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Azubis auswählen, unterstützen und fördern

Jemand schreibt sich Moderationszettel für eine Präsentation.
Um den Nachwuchs zu fördern, werden im Personal- und Ausbildungsbereich der öffentlichen Verwaltung regelmäßig Workshops veranstaltet.
Foto: Christiane Zenkert

Public Managerin

Azubis auswählen, unterstützen und fördern

Während der Praxisphasen im Studium wurde Martina Brosi (26) klar, dass sie gerne im Personal- und Ausbildungsbereich der öffentlichen Verwaltung arbeiten möchte. Heute ist sie Leiterin des Sachgebietes Ausbildung am Landratsamt Esslingen und der Verwaltungsschule für den mittleren Dienst.

Martina Brosis Berufsalltag ist von den zahlreichen Aspekten rund um das Thema Ausbildung geprägt, schließlich hat sie vor allem mit jungen Menschen zu tun, die gerade die Schule abgeschlossen haben. Sie führt nicht nur Bewerbungsgespräche, sondern betreut die Auszubildenden des Landratsamtes bis zu ihrem Abschluss. So veranstaltet sie unter anderem Einführungstage und organsiert einen Aufenthalt in einem Schullandheim, in dem methodische Kompetenzen geschult werden. Telefontraining oder Tipps für die passende Kleidung gehören außerdem zum Programm. Für die Dauer der Ausbildung führt die Leiterin auch regelmäßige Entwicklungsgespräche mit den Auszubildenden. Gerade den Wechsel von der Schule in den Beruf empfindet sie als großen Schritt und „spannenden Prozess, bei dem man ein wichtiger Wegbegleiter ist“, sagt sie.

„Wir brauchen gute Nachwuchskräfte, da muss jeder Kräfte investieren“, stellt Martina Brosi fest. Um gute Auszubildende zu bekommen, betreibt sie deshalb aktives Marketing für den öffentlichen Dienst als attraktiven Arbeitgeber. Dafür zeigt sie mit ihrem Team Präsenz auf Messen oder in Schulen, schaltet Zeitungsanzeigen und nutzt zunehmend auch die neuen Medien. Ein besonderes Augenmerk hat Martina Brosi auf die Personalentwicklung. Ständig sucht sie nach neuen Ansätzen und Chancen, dem Nachwuchs eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu ermöglichen: Sie veranstaltet Workshops und bildet sich auch selbst konsequent weiter. Gerne nimmt sie das Angebot ihres Arbeitgebers wahr und besucht Seminare zum Thema Change Management oder zum Entwicklungsprogramm für junge Potenzialträger.

Aufgaben einer Schulleiterin

Ein Porträt-Foto von Martina Brosi

Martina Brosi

Foto: Privat

Doch damit nicht genug: Nebenher fungiert die 26-Jährige auch als Leiterin der Verwaltungsschule für den mittleren Dienst. Dabei übernimmt sie Aufgaben „wie andere Schulleiter auch“, sagt sie, etwa die Gestaltung der Einführungsveranstaltung, die Erstellung der Stundenpläne, das Abnehmen von Prüfungen und die Kontaktpflege zu den Lehrbeauftragten. Darüber hinaus nimmt Martina Brosi landesweit an Prüfungsausschüssen teil.

Die heutige Public Managerin interessierte sich bereits zu Schulzeiten für eine Karriere in der öffentlichen Verwaltung und entschied sich deshalb für den Bachelorstudiengang „Public Management“ an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg. Die Studierenden können hier aus verschiedenen Vertiefungsrichtungen wählen – Martina Brosi belegte das Fach „Führen im öffentlichen Sektor“. Dass sie ein Wirtschaftsgymnasium besuchte, brachte fachliche Vorteile. BWL, VWL und Rechnungswesen spielen noch heute eine entscheidende Rolle in ihrem Berufsleben.

„Es bleibt noch Luft nach oben“

Nach dem Abschluss gelang ihr der Start ins Berufsleben als Ausbildungsleiterin bei der Stadt Ludwigsburg. „Das war ein toller Einstieg“, erinnert sie sich. Nach zweieinhalb Jahren wechselte sie in ihre heutige Position am Landratsamt Esslingen. Und wie sehen ihre Zukunftspläne aus? Martina Brosi ist sich sicher, dass sie im Public Management ihren Traumberuf gefunden hat: „Für das Thema Berufsentwicklung kann ich mich begeistern, und es bleibt noch Luft nach oben“.

abi>> 27.01.2016