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Ansprechpartnerin für alles

Teambesprechung nach dem Dreh
Teambesprechung nach dem Dreh: Sind alle Rechnungen da, stimmt die Handkasse? Kaufleute für audiovisuelle Medien kümmern sich in Produktionsfirmen um alle kaufmännischen und ggf. organisatorischen Belange.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Kauffrau für audiovisuelle Medien

Ansprechpartnerin für alles

„Weil das Uni-Leben nicht meins war“, bricht Lilli Steidle ihr Studium ab und wird Kauffrau für audiovisuelle Medien. Jetzt arbeitet die 22-Jährige als Produktionsassistentin bei einer Fernsehproduktionsfirma und hat richtig viel Spaß bei ihrer Arbeit.

Bei einem Praktikum bei der Constantin Entertainment GmbH in Ismaning bei München, hörte ich das erste Mal von der Ausbildung zur Kauffrau für audiovisuelle Medien – das hörte sich spannend an“, sagt Lilli Steidle. Sie bewirbt sich und wird direkt nach dem Praktikum in die Ausbildung bei der Fernsehproduktionsfirma übernommen. Normalerweise dauert die Ausbildung drei Jahre, aufgrund ihres Abiturs konnte sie auf zwei Jahre verkürzen und wurde im Anschluss von ihrem Arbeitgeber übernommen. Nun organisiert sie als Produktionsassistentin Showformate wie „Versteckte Kamera“ oder „My Hit. Your Song.“.

Ein Porträt-Foto von Lilli Steidle

Lilli Steidle

Foto: privat

„Jedes Projekt hat einen Produktionsleiter, dem die Produktionsassistenten zuarbeiten und den sie bei kalkulatorischen und organisatorischen Arbeiten unterstützen“, erklärt Lilli Steidle. Sie arbeitet meist mit einem weiteren Assistenten im Team. Zur Drehvorbereitung fragt sie Gewerke wie Kameraleute, Licht- und Tontechniker an. Sie handelt mit ihnen die Honorare aus und macht die Verträge. Außerdem bucht sie Reisen und Hotels für das Team. Anschließend geht es für rund eine Woche zur Aufnahme der Show ins Studio. „Ich richte dort zum Beispiel die Garderobe für die Show-Gäste ein und organisiere ihren Transport ins Studio“, nennt die Produktionsassistentin einige Beispiele ihrer Arbeit.

Kaufmännische Inhalte sehr wichtig

Nach dem Dreh geht es darum, Rechnungen zu bearbeiten und die Handkasse zu kontrollieren, aus der Essens-, Taxi- und andere Ausgaben vor Ort getätigt wurden. Demnach sind die kaufmännischen Inhalte, die sie in ihrer Ausbildung gelernt hat, sehr wichtig. Aber auch wie eine Produktion abläuft oder ein Drehbuch aufgebaut ist, hat Lilli Steidle gelernt. „Und bei jedem Projekt lerne ich wieder Neues dazu und wachse an meinen Aufgaben.“ Am meisten Spaß macht es ihr zu sehen, wie die viele Arbeit, die vor einer Studioaufnahme notwendig ist, sich auszahlt, weil vor Ort alles klappt. „Es ist ein schönes Gefühl, die Endproduktion schließlich im Fernsehen anzuschauen.“

Die Produktionsassistentin ist Ansprechpartnerin für alles. Sie muss stets den Überblick behalten, strukturiert arbeiten und viel telefonieren – auch mit Fremden, mit denen sie vorher nichts zu tun hatte. „Außerdem sollte man gern viel reisen, denn unsere Produktionen finden in ganz Deutschland, ab und zu auch im europäischen Ausland statt“, erklärt sie. Manchmal können Arbeitstage lang und stressig werden, eine gewisse Belastbarkeit ist also vonnöten.

Weiterbildung zur Aufnahmeleiterin

Ob Lilli Steidle berufsbegleitend noch ein Studium aufnehmen will, weiß sie zurzeit noch nicht. Gern würde sie jedoch nach einigen Jahren Berufserfahrung und eventuell durch unterstützende Seminare in Zukunft als Aufnahmeleiterin arbeiten. Diese sind für den reibungslosen Ablauf des kompletten Drehs zuständig, erstellen Drehpläne, kümmern sich, dass die richtige Technik vor Ort ist und behalten den von der Produktionsleitung vorgegebenen Kostenrahmen im Auge. Dann wird sie selbst Assistenten haben, die sie bei ihrer Arbeit unterstützen.

abi>> 16.07.2019

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