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Die nötige Flexibilität

Junge Frau pinnt einen Notizzettel mit der Aufschrift Recruiting an eine Pinnwand.
Personalvermittler suchen für Unternehmen die passenden Kandidaten.
Foto: Axel Jusseit

Personalvermittlerin

Die nötige Flexibilität

Nach ihrem Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg hielt es Gabi Hupfer (30) nicht lange in Stuttgart: Sie zog nach Reading bei London, wo sie heute als Personalvermittlerin arbeitet und Unternehmen und Bewerber aus ganz Europa zusammenbringt.

Als Recruitment Specialist (Fachkraft für Personalbeschaffung) und Account Managerin (Kundenbetreuerin) bei der britischen Unternehmensberatung Project People ist Gabi Hupfer für Firmen in ganz Europa zuständig. „Unsere Kunden befinden sich in Deutschland, England, Frankreich, Italien, Spanien, Belgien, der Slowakei und Schweden. Als Account Managerin liegt mein Fokus auf Deutschland und der Slowakei. Als Recruiterin betreue ich Kandidaten aus allen Ländern. Meine Aufgabe ist es, für unsere Kunden die passenden Kandidaten für Festanstellungen und freiberufliche Projekte zu finden“, erklärt die Personalvermittlerin.

„Mein Arbeitsalltag besteht aus sehr viel Kommunikation – mit Kandidaten, Kunden und Kollegen – in verschiedenen Sprachen. Ich bin der direkte Kontakt zu den Kunden. Außerdem bin ich Ansprechpartnerin bei vertraglichen Fragen und bilde derzeit eine neue Kollegin als Recruiterin aus“, schildert sie.

Theoretische Inhalte direkt anwenden

Ein Porträt-Foto von Gabi Hupfer

Gabi Hupfer

Foto: Privat

2010 hat Gabi Hupfer ihr Studium Dienstleistungsmanagement mit Schwerpunkt Medien und Kommunikation an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Stuttgart abgeschlossen. Von ihren Erfahrungen aus dem dualen Studium profitiert sie heute: „Man lernt nicht nur theoretische Inhalte, sondern wendet sie auch direkt an. Außerdem werden viele Soft Skills geschult. Da jeder Student die Praxisphasen in einem anderen Unternehmen verbringt und man in den Theoriephasen die verschiedenen Erfahrungen zusammentragen kann, wird zudem ein Bewusstsein für Strukturen und Vorgehensweisen in Unternehmen im Allgemeinen geschaffen“, findet die 30-Jährige. „Der Wechsel von Theorie und Praxis schärft meiner Meinung nach zusätzlich die Fähigkeit, sich schnell auf neue Situationen einzustellen.“

Die Praxisphasen absolvierte Gabi Hupfer bei einer Unternehmensberatung in Stuttgart. „Ich war in jeder Praxisphase einem anderen Projekt bei einem anderen Kunden zugeteilt. Meine Aufgaben lagen oft im Projektmanagement, allerdings in verschiedenen Branchen. So habe ich viel Einblick in die Consulting-Welt erhalten und mir vor allem eines angeeignet: Flexibilität.“ Der Wechsel aus Theorie und Praxis fand im Drei-Monats-Rhythmus statt. „Am Ende jeder Theoriephase stand ein Prüfungsblock. Neben den Studienschwerpunkten, die ich gewählt hatte, konnte ich während des Studiums noch weitere Vertiefungen dazu wählen, zum Beispiel Consulting und Personalmanagement.“

Nach dem Studium stieg sie zuerst als Recruiterin in einer kleinen Stuttgarter Personalberatung ein. Vergangenes Jahr zog sie für ihren aktuellen Job nach Reading, das westlich von London liegt.

Strikter Zeitplan

„Ein großer Vorteil meines dualen Studiums war auf jeden Fall, dass es sehr kompakt war und die Dozenten aus der freien Wirtschaft kamen. So wurden wir sehr praxisnah ausgebildet“, sagt die 30-Jährige. Allerdings bringt das duale Studienmodell ihrer Erfahrung nach auch Einschränkungen mit sich. „Man kann nie vom vorgegebenen Zeitplan abweichen. Möchte man ein Themengebiet weiter vertiefen, geht das leider nur bedingt. Mittlerweile werden aber auch passende duale Masterstudiengänge angeboten“ weiß sie. „Das gab es zu meiner Zeit leider noch nicht.“

Die nächsten Jahre will Gabi Hupfer in England verbringen, um dort noch mehr Berufserfahrung zu sammeln. „Ob ich danach weiter im Ausland arbeite oder nach Deutschland zurückkehre, weiß ich noch nicht. Das lasse ich auf mich zukommen.“

abi>> 01.06.2015