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Vom Werkstudenten zum Teamleiter

Statistiken und Tabellen
Als externe Dienstleister analysieren Unternehmensberater die Strukturen und Abläufe in Unternehmen.
Foto: Jörg Moritz

Unternehmensberater

Vom Werkstudenten zum Teamleiter

Jan-Malte Prädel (29) ist Unternehmensberater bei einem weltweit tätigen Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmen. Schon während des BWL-Studiums baute er erste Kontakte zu seinem heutigen Arbeitgeber auf.

„Einen typischen Arbeitstag gibt es für Unternehmensberater nicht“, erzählt Jan-Malte Prädel. Alle paar Monate betreut er ein neues Projekt für einen anderen Kunden – mal ein digitales Vertriebskonzept, mal eine Software für interne Abläufe. „Dafür bereite ich zum Beispiel Workshops für die Mitarbeiter des Kunden vor. Ich plane das Programm, bereite mich inhaltlich vor und organisiere Vorträge“, erzählt er. Gemeinsam entwickeln sie dann Ideen und versuchen, möglichst viele Wünsche zu berücksichtigen.

Jan-Malte Prädels Hauptarbeitsplatz ist zwar in Düsseldorf, er reist für den Job aber auch quer durch Deutschland und ins Ausland, etwa in die USA. Er trifft sich dort mit seinen Kunden, nimmt teil an Konferenzen, Besprechungen und Verhandlungen – fast immer auf Englisch. Das ist er gewohnt: Schon das Studium in Berlin und auch in Wien lief auf Englisch ab.

Absprachen und Teamgeist sind wichtig

Ein Porträt-Foto von Jan-Malte Prädel

Jan-Malte Prädel

Foto: Privat

Kommunikation ist in seinem Job enorm wichtig. „Ich muss mich oft mit anderen absprechen, per Telefon, E-Mail oder in Konferenzen.“ Ein Einzelkämpfer darf Jan-Malte Prädel deswegen nicht sein. „Ich arbeite ständig mit verschiedensten Menschen zusammen, da muss ich teamfähig sein.“ Außerdem hat er oft lange Arbeitstage, gerade auf Geschäftsreisen kommen auch abends mal Termine mit Kollegen oder Kunden dazu.

Dabei dachte Jan-Malte Prädel nach dem Abitur zunächst an ein Informatikstudium. Doch dann merkte er, dass ihn Wirtschaft mehr interessierte, informierte sich über passende Berufe – und stieß schnell auf die Unternehmensberatung. „Ich beschäftige mich gern mit neuen und komplexen Dingen und suche dafür die passenden Lösungen“, sagt er. „Als Unternehmensberater kann ich genau das machen.“

Und so entschied er sich für den Bachelorstudiengang „Betriebswirtschaftslehre – International Business Administration“ an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Das ist ein duales Studium: Jedes Semester hatte er zunächst drei Monate Theorie, dann folgten jeweils drei Monate Praxis in einem festen Partnerunternehmen.

Für die Praxisphasen bewarb sich Jan-Malte Prädel bei Capgemini. „Das ist ein weltweit tätiges Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmen – und da wollte ich ja hin“, sagt er. So lernte er also die verschiedenen Abteilungen des Unternehmens kennen.

Enger Kontakt zum Unternehmen

Während des anschließenden Masters in „Internationaler Betriebswirtschaftslehre“ an der Uni Wien arbeitete er dort weiter – als Werkstudent. „Ich habe unter anderem Marktanalysen gemacht und mir unsere Wettbewerber angeschaut.“ Der enge Kontakt zum Unternehmen zahlte sich aus: Nach dem Master-Abschluss 2012 wurde er als Unternehmensberater eingestellt.

„Ich finde meinen Beruf wahnsinnig spannend, gerade weil ich regelmäßig neue Menschen und Unternehmen kennenlerne“, sagt er. „Mir macht das unheimlich viel Spaß.“ Aktuell arbeitet er als Teamleiter, „mittelfristig kann ich mir aber sehr gut vorstellen, Projektleiter mit noch mehr Verantwortung zu werden“, sagt er.

abi>> 26.10.2015