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Marketingprofi mit Gästekontakt

Aufnahme der Sterne-Tafel an einem Hotel Eingang.
Anzeigen, Radiospots, Interviews - um ein Hotel zu promoten, sind viele Werbemaßmanahmen erforderlich.
Foto: Katharina Kemme

Hotelfachfrau

Marketingprofi mit Gästekontakt

Kerstin Lutz (29) arbeitet in der Marketingabteilung einer fränkischen Hotelkette. Dank ihrer Ausbildung zur Hotelfachfrau weiß sie genau, wie die Abläufe in einem Hotel funktionieren – das erleichtert ihr nicht nur den Umgang mit Gästen, sondern auch mit Kunden.

Seit zweieinhalb Jahren arbeitet Kerstin Lutz in der Marketingabteilung der Arvena Hotels in Nürnberg. Dort bewältigt sie gemeinsam mit ihrer Chefin die unterschiedlichsten Aufgaben. Beispielsweise stellt sie die Hotels auf Hochzeitsmessen vor, erstellt umfangreiche Statistiken über Rahmenvertragskunden und zeigt auf, wie viele Übernachtungen diese Kunden im Schnitt buchen. Auch neue Rahmenverträge mit großen Unternehmenskunden handelt sie aus: Wie viele Buchungen wird der Kunde im Vertragszeitrum benötigen? Welche Konditionen kann das Hotel ihm dafür bieten? Jeden Tag prüft Kerstin Lutz die Preise der Konkurrenz und regt gegebenenfalls an, die eigene Preispolitik anzupassen.

Koordinierung der Werbemaßnahmen

Ein Porträt-Foto von Kerstin Lutz

Kerstin Lutz

Foto: Michaela Schneider

Als Marketingassistentin ist Kerstin Lutz aber auch für Werbemaßnahmen zuständig: Sie schaltet Anzeigen und Radiospots, gibt Interviews und organisiert manchmal Drehtermine von Filmteams in den Hotels. Die Drucksachen aller fünf Hotels der Kette gehen ebenfalls durch ihre Hände: Gutscheine, Flyer, Broschüren. Dabei arbeitet sie eng mit den Mitarbeitern der anderen Häuser zusammen.

Marketing machte zwar einen Teil ihrer Ausbildung aus – Vieles hat sich Kerstin Lutz jedoch erst in der Praxis angeeignet. „Als ich in die Marketingabteilung gekommen bin, war mir noch gar nicht ganz so klar, was auf mich zukommen würde“, erinnert sie sich. Dennoch gibt ihr die Ausbildung Sicherheit. „Wie soll ich einem Gast eine Hochzeit verkaufen, wenn ich gar nicht weiß, wie eine Hochzeit in einem Hotel tatsächlich abläuft?“, meint sie. Kerstin Lutz kennt die verschiedenen Abteilungen der Hotels sehr gut und weiß, wer wo und wie arbeitet. Sie selbst ist gewöhnlich von 9 bis 17.30 Uhr im Einsatz. Etwa zwei Mal im Monat kommen Abendveranstaltungen hinzu. Ungefähr drei Mal im Jahr repräsentiert sie das Unternehmen auf Messen.

Freundlich, aber bestimmt

„Wenn Gäste oder Kunden da sind, kann ich es mir nicht leisten, schlecht gelaunt oder abweisend zu sein“, beschreibt Kerstin Lutz eine Herausforderung in ihrem Beruf. Als Profi muss sie immer freundlich sein. Zu ihrem Job gehört es auch, Beschwerden, die über Internetportale abgegeben werden, zu beantworten. „Wenn ich mich da nicht geschickt anstelle, bekommen wir vielleicht viele Gäste gar nicht“, sagt sie. Im Kontakt mit Lieferanten darf sie dagegen nicht zu nachgiebig sein. „Hier die Balance zu halten, ist durchaus manchmal knifflig“, sagt sie. Dabei hilft es ihr, dass sie sehr gerne mit Menschen zu tun hat. „Jemand mit meinem Job sollte schon extrovertiert und nicht zu schüchtern sein“, empfiehlt sie.

Kerstin Lutz entschied sich nach dem Abitur zunächst für ein geisteswissenschaftliches Studium in Erlangen. „Nebenbei arbeitete ich viel in der Gastronomie – und merkte, dass mir das viel mehr Spaß macht“, erklärt die heute 29-Jährige. Sie brach das Studium ab und begann bei den Arvena Hotels eine Ausbildung zur Hotelfachfrau.

Neben ihrer heutigen Tätigkeit bildet Kerstin Lutz sich fort und bereitet sich in Seminaren zum Beispiel auf Führungsaufgaben vor. Irgendwann möchte sie einmal die Leitung einer Marketingabteilung übernehmen: „Ob in der Hotel- oder einer anderen Branche steht noch in den Sternen.“

abi>> 24.02.2016