Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Von Akte bis Zuschuss

Junge Frau telefoniert
In der Arbeit als Verwaltungsfachangestellte nimmt der Umgang mit anderen Menschen und deren Anliegen einen großen Teil ein.
Foto: Ria Kipfmüller

Verwaltungsfachangestellte

Von Akte bis Zuschuss

Wie wird in einer Millionenstadt die Kinderbetreuung organisiert? Als Verwaltungsfachangestellte im Referat Bildung und Sport der Stadt München kennt Alexandra Schwarz (23) die Abläufe hinter den Kulissen.

In der Oberstufe machte Alexandra Schwarz ein Praktikum in der Gemeindeverwaltung in ihrem Heimatort im Landkreis Erding. „Mir hat der Umgang mit Menschen schon damals gefallen“, erinnert sie sich. Da aber kleinere Gemeinden nicht jedes Jahr Verwaltungsfachangestellte ausbilden, bewarb sie sich bei der Stadt München – und überzeugte.

Gleich zu Beginn ihrer Ausbildung bekam sie drei dicke Schmöker mit Gesetzestexten überreicht. „Die rechtliche Seite unterschätzen viele an der Ausbildung“, weiß die 23-Jährige, der das Thema Recht gefällt. „Wenn man gerne damit arbeitet, ist die Ausbildung genau richtig“, betont sie. Vom Grundgesetz und der Bayerischen Verfassung über die Verwaltungsverfahrensgesetze und die Gemeindeordnung bis hin zum Beamtenstatusgesetz lernte sie in den drei Ausbildungsjahren eine Fülle an Rechtsvorschriften kennen. Wie diese angewendet werden, übte sie in der Bayerischen Verwaltungsschule anhand von Fallbeispielen.

Förderung für Kitas organisieren

Ein Porträt-Foto von Alexandra Schwarz

Alexandra Schwarz

Foto: Jürgen Liebheer

Während der Ausbildung machte Alexandra Schwarz sechs Praktika in verschiedenen Referaten der Landeshauptstadt. Anschließend wurde sie vom Referat für Bildung und Sport übernommen. Ihre Abteilung ist insbesondere für Kindertageseinrichtungen zuständig. Und in der Region kommen einige zusammen: Es gibt rund 400 städtische Kitas und 900 in freier Trägerschaft. Insgesamt bieten diese rund 83.000 Plätze.

„Bei uns dreht sich alles um die Zuschüsse“, erklärt die junge Frau den Schwerpunkt ihrer Arbeit. „Man unterscheidet freiwillige und gesetzliche Zuwendungen von der Stadt – wobei es in der gesetzlichen Förderung auch einen staatlichen Anteil vom Land gibt.“ Um gefördert zu werden, müssen die Einrichtungen bestimmte Voraussetzungen erfüllen – und die ändern sich hin und wieder. „Wenn es Neuerungen gibt, die Auswirkungen auf die Zuschüsse haben, laden wir die Mitarbeiter der Kitas zu Informationsveranstaltungen ein“, erzählt die Verwaltungsfachangestellte. Für sie heißt das: Einladungen entwerfen, Termine festlegen, Räume buchen, Empfangsbestätigungen verwalten und Schulungsunterlagen versenden.

Auch wenn eine neue Kita eröffnet, ist Alexandra Schwarz gefragt. Sie legt die Einrichtung in einer Online-Datenbank an, in welche die Träger die förderrelevanten Daten einpflegen – das können Angaben zum pädagogischen Personal sein oder auch die Buchungszeiten der Kinder.

Überblick als Teamassistenz

Hinzu kommen Tätigkeiten, die sie in ihrer Funktion als Teamassistenz erfüllt: „Dadurch habe ich sehr viele organisatorische Aufgaben, die zum Tagesgeschäft gehören wie etwa die Verwaltung von Urlauben, Fortbildungen oder Dienstreisen“, sagt sie. „Gerade in diesem Bereich summieren sich die Kleinigkeiten. Da ist es wichtig, den Überblick zu behalten.“

Die 23-Jährige erlebt ihren Berufsalltag als sehr kommunikativ und vielseitig. Und sie freut sich über die Möglichkeit, sich weiterzuqualifizieren. Aktuell besucht sie einen berufsbegleitenden Angestelltenlehrgang, um in den gehobenen Dienst aufzusteigen.

abi>> 16.10.2017