinnen. Als Recruiter muss man grundsätzlich gern in Netzwerken arbeiten und „gut mit Menschen können“ – aber eben auch Verkaufstalent haben. „Menschenkenntnis, Analyse und Stärke in der Kommunikation nützen nichts, wenn man sie nicht an den Kunden bringen kann“, bestätigt Reinhard Kolvenbach.

Karriereleitern

In großen Personalberatungsagenturen haben Berufseinsteiger die Möglichkeit, als Assistent, in der Recherche und bei Teilaufgaben in Projekten Erfahrungen zu sammeln und sich nach oben zu arbeiten. Kleinere Beratungsunternehmen haben einen solchen Mitarbeiterstab in der Regel nicht – hier steigt man eher nach einigen Jahren Berufserfahrung im Personalmanagement oder einer Fachposition ein.

Weitere Informationen

Berufsfeld-info.de

Infoportal der Bundesagentur mit einem Überblick und Reportagen zu verschiedenen Berufswelten
www.berufsfeld-info.de

 

BERUFENET
Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild (Suchwort z.B. Recruiter, Personalberater/in)
berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index?path=null

 

Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP)
www.personaldienstleister.de

 

Bundesverband deutscher Unternehmensberater (BDU)
www.bdu.de

abi>> 09.11.2018