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Beraten lernen

Stellenanzeige in einer Zeitung
In Bereichen wie Medien oder in der Wirtschaft sind Volontariate oder Traineeprogramme ein möglicher Berufseinstieg.
Foto: Meramo Studios

Traineeship

Beraten lernen

Nach ihrem BWL-Studium hat Aranka Lohse (27) das Traineeprogramm bei der Software-Beratung SNP AG in Magdeburg durchlaufen. Neun Monate lang wurde sie geschult und in die Projektarbeit eingeführt. Inzwischen ist sie als Junior Consultant beim Unternehmen beschäftigt.

Direkteinstieg oder Traineeprogramm? Aranka Lohse hat sich bewusst für Letzteres, also das Ausbildungsprogramm für Studienabsolventen, entschieden. „Ich denke, da hat man einen leichteren Einstieg. Man wird an die Hand genommen, hat einen Mentor, wird mehr gefördert“, zählt die 27-Jährige die Vorteile auf. Das Beratungshaus, bei dem sie einstieg, wird von Unternehmen damit beauftragt, deren vorhandene Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP) anzupassen. Das ist eine Software, mit der man Ressourcen wie Kapital, Personal, Betriebsmittel, Material, Informations- und Kommunikationstechnik sowie IT-Systeme planen und steuern kann.

Viermonatige Schulung

Ein Porträt-Foto von Aranka Lohse

Aranka Lohse

Foto: privat

Bei Aranka Lohses neunmonatigem Einstiegsprogramm lag der Fokus ganz auf der ERP-Software SAP. „Das hat mich gereizt, weil ich das Programm schon während eines Praxissemesters kennengelernt habe und gerne damit arbeiten wollte“, sagt sie. Die Trainees starten alle mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag. Gleich zu Beginn wird festgelegt, in welchem Bereich sie später einmal arbeiten werden, und das entsprechende Fachwissen vermittelt. „Von September bis Ende Dezember haben wir 13 Trainees aus den unterschiedlichen Standorten gemeinsam an einer Schulung in Magdeburg teilgenommen, deren Fokus auf der Spezialsoftware lag. Jeder Trainee bekommt hier gleich sein künftiges Modul zugewiesen – bei mir sind das Controlling sowie Projektsysteme. Hinzu kam eine einwöchige Soft-Skills-Schulung und ein Praxisprojekt“, erläutert Aranka Lohse.

Die meisten Trainees haben einen Hintergrund in Informatik oder Wirtschaftswissenschaften – so wie Aranka Lohse, die BWL mit den Schwerpunkten Wirtschaftsinformatik sowie Finance and Entrepreneurship an der FH Westküste studiert und anschließend noch einen BWL-Master an der Fernuni Hagen abgeschlossen hat.

Unterstützung durch Mentoren

Nach der Schulung, im zweiten Abschnitt des Einstiegsprogramms, werden die Trainees entsprechend ihrer Modulexpertise verschiedenen Kundenprojekten in ganz Deutschland zugeteilt. „Der jeweilige Senior Consultant übernimmt die Rolle des Mentors, erklärt ganz viel und gibt Aufgaben an die Trainees ab“, erläutert Aranka Lohse. Üblicherweise laufen mehrere Projekte parallel. „Jedes Projekt beginnt mit einem ein- bis zweiwöchigen Workshop beim Kunden, bei dem der Fahrplan für die Umgestaltung ihrer Software-Landschaft mit den Mitarbeitern vor Ort abgestimmt wird. Dann im Büro passen wir die vorhandene Software an die Kundenwünsche an.“

Eigene Projekte betreuen

Vor zwei Monaten hat Aranka Lohse ihr Traineeprogramm beendet. Als Junior Consultant übernimmt sie nun mehr Verantwortung und betreut einfachere Projekte bereits alleine. Was ihr auch gefällt: Trainees und Consultants haben die Möglichkeit, in internationalen Projekten etwa in den USA oder in Australien mitzuarbeiten. „Das ist das Tüpfelchen auf dem i“, freut sie sich.

abi>> 10.10.2016