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Die rechte Hand der Chefin

Akten auf einem Regal
Industriekaufleute werden in verschiedenen kaufmännischen Bereichen eines Unternehmens eingesetzt.
Foto: Nicole Schwab

Industriekauffrau

Die rechte Hand der Chefin

Angelina Sommerfeldt arbeitet als Industriekauffrau bei der Deutschen Bahn im Geschäftsfeld DB Service in Berlin. Die 24-Jährige schätzt an ihrer Tätigkeit, dass sie viel Verantwortung übernehmen darf.

„Das ist genau das, was ich machen will“, beschreibt Angelina Sommerfeldt ihre Tätigkeit als Industriekauffrau im Spartenbüro Infrastrukturelles Facility Management des Regionalbereichs Nordost. Das Spartenbüro ist eine Art Steuerungszentrale, die unter anderem die Reinigung und den Winterdienst auf Bahnhöfen und bei anderen Bahn-Immobilien in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern plant und überwacht.

Als „rechte Hand“ ihrer Chefin koordiniert Angelina Sommerfeldt Termine, bereitet diese vor, kümmert sich um die Post, schreibt Protokolle und bestellt Büromaterial. Außerdem ist die 24-Jährige Fachvermittlerin für die Auszubildenden und hat die Funktion der Umweltbeauftragten übernommen. Ihre Spezialaufgabe allerdings ist QES. „Das steht für Qualitätserfassungssystem“, erklärt die junge Industriekauffrau. „Dazu kontrollieren unsere Reiniger sowie unsere internen Kunden digital Bahnsteige oder Vorplätze darauf, wie sauber sie sind. Ich erfasse diese Daten und bereite sie auf. So können wir vom Büro aus feststellen, wo es hakt und nachbessern.“

Schnell umdenken und Verantwortung übernehmen

Ein Porträt-Foto von Angelina Sommerfeldt

Angelina Sommerfeldt

Foto: Privat

Angelina Sommerfeldt mag, dass sie trotz ihrer geringen Berufserfahrung für viele Aufgaben eigenständig verantwortlich ist. „Ich finde, man sollte bereits als Berufsanfänger zeigen: Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen.“ Aus ihrer Sicht ist es für Industriekaufleute auch wichtig, schnell umdenken zu können: „Kein Arbeitstag gleicht dem anderen. Oft ergeben sich Aufgaben aus dem Tagesgeschehen.“ Mit all diesen Herausforderungen ist sie sehr glücklich: „Ehrlich gesagt, kann ich mir schwer vorstellen, etwas anderes zu tun“, sagt sie.

Für Angelina Sommerfeldt war nach dem Abitur klar, dass sie etwas Kaufmännisches machen wollte. „Mein damaliger Freund war Industriekaufmann. Von ihm wusste ich, dass man in diesem Beruf ein breites Spektrum an Inhalten lernt und so auch eine gute Basis für eine Weiterbildung oder ein Studium erwirbt“, erinnert sie sich. Dass die Bahn den Auszubildenden, die die Lehre erfolgreich abschließen, eine Übernahmegarantie anbietet, sprach zusätzlich für ihren Arbeitgeber.

Ausbildung mit Führungspotential

Als Abiturientin mit guten Noten in der Berufsschule konnte Angelina Sommerfeldt die Ausbildungsdauer um ein halbes Jahr verkürzen. So schloss sie die Ausbildung bereits nach zweieinhalb Jahren ab. Ihren jetzigen Arbeitsplatz wählte sie gezielt aus: „Während der Ausbildung durchlief ich mehrere Abteilungen von DB Services. Unter anderem war ich auch hier tätig. Kurz vor Ende der Ausbildung wurden wir gefragt, wo wir gerne arbeiten möchten. Ich entschied mich für diese Abteilung – und es klappte!“, freut sie sich.

Derzeit absolviert Angelina Sommerfeldt einen Kurs zur Umweltmanagementbeauftragten und wird im Frühjahr ins „Potentialentwicklungsprogramm“ ihres Arbeitgebers einsteigen. Dieses bereitet Mitarbeiter auf Fach- oder Führungspositionen vor. Eine solche zu übernehmen, kann sich die junge Industriekauffrau gut vorstellen, zum Beispiel als Bereichskoordinatorin oder im Personalwesen.

abi>> 23.03.2016