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Die schönste Zeit des Jahres

Reisebroschüren liegen aufgeschlagen auf dem Tisch.
Neben dem Einkauf von Hotelkontingenten gehört die Erstellung von Reisekatalogen zu Niklas Heigls Aufgaben. „Eine besondere Herausforderung ist es, in den Hotelbeschreibungen auf wenig Platz möglichst viele Infos unterzubringen“, weiß der Tourismuskaufmann.
Foto: Nadine Zwingel

Tourismuskaufmann für Privat- und Geschäftsreisen

Die schönste Zeit des Jahres

Niklas Heigl hat eine Ausbildung zum Tourismuskaufmann absolviert, weil er das Geschäft um den Tourismus von Grund auf kennenlernen wollte. Beim Reiseveranstalter alltours kümmert sich der 22-Jährige nun gemeinsam mit seinen Kollegen um den Einkauf von Hotelkontingenten.

Zwei Wochen Mallorca mit Flug und Halbpension – die klassische Pauschalreise. Hierbei nimmt der Reiseveranstalter dem Pauschal-Urlauber die komplette Urlaubsorganisation ab und kümmert sich auch, wenn etwas nicht so abläuft wie geplant. Niklas Heigl hat schon in der neunten Klasse damit begonnen, im Rahmen von Praktika Erfahrungen in der Reisebranche zu sammeln. „Ich wollte das Tourismusgeschäft von der Pike auf kennenlernen“, erklärt er. Daher entschied er sich nach dem Abitur 2014 für eine Ausbildung zum Tourismuskaufmann für Privat- und Geschäftsreisen in der Zentrale des Reiseveranstalters alltours in Düsseldorf, wo er heute noch beschäftigt ist.

Für Unterkünfte sorgen

Ein Porträt-Foto von Niklas Heigl

Niklas Heigl

Foto: privat

Nachdem Niklas Heigl die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hatte, war er für ein Jahr als Junior Produktmanager für Individualreisen tätig. Mittlerweile kümmert er sich darum, Hotelkontingente für Pauschalreisen einzukaufen. „Wir sind in Teams eingeteilt, die jeweils für bestimmte Länder oder Regionen zuständig sind. Für die Reisen kaufen wir einzelne Betten oder ganze Hotels ein, immer saisonweise. Dafür schließen wir mit den Hotels vor Ort entsprechende Verträge ab. Wenn diese dann im System erfasst sind, können wir die Kataloge erstellen, die an die Reisebüros geschickt werden“, berichtet der Tourismuskaufmann.

Da eine Reise nicht nur aus der Unterkunft, sondern auch aus anderen wichtigen Komponenten, etwa dem Flug, besteht, stimmen sich Niklas Heigl und seine Kollegen stets mit anderen Abteilungen wie dem Flugeinkauf ab. Die Hoteleinkäufer beobachten darüber hinaus, wie einzelne Hotels nachgefragt werden und führen entsprechende Statistiken.

Aufwendige Kataloggestaltung

Die Erstellung von Reisekatalogen fällt ebenfalls in Niklas Heigls Arbeitsbereich und erfordert viel Aufwand: „Eine besondere Herausforderung ist es, in den Hotelbeschreibungen auf wenig Platz möglichst viele Infos unterzubringen.“ So muss erläutert werden, wo das Hotel liegt, wie es ausgestattet ist und ob es zum Beispiel freies WLAN oder einen Frühbucherrabatt gibt.

Für Wortwahl und Gestaltung gibt es interne Vorgaben, damit die Texte innerhalb eines Katalogs einheitlich sind. Später wählen Niklas Heigl und seine Kollegen mit den Vorgesetzten oder der Marketingabteilung passende Fotos aus. Danach prüft eine Agentur in der Region, in der das Hotel liegt, ob die fertige Katalogseite inhaltlich korrekt ist. Ein Lektor kontrolliert außerdem die Sprachrichtigkeit. Erst wenn alle Seiten diese Kontrollen durchlaufen haben, geht der Katalog in Druck.

Nach und nach mehr Verantwortung

Gerade weil Niklas Heigl weiß, wie viele Schritte und welch großer Abstimmungsaufwand dem fertigen Produkt Reise vorausgegangen sind, ist er stolz darauf. „Wir schaffen mit unseren Reisen den Kunden die schönste Zeit des Jahres. Das macht mich sehr zufrieden“, sagt er. Außerdem steht für ihn fest: Alles, was mit Reisen zu tun hat, wird nicht langweilig. Der Tourismuskaufmann liebt den täglichen Kontakt zu Menschen unterschiedlicher Kulturen. Um mit ihnen kommunizieren zu können, ist Englisch unverzichtbar. Zusätzlich kommt Niklas Heigl seine zweite Muttersprache Italienisch zugute.

Bei so viel Zufriedenheit verwundert es nicht, dass der junge Mann seine Zukunft in seinem derzeitigen Beruf bei seinem jetzigen Arbeitgeber sieht und sich dort weiterentwickeln will: „Einige Fähigkeiten wie Verhandlungsgeschick kann man nur durch Berufspraxis lernen. Das möchte ich gern die nächsten Jahre tun. Perspektivisch würde es mir gefallen, nach und nach mehr Verantwortung zu übernehmen und dann ein kleines Team zu leiten.“

abi>> 21.02.2018