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Partner für die visuelle Kommunikation

Auf dem Foto ist eine Mappe mit Mustern zu sehen.
Kommunikationsdesigner gestalten Anzeigen, Plakate, Internetseiten oder auch audiovisuelle Elemente.
Foto: Sebastian Bergner

Kommunikationsdesigner

Partner für die visuelle Kommunikation

Bereits während des Studiums hat Lukas Kerecz (32) damit begonnen, Unternehmen beim Aufbau ihrer Corporate Identity zu unterstützen. Heute führt er mit einer Kollegin die Agentur FORMLOS in Berlin.

Vom Logo über die Website bis zum Messeauftritt: Das Portfolio der Berliner Agentur umfasst alle Elemente, die ein Unternehmen benötigt, um eine eigene Corporate Identity aufzubauen. Darunter versteht man die Gesamtheit aller Merkmale, mit denen ein Unternehmen sich ein eigenes Profil gibt und so von anderen abhebt.

Zu den Kunden gehören vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, oft sind es Start-ups – wie sie selbst. Der Vorteil: Man kann die Kunden von Beginn an beraten, oft entstehen längere Geschäftsbeziehungen mit Folgeaufträgen. „Wir sehen uns als Partner für visuelle Kommunikationslösungen. Es geht nicht darum, auf die Schnelle etwas aufzuhübschen, sondern eine komplette Strategie zu entwickeln“, erläutert Lukas Kerecz sein Konzept. Dafür seien intensive Kundengespräche nötig, in die man mehr Zeit investiere als in die gestalterische Umsetzung. Menschenkenntnis sei dabei wichtig: „Man muss sich in den Kunden hineinversetzen, um zu verstehen, was er sich vorstellt.“ Außerdem müsse man selbst konkret und präzise seine Vorschläge unterbreiten können. Essentiell sei zudem ein professioneller Blick: „Man darf es nicht persönlich nehmen, wenn dem Kunden ein Vorschlag nicht gefällt.“

„Als Designbüro braucht man nicht viel“

Ein Porträt-Foto von Lukas Kerecz

Lukas Kerecz

Foto: Privat

Lukas Kerecz führt seine Agentur zusammen mit seiner Geschäftspartnerin Miriam Horn. Kennengelernt haben sie sich während des Studiums an der Design Akademie Berlin. Der Bachelorstudiengang Kommunikationsdesign an der privaten Hochschule ist kostenpflichtig, der Abschluss staatlich anerkannt. Lukas Kerecz hat sich nach einem dreitägigen Probestudium, bei dem er Dozenten und Studierende kennenlernen konnte, für das Angebot entschieden. Ihn überzeugten vor allem Konzept, Inhalt und die „offene und ehrliche Atmosphäre“ an der Akademie.

Bereits während des Studiums übernahm er mit seiner heutigen Geschäftspartnerin Aufträge. So konnten sie Erfahrungen sammeln und sich einen kleinen Kundenstamm aufbauen. Nach dem Bachelor machten sie sich selbstständig und mussten anfangs nicht viel Geld in ihre Geschäftsgründung investieren. „Als Grafikdesignbüro ist man extrem schlank, man braucht nicht viel“, sagt der Designer. Eigentlich nur einen Computer und passende Software – beides hatten sie bereits fürs Studium angeschafft. „Es ist uns wichtig, alles aus eigener Kraft zu schaffen. Wir haben nie etwas auf Pump gekauft, sondern immer nur dann investiert, wenn Geld zur Verfügung stand“, betont der 32-Jährige.

Betriebswirtschaftliches Wissen ist wichtig

Was Lukas Kerecz bedauert: Das Studium hat ihm kein betriebswirtschaftliches Wissen vermittelt. Ein wenig half ihm, dass er zuvor ein Volkswirtschaftsstudium abgeschlossen hat. Seine Kollegin kennt Unternehmensabläufe von ihrer Ausbildung zur Mediengestalterin. Eine ganz neue Herausforderung sei es etwa gewesen, Angebote detailliert zu kalkulieren. „Da haben wir uns Stück für Stück herangetastet und unsere Erfahrungen zudem in Workshops vertieft“, erinnert er sich.

Seine Arbeitszeit gestaltet Lukas Kerecz je nach Auftragslage flexibel. Er achtet aber darauf, dass die Kernarbeitszeit von 10 bis 18 Uhr nicht zu oft überschritten wird. „Man muss sich selbst organisieren und die Projekte entsprechend managen können“, sagt er.

Für die Zukunft planen die beiden Agenturgründer, ein wenig weiter zu wachsen – aber immer in Maßen. „Wir sind sehr zufrieden, wie es derzeit läuft und wollen vor allem, dass es so weitergeht“, wünscht sich der Designer.

abi>> 06.01.2016