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Eine Herzensangelegenheit vertreten

Junger Mann auf einem Rennrad. (Foto: Swen Reichhold)
Ökologisch sinnvoll: Wer sich aufs Rad schwingt, schont die Umwelt - ganz im Sinne von Greenpeace.
Foto: Swen Reichhold

Greenpeace e.V.: Campaigner

Eine Herzensangelegenheit vertreten

Daniel Moser (31) ist überzeugt: In Zeiten von Erderwärmung und Urbanisierung muss der Anteil von Autos auf den Straßen in den kommenden beiden Jahrzehnten um die Hälfte reduziert und der Verkehr elektrifiziert werden.

Daniel Moser ist Campaigner für Mobilität bei Greenpeace. Seine Aufgabe ist es, für das Thema „Verkehr in der Zukunft“ eine strategische Ausrichtung zu entwickeln und diese an den entscheidenden Stellen, etwa in der Politik, den Kommunen oder der Automobilindustrie zu vertreten. „Am Montag habe ich eine Rede bei den Grünen im Bundestag gehalten und mit den Politikern debattiert“, erzählt er. „Wir versuchen Politik und Wirtschaft zu überzeugen, zukunftsfähige Rahmenbedingungen und Angebote zu entwickeln. Und wir üben Druck aus, damit sie überholte, schädliche Konzepte und Produkte vom Markt nehmen.“

Um sein Thema zu vertreten, gibt Daniel Moser immer wieder Interviews, für Zeitungen, das Fernsehen oder den Rundfunk. „Wir möchten die Meinungsbildung dazu vorantreiben, wie wir mobil sein können, ohne Menschen und Umwelt zu schaden. Dafür sind unsere Hintergrundstudien wichtig, damit wir unsere Position fundiert nach außen tragen können“, berichtet der Campaigner. Für diese Arbeit ist er viel unterwegs und kommt mit vielen verschiedenen Personen in Kontakt. „Das reizvollste an meiner Tätigkeit sind die spannenden Menschen, die mir immer wieder begegnen. Außerdem merkt man an den Rückmeldungen, dass die Arbeit zu etwas führt. So waren wir beispielsweise schon immer gegen die E-Auto-Prämie und haben befürwortet, dass das Geld in Elektrobusse für Kommunen investiert wird. Mittlerweile hat das Thema Dynamik bekommen und wird schon umgesetzt.“

Passende Stellenausschreibung

Portraitfoto von Daniel Moser. (Foto: Daniel Müller)

Daniel Moser

Foto: Daniel Müller / Greenpeace

Daniel Moser ist seit dreieinhalb Jahren bei Greenpeace tätig. Bevor er an der London School of Economics Stadtplanung studierte, hatte der spätere Campaigner in Berlin sein eigenes Start Up-Unternehmen gegründet. „Während dieser Zeit habe ich sehr viel gelernt. Ich habe gemerkt, dass es mir liegt, auf kreative Art zu kommunizieren“, erzählt der Verkehrsexperte. „Als ich die Stellenausschreibung von Greenpeace gesehen habe, wusste ich, dass die Stelle genau das ist, was ich machen möchte.“

Nach dem Einstieg bei der Organisation war er gleich voll gefordert: „Ich hatte nur ein weißes Blatt Papier vor mir und sollte eine Strategie zu Mobilität entwickeln“, erzählt Daniel Moser. „Mit dieser habe ich erst einmal intern überzeugen müssen. Als klar war, dass wir das Projekt umsetzen, kam der Abgasskandal. Da habe ich rund um die Uhr Interviews für nationale und internationale Medien gegeben. So haben wir begonnen, unsere Vorstellungen nach außen zu tragen.“

Internationalität

In der Zukunft möchte der Campaigner sein Thema Mobilität gern verstärkt international vertreten. Er weiß: „Die Zukunft des Planeten wird nicht nur in Deutschland entschieden. Afrika, Asien und Lateinamerika spielen eine enorme Rolle.“ Deshalb steht Daniel Moser auch mit internationalen Kooperationspartnern in Kontakt. „Ich möchte in meiner Herzensangelegenheit mit meinem Fachwissen weiterhelfen und damit auch andere Länder unterstützen.“

abi>> 19.01.2017