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Von Britpop bis Metal

Blick in verschiedene Kisten mit CD's.
Bands von A bis Z: Als Redakteur bei einem Musikmagazin interviewt Dennis Drögemüller bekannte Musiker und Bands für die Online-Ausgabe.
Foto: Julien Fertl

Musikjournalist

Von Britpop bis Metal

Der leidenschaftliche Musikfan Dennis Drögemüller (31) konnte sein Hobby zum Beruf machen. Als Redakteur beim Musikmagazin „Visions“ in Dortmund ist er unter anderem für den Online-Auftritt verantwortlich.

„I ch schreibe jeden Tag – aber nicht fürs Heft, sondern für die Website“, erzählt Dennis Drögemüller von seinem Arbeitsalltag. Der Chef der Online-Redaktion plant außerdem Beiträge, vergibt Aufträge an freie Mitarbeiter und führt Interviews mit Musikern. Zudem bereitet er aktuell ein großes Projekt vor: Die Neugestaltung des Internetauftritts der größten deutschen Musikzeitschrift für alternative Musik.

Natürlich hat der 31-Jährige schon Stars interviewt: Billy Corgan von den Smashing Pumpkins etwa, die Grunge-Band Alice in Chains oder Maynard James Keenan von der Metal-Band Tool. „Das ist immer ein kleines bisschen enttäuschend, denn die Realität kann mit dem Mythos nicht mithalten“, gibt er zu. Andererseits findet Dennis Drögemüller es interessant, die Musiker als Menschen kennenzulernen.

Kleine Redaktion, nette Kollegen

Ein Porträt-Foto von Dennis Drögemüller

Dennis Drögemüller

Foto: privat

Die Redaktion des Magazins, das monatlich erscheint und sich Metal, Punk, Alternative und Britpop widmet, ist klein. Fünf Redakteure und eine Volontärin arbeiten dort. „Die Atmosphäre ist kollegial und kumpelhaft“, sagt der Journalist. Das sei einer der Vorteile, die sein „absoluter Traumjob“ mit sich bringt. Die relativ flexible Tageseinteilung ist ein weiterer. Vor allem aber verbringt der Musikredakteur den „ganzen Tag mit einem Thema, das ich sehr liebe“. Er bekommt Einblicke ins Geschäftliche, hat manche Information über Künstler einen Tick früher als normale Fans und kann – zuweilen – exklusive Konzerte besuchen oder mal zu einem Studiobesuch nach Finnland reisen.

Mit Notizbuch durchs Dorf

Schon als Grundschüler marschierte Dennis Drögemüller durch seinen Heimatort nahe Uelzen und notierte, was ihm neu und bemerkenswert vorkam. Den Wunschberuf Journalist vor Augen, machte er nach dem Abitur 2004 und seinem Zivildienst mehrere Praktika, war bei der „Bild“-Zeitung, der „Welt“ und einer Lokalzeitung in der Lüneburger Heide. Dann studierte er Medienwissenschaft, Germanistik und Psychologie an der Uni Trier. „Parallel habe ich weitere Praktika gemacht, etwa bei der Nachrichtenagentur dpa und beim Fernsehmagazin ‚Kulturzeit‘ des Senders 3Sat. Außerdem habe ich alle möglichen Workshops absolviert, zum Beispiel zu Reportage und Radiojournalismus – und für mein eigenes Portal über Musik geschrieben“, erzählt er.

2010 schrieb er – damals noch als freier Journalist – seine erste Rezension eines Albums für „Visions“. Ein Angebot für ein Volontariat schlug er dennoch aus, entschied sich bewusst für den „traditionellen Weg“ und volontierte bei den „Ruhr Nachrichten“. Fertig ausgebildet wechselte er dann aber doch zum Musikmagazin. Das erste halbe Jahr brauchte er, um sich einzugewöhnen, um Organisation, Abläufe und die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen im Verlag, die Konzerte, Events und Partys veranstalten, kennenzulernen. Als verantwortlicher Redakteur sieht Dennis Drögemüller aktuell keinen Anlass, das Magazin zu verlassen. Sollte er sich in ein paar Jahren dennoch anders orientieren, steht fest: „Ich werde weiter über Musik und Kultur berichten, vielleicht jedoch mit anderer Richtung oder in einem anderen Medium.“

abi>> 22.08.2016